Cowboy Trail und Calgary

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Rocky Mountain House. Der Cowboy Trail hält nicht was er verspricht. Es gibt eigentlich nichts besonderes hier. Zwei mal bin ich an einem Museum vorbei gekommen. Aber weder landschaftlich noch infrastrukturell ist viel geboten. Mittag kam ich in ein nettes Dorf, wobei ich 5 km von der Straße abfahren musste. Dort fand ich ein schönes japanisches Restaurant. Von Hamburgern und Pommes habe ich langsam genug. Ich fand auch noch einen netten Antiquitäten Laden. Dort habe ich mir alte Autonummernschilder von dem Bundesstaat als Andenken gekauft und habe mit dem Inhaber und seinem Sohn über alte Autos philosopiert. Abends kam ich in die 7000 EW Ortschaft Rocky Mountain House. Hier war Abends Markt und ich kaufte Gemüse, Marmelade und Brot von Bauern. Leider regnete es während des Marktes. Aber die vielen Waldbrände dürsten nach Wasser. Leider war der Regen nur örtlich und recht kurz.

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Heute hat es ausgiebig geregnet und die Temperatur ist auf 10 Grad gesunken. Erst um 16 Uhr nachmittags hellte es sich auf. Der Cowboy Trail ist durchgehend auf einer Höhe zwischen 1000 m und 1100 m. In Sundre bin ich Mittagessen gegangen und habe mir das Pionier Museum angeschaut. Ein fleißiger Jäger hat auch ausgestopfte Tiere ausgestellt. Die meisten rekordverdächtig groß oder besonders schön. In Cremona habe ich auch angehalten und habe in einem Antiquitätengeschäft nach der Ortsmitte gefragt, dann meinte Sie die sei hier, Sie haben nur 170 EW. Endstation war in Cochrane, was wirklich sehr schön ist. Es hat sich eine historische Altstadt erhalten und die Leute sind sehr freundlich. Abendessen war ich diesmal vietnamesisch.

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So wurden früher Strümpfe selbst gemacht.

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Von Cochrane aus ist es nicht mehr weit nach Calgary, somit brauche ich heute nicht weit zu fahren. Das Wetter ist heute wieder sehr schön. Der Regen hat den Himmel ein bisschen vom Rauch gereinigt. Es hat so um die 28 Grad. Mittag hielt ich an einem schönen Fleck mit schön gemähtem Rasen an und kochte Essen. Nachmittags in Calgary bin ich den 191 m hohen Calgary Tower rauf gefahren. Von dort aus habe ich ein Fest gesehen, gar nicht weit vom Turm. Es war ein Latino Fest. Mit Live Musik aus Kuba und Kolumbien. Tänzer aus vielen verschiedenen Lateinamerikanischen Ländern. Auch das Essen kam aus diesen Ländern. Es war sehr schön zu sehen, wie die Leute tanzten und beisammen saßen. Abends habe ich mal geschaut wo der Flughafen ist und habe mich auch nach einem Campingplatz umgesehen, der aber um halb elf schon geschlossen hatte.

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Calgary. Ich einen Campingplatz im Osten und einen im Westen angeschaut. Morgen kommen die 3 Ms, Michaela, Marilena und Mario. Die haben auch noch ein Zelt dabei, deswegen brauchen wir einen Campingplatz in der Nähe des Flughafens. Dann war ich noch das Auto waschen und bin zu den Olympia Stätten gefahren. Es gibt hier mehrere indoor Eisflächen und sogar ein Ice House für indoor Bob und Schlittenfahrten. Dies ist einzigartig in der Welt. Vorher war ich noch bei Harley Davidson Calgary. Um herauszufinden wie und vor allem wann das Harley Treffen in Sturges stattfindet.

Wir meinten das es gleich in der ersten August Woche ist, aber im Internet steht das es erst am 05. August los gehen soll, und das wäre für uns zu spät, da wir ja bereits so um den 09. August wieder in San Francisco sein müssten. Aber ich habe nun die Auskunft, das die Kick off Feier am 27.07. stattfindet und das die Vorwoche genauso viel bietet wie der eigentliche Event. Mal schauen, was wir aus machen. Die 3 Ms sind nur 17 Tage hier und wir müssten somit ca. 4000 km fahren. Wenn wir jedoch relativ direkt nach San Francisco fahren würden wären es nur 2500 km.

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Banff und Jasper Nationalparks

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Vom Dinosaurier Park wieder zurück nach Calgary. Dabei kam ich an ausgedehnten Landwirtschaftlichen Betrieben mit Viehweiden, aber auch mit Ölpumpen vorbei.

Im Westen von Calgary sind die olympischen Skisprungschanzen und Skilifte zu sehen. Weiter Richtung Banff kommen schöne hügelige Weiden und man kann die Berge am Horizont sehen. Abends bin ich von der Straße abgebogen und habe mich auf einen Parkplatz vor einem Casino zu einigen anderen Campern gestellt.

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Banff Nationalpark. Zur 150 Jahr Feier Kanadas sind alle Eintritte in den Nationalparks frei. Dementsprechend voll ist der Park. Das Bergdorf Banff liegt auf knapp 1400 m und ist umrahmt von 2900 m hohen Bergen. Leider ist die Sicht nicht so gut, weil in BC 170 verschiedene Waldbrände gemeldet sind und auch am Rande des Nationalparks schwere Waldbrände sind. Der Campingplatz ist voll und es ist nicht erlaubt „wild zu campen“. Gut das ich ein kleines unauffälliges Auto habe, da bleib ich einfach irgendwo stehen. Banff ist ein Sommer und Winter Ort. Bisschen wie Whistler. In den Restaurants gibt es Käsefondue und auch Schokoladenfondue.

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Banff Nationalpark. Als Erstes besuchte ich die Grotte aus der eine Thermalquelle entspringt. Das Wasser ist glasklar und riecht ein bisschen schwefelig. Anschließend bin ich zum Lake Minnewanka, welcher der größte See im Nationalpark ist. Der Trans- Canada Hwy Nr. 1 führt weiter durch den Park. Ich nahm aber die kleinere alte Straße 1A und fuhr nach Lake Luise. Dort war auch alles sehr überlaufen und der Campingplatz war voll. Mir wurde der Overflow Platz 5 km zurück Richtung Banff zugewiesen, auf dem ich schön und kostenlos übernacht parken konnte. Leider ist heute wieder ein bisschen meine Gesundheit geschwächt. Ich bekam gestern eine dicke Fieberblase und mein Hals und Kopf tut weh. So legte ich mich um 16 Uhr gleich mal ein bisschen hin. Um 20 Uhr machte ich mir Essen und schlief lange.

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Lake Louise. An oberster Stelle stand heute, das ich unbedingt um 11 Uhr WLAN haben musste, weil ich wollte unbedingt meiner Mama zum Geburtstag gratulieren. Anschließend fuhr ich weiter nach Herbert Lake, stoppte am Bow Lake, wo Gletscher zu sehen waren. Machte einen Abstecher zum Mistaya Canyon, was sich echt lohnte. Die Fernsicht war aufgrund des Rauches in der Luft sehr schlecht. Aber der Canyon mit den Auswaschungen der Felsen durch das Wasser war wirklich eindrucksvoll. Beeindruckt hat mich auch der Athabaska Gletscher. Der lag über 2000 m und es war recht windig und kalt. Leider war die Sicht wegen des Rauches in der Luft wieder mäßig. Der Rauch zieht sich nun schon durch die ganzen 230 km die ich bereits durch die Parks Banff und Jasper gefahren bin. Ich kam auch noch am Brewster Glasier Skywalk vorbei. Leider kann man dort nur im Rahmen einer Tour die Glasflächen über dem Canyon betreten.

Ich fuhr an mein heutiges Tagesziel Jasper. Auch hier war wie erwartet der Campingplatz voll. Somit suchte ich mir in der Ortschaft eine abgelegene Wohnstraße, ohne Parkbeschränkung wo ich meinen Bus für die Nacht abstellte

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Von Jasper fuhr ich zum Patricia Lake und zum Pyramiden Lake. Da sah ich einen Feuerwehrhubschrauber, wie er mit einem Gefäß an einem Seil Wasser holte um bei einem Waldbrand zu löschen. Weiter ging es zum Magligne Canyon. Es war wieder mal sehr beeindruckend wie das Wasser über Jahr 10 Tausenden den Fels auswascht und formt. Auch hatte ich heute wieder Glück mit dem Sichten von wilden Tieren. Ein kapitaler Hirsch lief 2 Meter vor meinem Auto über die Straße. Es ist unglaublich was die Waldbrände hier verursachen. Seit über 350 km ist die Luft mit Rauch geschwängert und die Sicht schlecht. Somit konnte ich die wunderschöne Bergkulisse von bis zu 3900 m hohen Bergen im Hintergrund nicht wirklich einfangen. Dann fuhr ich aus den Parks heraus Richtung Edmonton, wo ich aber auf die 22 er, den „Cowboy Trail“ abbiegen werde. Heute Nacht bleibe ich in Edson.

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Calgary Stampede und Dinosaurier Park

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Zweiter Tag in Fort McMurray. Leider hat sich niemand den ich gesucht hatte gefunden oder gemeldet. In dem Heritage Centre, welches wieder alte Häuser aufgebaut hatte, habe ich mit einer Frau gesprochen, die sagte, das Fort Mc Murray eine Krise hat, weil der Ölpreis so gefallen ist. Somit ist die Fördermenge erheblich zurück gegangen. Dann war letztes Jahr noch das schlimmste Feuer hier. Es wurden 80.000 Personen evakuiert und es sind 2600 Häuser wegen dem Waldbrand niedergebrannt. Das hat der Stadt geschadet.

Nun die Canadier sind zäh, die fangen sich schon wieder. Heute war es wieder sehr heiß. Auf meinem Dachträger habe ich eine Art Dusche. Dies ist ein schwarzer Sack mit Wasser drin, welches sich tagsüber durch die Sonne erwärmt, so das man abends schön duschen kann. Das habe ich heute ausprobiert und es hat super geklappt. Aber wie gestern, wenn die Sonne untergeht, kommen Horden von Mosquitos. Da hat es nur so gewuselt im Auto. Da bin ich zum Mörder geworden. Ich habe alle Register gezogen, denn ich will ja nicht nachts noch gestochen werden.

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Beim Frühstück kam ein Security Mann an mein Auto und meinte ich sei bereits das Stadtgespräch. Wir fingen ein angeregtes Gespräch an. Ich erzählte von meiner Reise und meinen Interessen. Er wollte mir helfen in Kontakt mit Indianern zu kommen. Dazu telefonierte er wie wild und begleitete mich zu einem Büro wo wir eine Dame trafen. Leider gab es die Tage kein Powwouw und Sie konnte mit einem Schamanen auch nicht weiter helfen. Der nette Security Mann hieß Ruben und kam ursprünglich aus Sri Lanka. Er meinte das sicher die lokale Presse auch Interesse an meiner Reise hätte. So telefonierte er weiter und begleitete mich zum Lokalblatt. Die Redakteurin war sehr nett und sagte mir, das sie wisse, das ich aus Dachau komme. Sie meint Ihr ist das Auto gestern schon aufgefallen und Sie hat im Internet die Autonummer recherchiert. Da ich aber nicht aus Fort Mc komme und auch kein Kanadier bin, werde ich es nicht in die Zeitung schaffen.

Ruben wollte mich sogar noch zum Bürgermeister schleppen, aber da war mir klar, das ich diesen Übereifer bremsen musste.

An der Tankstelle gab es leider kein Trinkwasser für mich. Der Autofahrer hinter mir bot gleich an bei Ihm zuhause zu tanken, was ich gerne annahm. Es war ein Mann, der vor 20 Jahren aus Neufundland nach Kanada kam. Alles sehr sehr nette Leute.

Leider habe ich von meinen früheren Bekannten keinen mehr aufgefunden.

Abends fuhr ich noch die 480 km nach Edmonton. Ich kam erst so um 22 Uhr an.

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Edmonton nach Calgary. Die Straße ist gut ausgebaut, so das man für die 300 km nur etwa 3 Stunden braucht. Sie ist geprägt von Landwirtschaft und Viehweiden.

Calgary war auch eine olympische Winterstadt in den 80er Jahren. Ich konnte mein Auto 2 Querstraßen vom Calgary Tower an einer Hauptstraße parken und ging in der Innenstadt spazieren und essen. Abends bin ich zur Stampede gefahren und versuchte mein Auto zu parken. Es war überall angeschrieben kein Camping, kein übernacht parken. Wie am Oktoberfest. Also fuhr ich weiter. Ich fuhr um das Fest herum und auf der anderen Seite war eine Wohngegend wo ich ohne weiteres wieder an einer Durchgangsstraße kostenlos parken und übernachten konnte. Ich hatte von da aus 5 min. zur Stampede und ging abends gleich mal hin und schaute mir das Feuerwerk an.

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Calgary. Mein naher Parkplatz stellte sich doch nicht so nah heraus. Der Ausgang den ich gestern Abend gesehen habe war leider kein Eingang. So musste ich um die halbe Stampede an einem Zaun herum laufen, bis ich zu einem Eingang kam. Gleich am Anfang war das Indian Village. Da haben viele verschieden Indianer Stämme Ihre Tippis aufgebaut und machen Vorführungen. Es ist eine sehr gute positive Stimmung hier. Als ich weiter ging, war es ein Volksfest wie das Oktoberfest mit vielen Fahrgeschäften und Imbiss Ständen. Auch das Militär war vertreten. Ein stolzer Soldat zeigte mir den Panzer Leopard 2 der in Deutschland gefertigt wurde und schon in Afganistan im Einsatz war. Ich habe mich ein bisschen geschämt für „unsere deutsche Ware“. Für ein Bier musste man in einen abgesperrten Bereich. In einer Halle kam ich bei einem Tibetanischem Heiler vorbei. Schon komisch, wo ich seit Wochen einen Indianischen Schamanen oder Medizinmann gesucht habe, laufe ich in einen Tibetanischen hinein. Nun ich ließ mich anschauen und er hat mir Kräuterpastillen und eine schwarze Flüssigkeit gegeben gegen Bluthochdruck und gegen Cholisterin. Dann habe ich mir noch Karten für die Stampede Show heute Abend gekauft und morgen für das Rodeo. So wie wir daheim mit Lederhosen auf´s Volksfest gehen, ist es Ehrensache für die Canadier mit Hut und Stiefeln angezogen zu sein. Die Show war ein zwei stündiges Pferdewagenrennen, und im Anschluss eine riesen Show mit großem Feuerwerk am Ende.

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Das Rodeo in der Stampede war, wie ich es mir vorgestellt hatte. Es gab verschiedene Kategorien wie Pferde mit und ohne Sattel, Bullriding, Cadlle Wresling etc. Das Rodeo ging über 3,5 Std. und ich saß bei 32 Grad in der prallen Sonne, was mir einen Sonnenbrand bescherte. Die Veranstalter ließen keine Gelegenheit aus zu sagen, das es die größte Outdoor Veranstaltung der Welt sei. Nach dem Rodeo schaute ich mir noch die weiteren Agrar Hallen.

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180 km östlich von Calgary ist ein Canyon in die Landschaft geschnitten. Auch ist es sehr heiß hier, heute 33 Grad. Es ist auch eine Archäologische Fundstätte, denn man hat hier jede Menge Dinosaurierknochen von etwa 400 unterschiedlichen Spezies gefunden, die etwa 75 Mio. Jahre alt sind. Auch hat man einige Salzwassertiere gefunden, was darauf hindeutet, das in einiger Vorzeit die Gegend auch unter dem Meeresspiegel lag. Heute ist es eigentlich nur ein Campingplatz und einige Wanderwege. Da auf dem Campingplatz nichts frei war und ich sowieso gar nicht gerne auf einen Campingplatz gehe, bin ich Richtung Banff Nationalpark aufgebrochen, wobei ich wieder durch Calgary komme. Ich fuhr von der Straße ab, ein bisschen der Sonne entgegen, und fand eine aufgeschüttete Feldeinfahrt wo ich mein Nachtlager aufschlug und wie des öfteren beim Kochen den Sonnenuntergang genoss.

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Übrigens das mit dem Tracking klappt leider noch nicht so wie es soll, also nicht wundern, wenn die Ortsangabe nicht stimmt.