Ecuador Cotopaxi bis zur Grenze nach Peru

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Machachi am Cotopaxi. Um 8 Uhr wurde ich von einem Bus abgeholt für die Cotopaxi Tour. Es waren ca. 15 Teilnehmer. Nach einem Einkaufs, Pinkel und Frühstücksstopp, kamen wir auf den Berg. Die Serpentinien schlängelten sich auf 4600 m Höhe. Ich war ein bisschen leichtsinnig, weil ich ja gestern noch auf Meereshöhe war und mich noch in keiner Weise akklimatisiert habe. Dann ging es zu Fuß auf 4900 m zur Basisstation für Gletscherbergsteiger. Dann ging es noch mal weiter bis zum Gletscher hoch, auf 5020 m Höhe. Da wird die Luft schon dünn, und das atmen fällt schwer. Wir hatten großes Glück, das das Wetter mit spielte. Nach dem Abstieg ging es auf die Fahrräder. Die Fahrt führte nur von 4600 m auf 3600 m Höhe und war 8 km lang. Das erledigte ich in einer halben Stunde und war als Erster unten. Der Vulkan und Andengipfel Cotopaxi ist 5897 m hoch und majestätisch mit Schnee bedeckt. Es ist der zweit höchste Andengipfel in Equador.

Abends blieb ich gleich wo ich gestern war. Die Herberge hat eine super heiße Dusche mit richtig viel Wasser! Die beste seit langem. J

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Banos. Auf der Fahrt vom Cotopaxi Richtung Süden bin ich an vielen riesigen Gewächshäusern vorbei gekommen. Dies waren alles großflächige Rosengewächshäuser. Von hier aus werden die Rosen weltweit exportiert. Sie wachsen auf einer Höhe von 3200 m. Um nicht nur die Autobahn E35 fahren zu müssen entschied ich mich einen Umweg von ca. 150 km über die Ortschaften Sichos, Chugchilan, Cuyzana und Zumbahua zu fahren. Die Strecke führte über Serpentinien von 3200 m hinunter auf 2400 m und hinauf auf über 4000m. Es war ein wunderschöner Tag und die Landschaft war traumhaft. Die Landwirtschaft hat hier Felder bis auf eine Höhe von 4000 m und ab 5000 m beginnen die Gletscher, von denen einer den Großteil der Strecke mich begleitete. Die Menschen sind meist traditionell bekleidet und die Orte sind sauber und gepflegt. Am Wegesrand der super ausgebauten Straße konnte ich Pferde, Kühe, Schafe, Schweine, Lamas und viele Hunde sehen. Mit dem Umweg über die Bergdörfer betrug der Weg nach Banos ca. 280 km für die ich 5,5 Std. benötigte. Banos liegt nur noch auf einer Höhe von 1800 m. Hier fand ich einen Campingplatz für 2,50 USD. Mark aus Quito gab mir den Tipp bei Harald vorbei zu schauen, der hier ein Restaurant betreibt. Das tat ich auch. Harald ist ein Rentner aus Lübeck und wir ratschten 2 Std. und tranken ein Bier zusammen.

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Cuenca. Nach dem Frühstück bin ich zur Thermalquelle zum baden gegangen. Das Wasser war heiß und man konnte sich im Fluss nebenan kalt abspühlen. Dann ging es weiter nach Riobamba. Die Stadt war schön mit vielen Kolonialbauten, schönen Plätzen und Kirchen. Nach dem Mittagessen fuhr ich weiter nach Cuenca. Die Straße ging über Bergrücken und Tälern. Da das Wetter jedoch nicht so besonders war und gerade die Berggipfel in den Wolken lagen, fuhr ich nicht wie geplant Richtung Chimborazo (höchster Berg Equadors mit über 6300 m) sondern weiter Richtung Süden. Für die 320 km brauchte ich ca. 6 Stunden. Es gab wieder mal viel zu sehen. Mich begeistern vor allem die traditionell gekleideten Menschen. Ich glaube man kann sich einfach vorstellen, das sich die Leute hier nicht so gerne fotografieren lassen, somit habe ich oft Leute von hinten fotografiert, oder mit Teleobjektiv.

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Cuenca. Die Stadt mit Ihren 506.000 EW ist eine Großstadt, wo ich heute einen VW Händler aufgesucht habe. Der erste Händler hat mich zu einer anderen Filiale verwiesen, die das Werkzeug (Computerprogramm für den T5) haben. Als fuhr ich dort hin. Der Servicemitarbeiter bat mich 5 min. zu warten, woraus 45 min. wurden. Dann starteten wir zur Probefahrt. Da mein Tank auf Reserve war schlug er vor tanken zu fahren. Anschließend fuhr er ca. 45 min. mit mir Probe. Ich habe das Problem, das sich mit dem Automatigetriebe gerade beim anfahren in kaltem Zustand der Druck sich nicht aufbaut und das Auto nicht weg fährt. Auch beim fahren in der Stadt dauert es 4-5 Sek. Nachdem ich aufs Gas trete, bis er weg fährt. Da anschließend Mittag war lud mich der freundliche VW Mitarbeiter zum Mittagessen ein. Dann fuhren wir zurück. Wir vereinbarten die Getriebeflüssigkeit zu tauschen, den Dieselfilter zu wechseln, den Luftfilter zu wechseln, den Zusatzdieselfilter zu reinigen und ein Additiv für den Diesel, da offensichtlich in Equador die Qualität des Treibstoffes nicht optimal ist. Mal sehen, ob dies das Problem behebt. Weiter ist ein Einparksensor vorne defekt, der repariert oder getauscht werden soll. Nun der heutige Tag vergeht meist durch warten.

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Comunidad Namarin, 100 km vor Loja. In einem Cafe schaute ich in der Früh um 9 Uhr die Eröffnungsfeier der Fussball WM in Russland an. Anschließend fuhr ich wieder zur VW Werkstätte, um wie gestern vereinbart den Dieselfilter einbauen zu lassen. Zwischenzeitlich habe ich mit Reinhold geappt, der meinte wir sollten auch das Getriebeöl und Filter noch wechseln. Als ich dort an kam leuchtete auch noch die Kontrolllampe für den Rußpartikelfilter. Miguel wartete schon auf mich und nahm das Auto gleich in die Werkstatt. Ich teilte Ihm noch die übrigen Aufgaben mit, welche er zusagte diese zu erledigen. Nach 2 Std. Werkstattaufenthalt kam Miguel und sagte, das Sie leider den Dieselfilter nicht wechseln konnten, da dieser nicht geliefert wurde. Er meinte er würde morgen geliefert. Wegen dem Rußpartikelfilter sagte er dieser würde mit dem Computerprogramm regeneriert. Was mich wunderte. Er meinte die Arbeiter machen nun bis 14 Uhr Mittag und der Ölwechsel vom Getriebe würde dann noch mal 2 Std. dauern. Wobei er sagte, das sie leider keinen Filter hätten. Als summa sumarum kein Resultat. Ich sagte, ich würde nicht mehr warten. Er berechnete dafür auch nichts und empfahl mir einen VW Händler in Peru. Dann fuhr ich in die Stadt zum Panama Hut Museum. Dort schaute ich an wie sie die Hüte fertigen und kaufte welche. Ich machte noch 2 Std. einen Stadtspatziergang und fuhr um 16 Uhr los Richtung Loja. Es sind ca. 210 km, und ich schaffte bis 18:15 Uhr als es dunkel wurde nur ca. 110 km. Die Strecke verlief in den Bergen und ging hinauf von Cuenca 2500m auf über 3500 m und wieder herunter. Die Wolken lösten sich auf der Strecke auf und ich konnte einen schönen Sonnenuntergang erleben. Über Nacht blieb ich an einer Autowerkstatt an der Straße, die sogar Internetverbindung hatten. Sie waren begeistert von meinem Auto und sie wollten alles darin sehen.

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Vilcabamba. Es waren nun nur noch ca. 120 km in die 180.000 EW Stadt Loja. Gegen 11 Uhr erreichte ich die für Ihre Musik bekannte Großstadt. Diese ist sehr geschäftig und die Autos stauen sich durch die Innenstadt. Ich kreiste ein wenig herum und parkte sehr zentral. Der wunderschöne Stadtplatz die alten Kolonialbauten mit den schönen Kirchen ist wieder mal eine Schau. Es gab 2 Märkte und eine Fußgängerzone. Zum Mittagessen fand ich einen Comedor, wo ich wieder mal für 2,5 Dollar ein Mittagsmenue mit Suppe, Hauptgang, Nachspeise und Getränk bekam. In der Markhalle kaufte ich noch Gemüse und fuhr dann weiter nach Vilcabamba. Der 4200 EW Ort liegt nur noch auf 1800 m und ist von grünen Bergen umrahmt. Leider war das Wetter während der Fahrt nicht so gut, so dass ich nur zeitweilig die Landschaft sehen konnte. In Vilcabamba fuhr ich zum Stadtplatz und suchte mir dann einen Campingplatz. Der erste war so abgelegen und dann noch soweit nach einem Feldweg, das ich umdrehte und entschied einen anderen zu suchen. Dann fuhr ich 2 km außerhalb in die andere Richtung. Der Platz wird von 2 Amerikanern betrieben und ist recht freundlich. Die Nacht kostet hier 5 Dollar. Als ich wieder am Stadtplatz war und zu Abend gegessen habe, hat mir Marc aus Quito geappt wo ich gerade bin. Er teilte mir noch mit, das 2 Bayern Peter und Dieter, die er gut kennt hier auch ein Hostel betreiben. Die sollen sogar eigenes Bier brauen. Das ließ ich mir nicht 2 mal sagen und fuhr sofort dort hin. Ich ließ mir ein selbst gebrautes Weisbier einschenken, das aus dem Fass klar und ohne Hefe war aber trotzdem recht ordentlich schmeckte. Die zwei Burschen waren leider nicht da. Ich fuhr zurück zu meinem Nachtplatz und traf noch einen Schweizer, der mit seinem Landrover aus dem Süden kam. Ich fragte Ihn, wo er in Peru überall war und worauf man aufpassen müsste. Ich gab meinerseits Tipps für den Weg nach Norden.

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Piura. Um 9 Uhr bin ich los. Das Wetter war durchwachsen. Ich fuhr zurück nach Loja und dann Richtung Grenze nach Macara zur Grenze nach Peru. Ich wurde mehrere Male von Polizei angehalten und kontrolliert, aber immer sehr freundlich mit Handschlag und kam im handumdrehen wieder los. Die Grenze war einfach, freundlich und mit kurzen Wegen. In einem Krameladen bekam ich eine Autoversicherung für 47,- USD für 3 Monate und nach einer Stunde war ich mit allem durch die Grenze. Ich fuhr in Ecuador nun gesamt 1720 km und habe eine Gesamtstrecke von gut 46.000 km. Von der hoch gelegenen Andengegend kam ich zur Grenze hin herunter und hatte auch gleich die Hitze mit 32 Grad zurück. Es erschien mir die Landschaft wesentlich trockener. Es sind nich 180 km nach Piura und da morgen um 10 Uhr morgens Ortszeit das Deutschlandspiel ist, wollte ich sicherstellen, das ich das ansehen kann. Für die 360 km heute brauchte ich rund 8 Std. Fahrzeit plus eine Stunde Grenze. Ich war recht geschafft, als ich einen Campingplatz in Piura erreichte.

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