Kolumbien San Gil bis Bogota

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San Gil. In einem Touroffice buchte ich eine Raftingtour. Am frühem Nachmittag ging es los. Es waren 5 Gummiboote. Der Schwierigkeitsgrad wurde mit 2 angegeben. Es war noch eine andere Tour mit Schwierigkeitsgrad 5 im Angebot, was aber nur wirklich fortgeschrittene Rafter anzog. Unser Boot bestand aus 2 Däninnen, einer Kolumianerin, dem Steuermann und mir. Es ging recht ruhig los, wobei die Däninnen sich beschwerten, warum sie nicht die andere Tour genommen haben. Dann gingen die Stromschnellen los, und die Mädels kreischten nur noch. Bei den zweiten Stromschnellen kamen wir so scharf an eine Welle, das es das Boot umwarf. Alle schrien durcheinander. Der Steuermann erklamm das umgedrehte Boot zuerst. Ich und 2 Mädels schafften es auf das Boot. Wir kamen durch die nächsten Stromschnellen, falschherum auf dem Boot klammernd. Dann mussten wir alle wieder runter, da der Steuermann versuchte das Boot wieder um zu drehen. Ich schaffte es als Erster wieder ins Boot und zog 2 Mädels hoch. Nun wurden von den Däninnen die Sprüche leiser. Es machte echt Spass. Tropfnass und voller Adrenalin kamen wir nach gut einer Stunde Fahr an. Die ganze Tour kostete ca. 13,- €, was sie voll wert war. Ich ging zurück ins Auto und zog trockene Klamotten an. Ich ging auf einem Balkonrestaurant was Essen und ging noch einen Kaffee trinken. Abends fuhr ich wieder zum Campingplatz von gestern.

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Arcabuco. Da ich meinen Gastank wegen der Verschiffung ausgebaut und abgelassen habe, versuchte ich heute Vormittag in drei verschiedenen Gasbefüllungsstationen meinen Gastank befüllt zu bekommen. Wie es sich herausstellte brauche ich vorher irgendeinen Adapter. Am frühen Nachmittag kam ich nach Barbosa wo ich ein bisschen spazieren ging und mir den Ort anschaute. Gleich nach dem Ort kam jedoch eine Baustelle in der ich über 2 km fast 4 Stunden gebraucht habe. Somit schaffte ich es nicht mehr wie geplant nach Sachica sondern blieb nach Einbruch der Dämmerung an einem LKW Übernachtungsplatz in Arcabuco. Der Ort liegt bereits auf 2500 m Höhe und am Abend hatte es nur noch 14 Grad und die Leute auf der Straße liefen mit Winterjacken herum. Gestern Nacht hatte es heftig geregnet, was sich auch heute tagsüber fortgesetz hat. Ich denke, das ich nun langsam aber sicher in die Regenzeit hinein komme.

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Villa de Levya. Die Nacht am LKW Sammelplatz war unruhig, da ständig LKW ausparkten und andere wiederum einparkten. In der Früh kam ein Security und verlangte 6000 Pesos (rund 2 Euro) für die Übernachtung. Ich fuhr von der 45A der ich so lange nun gefolgt bin ab auf eine kleinere Straße um nach Villa de Levya zu kommen. Dabei nahm ich eine Bauersfrau mit, die mich angehalten hat. Als wir ankamen wollte Sie mich bezahlen. Sie dachte vermutlich, da ich in einem Bus unterwegs war, das ich ein Bus sei. Es war Ihr gar nicht so recht, das ich nichts annahm. In dem 9600 EW Ort Villa de Levya versuchte ich einen Adapter für die Befüllung meiner Gasflasche zu bekommen. Der Mitarbeiter eines Eisenwarengeschäftes schickte mich zu einem anderem, den ich über 2 Stunden suchen musste. Als ich ankam hatte das Geschäft schon geschlossen, da ja Samstag Mittag war. Zu meiner Freude hatte es jedoch Samstags Markt und ich kaufte Honig, Marmelade, Erdbeeren und Bromberen. Der bezaubernde koloniale Ort begeistert mich. Villa de Levya wurde 1672 gegründet und bewahrte sich seinen Charme. Es gibt jede Menge guter Restaurants und kleine Läden. Nachmittags besuchte ich ein Gitarrenkonzert. Ich parkte mitten in dem Ort und blieb auch dort übernacht.

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Zipaquira. Vormittags fuhr ich zu einer Ausgrabungsstätte wo man einen 120 Mio. Jahre alten Babysaurier versteinert gefunden hat. Das war ein Meeressaurier . Dann wollte ich zu einem Kloster fahren, bemerkte aber das dieses 24 km in eine Richtung liegt, von der ich wieder zurück fahren müsste und somit fuhr ich nicht dort hin. Der Weg führte mich entlang an schönen Weiden und saftig grünen Landschaften. Es ging hinauf auf über 300 m und es wurde recht kalt. Ich fuhr weiter nach Zipaquira. Hier hat es eine unterirdische Salz Kathedrale. Es war in künstlerischer Form derKreuzweg nachgebaut und es hatte mehrere Kirchenschiffe. Sehr beeindruckend. Ich ließ mein Auto gleich auf dem Parkplatz und ging in den Ort um zu Essen.

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Bogota. In der Früh habe ich einen anderen Camper gesehen. Es war eine französiche Familie die mit Ihren zwei Kindern unterwegs ist. Sie sind bereits ein Jahr auf Achse und wollen nun Ihr Auto verkaufen da eines der Kinder im September in die Schule muss. Anschließend bin ich nach Chia gefahren, wo mir Martin den Tipp gegeben hat, das es hier angeblich das bekannteste Restaurant Kolumiens geben soll. Das Restaurant Andreas Carne del Res war wirklich aussergewöhnlich. Die Einrichtung erinnert an einen Trödelmarkt. Das Essen war sehr gut und die Bedienungen freundlich. Es kostete mich ca. 20,-€. Dann fuhr ich weiter nach Bogota. Die Hauptstadt liegt auf über 2600 m Höhe und es nieselte leicht. Die 7,5 Mio. Metropole war auf den Einfallstraßen nicht schön. Es war alles sehr schmutzig und die Häuser verschmiert und Fensterscheiben eingeschlagen. Ich dachte, wenn dies nicht besser wird, bin ich so schnell wieder weg, wie ich gekommen bin. Im Stadtzentrum fuhr ich an den Regierungsgebäuden vorbei. Eine Straße führte in eine andere und ich blieb stehen um einen vorbeifahrenden Oldtimer zu fotografieren. Dies getan fuhr ich los. Da kam mir ein Motorradpolizist hinterher und hielt mich auf. Was nun schon wieder. Er machte mich darauf aufmerksam das dort eine Ampel war und ich prompt bei rot drüber gefahren bin. Nun ich entschuldigte mich und oh Wunder der freundliche Polizist lies mich weiter fahren. So was lobe ich mir. Dann fuhr ich zum Hausberg Monserrate, wo ich mit einer schweizer Luftseilbahn rauf fuhr. Der Berg nebenan hat eine Jesusstatue so wie in Rio de Janeiro. Wieder unten überredete ich den Parkplatzwächter mich über Nacht hier parken zu lassen. Ich zahlte 10.000 Pesos, was ungefähr 3,50 € sind.

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