Ankunft Michaela in Costa Rica

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Granada. Nicaragua hat mich soweit überrascht. Es bietet viel mehr als ich zuerst angenommen habe. Es ist ein sehr aufgeräumtes, freundliches und ursprüngliches Land. Granada bietet ein turbulentes emsiges Treiben mit viel Musik, Pferdewägen, gutem Essen in überschauberer Größe. Heute bin ich zum See runter gelaufen und habe die Stadt weiter erkundet. Mein Auto ließ ich auf dem sehr zentralem Platz stehen. Ich ging in ein Hotel mit meinem Handtuch unter dem Arm und ging schnurstracks zum Pool um mich zu baden. Abends ging ich schön essen und genoss einen ruhigen Tag Erholung vom Reisen.

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San Juan del Sur. Von Granada fuhr ich an den Pazific nach San Juan del Sur. Auf dem Weg fuhr mir kurz ein Moped hinterher und er winkte wie verrückt. Ich blieb stehen um zu schauen was er wollte. Ich dachte er will mich auf einen offenen Tankdeckel hinweisen oder so. Dann kam er neben das Auto und behauptete das ich ein Stopp Schild überfahren hätte. Er kramte dann noch einen Ausweis hervor, der Ihn als Polizist ausweisen solle. Mir kam das Ganze komisch vor. Er wollte wie üblich meinen Führerschein. Ich sagte, das ich einen hätte, aber ich nicht gewillt sein Ihm diesen zu zeigen. Da könnte ja jeder daher kommen. Dann zückte er sein Handy und bestellte Verstärkung von Streifenwagen. Es wirkte nicht glaubhaft. Dann wollte er noch 120 Cordobas (4,-USD) Benzin für sein Motorrad. Da war mir klar, das dies nicht wirklich echt sein konnte. Ich ließ meine Scheibe hoch und fuhr einfach weiter. San Juan del Sur war ein Surf Spot. Dort waren viele junge Leute die Surfen gehen und Party machten. Jede Menge nette Restaurantes und Bars. Ich legte mich noch eine Stunde an den Strand, duschte am Auto und ging abends Essen.

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Canas Costa Rica. In San Juan del Sur ging ich frühstücken bei einem Franzosen. Es war außerordentlich gut. Dann fuhr ich los Richtung Grenze nach Costa Rica. In Nicaragua habe ich ca. 370 km zurückgelegt. Die Ausreise von Nicaragua war ein volles Chaos. Es gab wieder Horden von Grenzhelfern die fast schon aggressiv auf die Autos los kamen, so das ich alle abwehrte. Ich ließ meinen Pass abstempeln und wollte mein Auto ausführen. Das war schwer. Es hieß ich brauche einen Inspektor. Es ist ein Mann mit einem Hemd an. Nun da waren Hunderte. Es waren 2 Inspektoren die waren voll überfordert. Hinter jedem liefen 10 Leute mit Ihren Papieren in der Hand hinterher. Nachdem ich auch eine halbe Stunde hinterher gelaufen bin, gab mir ein Inspektor ein Papier welches ich auszufüllen hatte. Nach 1,5 Std. konnte ich endlich die Inspektion bewerkstelligen. Dann musste ich noch 2 Beamte sprechen und verschiedene Stempel einholen, zwei USD zahlen und konnte endlich ausreisen. Die Einreise nach Costa Rica lief besser. Dort musste ich eine Autoversicherung für 41,- USD abschließen und konnte endlich einreisen. Ich fuhr noch eine Std. und ging dann Mittagessen. Dann fuhr ich noch mal eine Std. wo ich bei I-Overlander einen Nachtplatz bei einem Schweizer gefunden habe.

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Atenas. Die 170 km von Canas nach San Jose sollten heute nur 3 Stunden dauern. Nach ca. 1 Stunde Fahrt stoppte es plötzlich und es ging nur sehr langsam vorwärts. Da die Panamericana Nr1 die einzige Straße ist, blieb ich geduldig. Ich stand gut 3 Stunden schon im Stau, habe zwischenzeitlich schon Mittagsbrotzeit nebenbei im Auto gemacht, da kamen Leute die Straße runter die mir sagten, das eine Brücke beschädigt sei und die Sperre bestimmt mehrere Tage dauern sollte. Somit kehrte ich wie viele Autofahrer um. Ich hatte die Info, das mit einem Allradfahrzeug ein Umweg über Monteverde machbar sei. Also auf nach Monteverde, wie schon bekannt auf einer Schotter bzw. Staubstraße. Die Umfahrt kostete mich noch mal gut 3 Stunden. Somit kam ich erst wieder um 16:45 Uhr zurück auf den Nr1. Wobei ich genau da auf die Straße zurück kam, wo diese in der anderen Richtung gesperrt war. Ich kam nur noch bis Atenas, als es dunkel wurde und so entschied mich mich ab zu fahren um hier auf einem Kinderspielplatz in einem Quartier zu übernachten.

San Jose. In der Nacht klopfte es an mein Auto und es standen 2 Polizisten vor mir. Sie wollten meinen Ausweis sehen. Ich fragte ob es ein Problem damit gäbe, das ich hier stehe. Da meinten Sie nein, das sei in Ordnung. Sie wollte nur meine Personalien prüfen. In der Früh kam mein Nachbar mit seinem Vater und seiner Frau vorbei und wollten mein Auto sehen. Sie fragten mich, was ich heute noch tun würde, als ich Sie nach einer Wäscherei fragte. Der Junge fragte daraufhin eine andere Nachbarin, kam zurück und meinte diese Frau würde mir gerne waschen. Gesagt getan. Ich sagte ich komme in 3 Std. zurück um meine Wäsche abzuholen. Zwischenzeitlich ging ich das Auto waschen einkaufen und essen. Nachmittag fuhr ich nach Heredia wo ich einen Kontakt von Dachau hatte von Raquel, die in Dachau ein Jahr als Austauschschülerin gewesen ist. Ich besuchte die Familie, die sehr gastfreundlich war. Abends fuhr ich zum Flughafen um Michaela ab zu holen. Der Flug hatte eine Stunde Verspätung. Übernachtet haben wir an einer Tankstelle.

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Tambor. Von San Jose fuhren wir nach Puntarenas zur Fähre. Diese ging erst um 14 Uhr, so das wir noch was essen und einkaufen gingen. Die Überfahrt nach Paquerea dauerte 2 Std. und kostete für uns beide und das Auto 26,- USD. Von Paquera fuhren wir noch nach Tambor, wo wir einen traumhaft schönen Nachtplatz gefunden haben. Wir stellen uns an den Strand unter Palmen und gingen schwimmen. Der Sand hier war schwarz und das Wasser hatte die perfekte Temperatur. Dann duschten wir uns mit meiner Außendusche und kochten uns zu Abend. Mit einer Flasche Wein genossen wir unter klarem Sternenhimmel den Abend.

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Santa Teresa. Als wir aufstanden am wunderschönem Strand von Tambor und nachdem wir den Sonnenaufgang bewundert hatten, stellten wir fest, das unsere Campingstühle nicht mehr da waren. Der Tisch und der Kocher waren hingegen noch da. So ein schöner Tagesanbruch und solch ein Ärger. Wir fuhren dann weiter nach Montezuma und gingen in dem kleinem Dorf ein bisschen spazieren. Dann ging es weiter nach Mal Pais. Dort fuhr ich voller Elan mit dem Auto auf den Strand. Dies war ein Fehler. Michaela sagte noch warte, lass uns erst schauen. Doch dann war es schon zu spät. Wir steckten im Sand fest. Nach 3 Stunden graben schafften wir es nicht das Auto heraus zu bekommen. Es hatte 35 Grad und wir sind dabei fast gestorben. Da kam ein Costa Ricaner und sagte er wolle uns helfen. Er kam zurück mit 2 Schaufeln und 4 langen Brettern. Nun die 2 Männer buddelten was das Zeug hält, denn die Flut kam immer näher. Diesmal kamen wir frei. Wir boten unseren Helfern noch ein Bier an und dann meinte einer sie bekämen nun 100,- USD. Das erschien mir ein bisschen viel für 1 Std. Arbeit, somit bot ich 50,-USD. Bei 60,-USD kamen wir überein. Dann fuhren wir weiter nach Santa Teresa und fanden wieder ein super schönes Plätzchen am Strand unter Palmen. Wir sprangen als erstes gleich ins Wasser und genossen die Abkühlung. Als wir Abendessen kochten kam ein Mann und sagte wir sollten mitkommen was anschauen.

Er zeigte uns 15 Meter von unserem Auto entfernt eine Schlange. Er meinte der Biss dieser Schlange sei tödlich. Nun haben wir schnell abgespült und uns ins Auto zurückgezogen.

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Puntarena. Wir dachten nach dem gestrigen Tag, kann uns nichts mehr schocken. Falsch gedacht. In der Früh um 4 Uhr machten unsere kanadischen Nachbarn plötzlich Radau. Taschenlampen leuchteten und plötzlich fielen zwei Schüsse. Ich sagte zur Michaela, jetzt haben Sie die giftige Schlange erschossen. Als nach einiger Zeit ein Typ mit Strinlampe zu unserem Auto kam. Er klopfte und ich ging nach unten und machte ein Seitenfenster auf um zu fragen ob Sie Hilfe brauchen würden. Da hielt er mir den Revolver an die Stirn und schrie mich an, er wolle unser Geld haben, das sei ein Überfall. Da sah Michaela unsere Nachbarn nackt auf dem Boden liegen und von 2 weiteren Räubern bedroht. Ich schindete ein bisschen Zeit und brachte das Fenster wieder zu. Da ging auch unser Räuber zurück zu den Nachbarn. Wir überlegten, ob wir eingreifen sollen oder dies überhaupt in dieser Situation aussichtsreich wäre. Da kam der Pistolenräuber schon wieder zurück. Als wir das Auto nicht gleich öffneten, schlug er einige Male gegen das Auto. Ich sagte er könne unser Geld haben, ich hatte ungefähr 250,- USD her gerichtet. In der Hoffnung, dass es ausreicht und Ihn zufrieden stellt, ohne dass wir unser ganzes Geld hergeben würden. Das ist harter Poker! Ich sagte zu Ihm, er könne das Geld nur unter der Voraussetzung haben, das wir nicht aus dem Auto aussteigen würden. Nun, ich denke wir hatten Megaglück, denn er fluchte ein bisschen, (auf englisch) das er wüsste das wir noch mehr hätten, aber trotzdem gingen Sie dann. Das andere Auto mit 2 kanadischen Mädchen und einem Jungen alle so um die 28 Jahre flohen in Ihr Auto und fuhren weg. Da sagte ich auch, wir hauen sofort ab. In der Früh gingen wir zur Polizei und erstatteten Anzeige. Der Polizist sagte, dass die Kanadier schon hier waren. Sie verloren ca. 180,- USD, 2 Handys, eine Olympus Camera, eine Gopro, Ladegeräte, Sonnenbrille etc. Wir vermuten, dass die drei Jugendlichen ein schlimmes Trauma behalten werden. Der Polizist verwies uns noch an die nächstgelegene größere Polizeidienststelle, weil wir Fingerabdrücke an unserem Auto hatten. Der Räuber hat auf die Seitentüre geschlagen und eine ziemlich große Delle, die bestimmt einen Reparaturwert um die 3000,-€ haben dürfte, mit seiner Waffe rein gehauen. Leider waren die Fingerabdrücke nicht ergiebig, so dass die Räuber vermutlich davon kommen werden. Ich habe bei I-Overlander eine Warnung berichtet, das andere Camper aufpassen sollen. Dann fuhren wir zu einer Schmetterlingsfarm und zurück zur Fähre, die wir um 2 Minuten verpassten. Na, bei unserem „Glück“ heute kein Wunder mehr. Wir mussten 3 Stunden auf die Fähre um 20 Uhr warten. Wir haben uns einen Campingplatz ausgesucht auf den wir noch fahren wollen. Mal schauen, ob heute auch mal was klappt. Kopf hoch!

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Monteverde. Wir fanden einen sicheren Nachtplatz in Javiers parqueo Barranca bei Puntarenas. Wir wachten früh auf und genossen die Dusche am Campingplatz. Leider war unser Brot aus und wir starteten ohne Frühstück und kauften bei einem Supermarkt ein. Wir fanden auch passende Campingstühle und freuten uns darüber sehr. Auf der Fahrt Richtung Monteverde kehren wir in einem wunderschönen Cafe – Macademia – ein und frühstückten sehr opulent. Auf der Weiterfahrt standen wir eine Dreiviertelstunde, weil die Straße, wegen Bauarbeiten, gesperrt wurde. Die Straße war wieder einmal sehr schlecht, steinig und staubig mit vielen Löchern. Wir gewannen an Höhe und es wurde kühl. In Monteverde buchten wir ein Combiticket für eine Aussichtsfahrt, Zipline und Skytram. Wir schafften pünktlich die Auffahrt und zogen uns noch warme, wasserfeste Kleidung an. Es machte großen Spaß, die sieben Ziptouren herunter zu rauschen. Es war nebelig. Leider sahen wir wenig, von den 70 Metern Tiefe. Mit ca. 60 km/h zippen wir bergab. Danach genossen wir in einem Baumhaus Cafe unseren echten Costa Rica Kaffee und WLAN. Bei der Stadtbesichtigung trafen wie im Infobüro Christopher. Er erklärte uns sehr lange und viel über das Land. Wir können vor seinem Haus campen und morgen Früh bekommen wir eine Extratour durch seine kleine Kaffeeplantage. Wir freuen uns darauf.

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Jaco. Wir ließen uns vom Iphone wecken. Um 7.30 Uhr erwartete uns Christopher und er lud uns in sein zu Hause ein. Er erklärte uns die Anbau- und Ernteformen der Kaffeebohnen. Er zelebrierte mit verschiedenen Kaffeeröstungen, Sorten von Kaffeemaschinen und Filtern die Kaffees. Es schmeckte uns sehr und wir waren sehr erstaunt darüber. Anschließend gingen wir auf seine Plantage im Regenwald. Er verkauft ein Kilo für 100 €. Um 10.30 Uhr standen wir pünktlich zu unserem Skywalk über die Wipfel des Nebelwaldes. Nach 2,5 Stunden wussten wir viel über giftige und heilende Pflanzen. Auch einige Tiere, Taranteln, Papageien, Vögel, Käfer und Würmer konnten wir entdecken. Die langen Hängebrücken, die bis zu 70 m Tiefe überbrückten waren einzigartig. Das Wetter war sehr schön und wir aßen ehr sehr gutes Mittagessen im Morphius. Um 14.30 Uhr trafen wir Christopher noch mal und wir fuhren gemeinsam Richtung San Jose. An Busterminal verabschiedeten wir uns. Er erzählte uns noch einiges über das Schul-, Sport- und Religionssystem Costa Ricas. Wir fuhren in Richtung Manuel Antonio National Park und übernachteten in Jaco. Auf der Strecke passierten wir die Krokodilbrücke und sahen ca. 25 riesige Süßwasserkrokodile, die im Fluss badeten und sich sonnten.

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