Brezenbäcker kommt nach 33.350km von Nord- nach Mittelamerika

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Mexico City. Es ist nicht so leicht einen mexicanischen Ofen auf bayrische Brezen einzustellen. Wir laugten 2 Bleche Brezen und haben diese gebacken. Der Ofen dürfte ein bisschen kälter sein und ich bin nicht ganz sicher ob der Zug (Kamin) ganz auf zu stellen ist, was die Brezen brauchen. Die Brezen waren für den „ersten Wurf“ nicht schlecht.Dann habe ich die Fenster innen in meinem Auto geputzt und die Türen innen gereinigt. Martin hat verzweifelt mit Enrice versucht mir noch Felgenschlösser zu besorgen. Was nicht gelang. Abends machten Martin und ich einen „Reiseplan“ wie ich noch auf meinem Weg die schönsten Plätze Mexicos erreiche. Ich denke, das ich noch etwa 4000 km in Mexico vor mir habe. Es wird erst nach Chiapas und dann nach Yucatan gehen.

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Mexico City. Um 6:30 Uhr sind wir mit Martins Auto los gefahren nach Michoacan und Estado de Mexico um nach 3 Std. Fahrt den Aufstieg auf eine 3000 m hoch gelegene Waldregion zu machen um den Monarchfalter ( Marioposa Monarca) zu sehen. Es ist eines der Winterquartiere des Monachfalters, einer amerikanischen Schmetterlingsart, die zwischen November und März mit möglicherweise bis zu einer Milliarde von Ihnen hier überwintern. Martin meinte das von den Schmetterlingen die in USA los fliegen erst die übernächste Generation wieder dort hin zurückkehrt. Leider war es den Schmetterlingen ein bisschen zu kühl und zu bewölkt um in Schaaren los zu fliegen. Es ist ein wunderschönes Naturereignis und alle Besucher verhalten sich still und umsichtig den Schmetterlingen gegenüber. Die Wärter des Parks haben ein Stöckchen und sammeln vereinzelte Schmetterlinge wieder ein un bringen diese dann behutsam wieder hinter die Absperrung.

Anschließend sind wir nach Valle de Bravo gefahren wo wir am See auf einem schwimmendem Restaurant Fisch gegessen haben. Auf der Rückfahrt kamen wir noch in einen Hageschauer. Abends versuchten wir meine Drohne mit meinem Handy zu verbinden was uns leider nicht abschließend gelang.

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Mexico City. Nach einem ausgiebigem sonntäglichem Frühstück versuchten wir eine Verbindung von Drohne zum Handy und zur Fernbedienung herzustellen. Es hakte daran, das mein Handy Internetverbindung und gleichzeitig WLAN zur Drohne braucht um das Gerät einzurichten. Als einzige Lösung blieb uns Martins Handy mit meinem Drohnenaccount zu verbinden. Und plötzlich startete das Gerät in der Wohnung. Wir waren so nervös, das wir es nicht mehr landen konnten. Der nächste Versuch fand im Freien statt und siehe da, nun geht es auch mit meinem Handy und die Manöver gehen schon ganz gut. Nachmittags gingen wir noch auf den Markt und in ein Restaurant.

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Oaxaca. An meinem Abreisetag bereitete Martin noch einmal groß Frühstück zu. Dann räumte ich das Auto ein. Auf der Straße half mir Martin noch mit einer Leiter den Dachträger und den Ersatzreifen fest zu machen. Nach einer umfangreichen Wegbeschreibung von Martin fuhr ich los nach Oaxaca. Die Fahrt raus aus Mexico City ging gut. Ich fuhr die 430 km lange Strecke auf den gut ausgebauten Mautstraßen. Nach 5,5 Stunden kam ich in Oaxaca an. Aber 8 km vor der Stadt blockierten die Leute die Straße. Offensichtlich eine Demonstration. Es standen schon ca. 2 km LKW´s auf der Straße. Ich hatte das Glück und konnte umdrehen. Nach einer weiten Umfahrung teils über Schotterstraßen kam ich mit 1,5 Stunden Verspätung in Oaxaca ein. Ich fand einen Parkplatz 2 Straßen vom Zocalo entfernt unter einer Straßenlaterne und ich werden dort auch übernachten.

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Tequisistlan. In Oaxaca habe ich vor der Kirche 2 Straßen vom Zocalo entfernt sehr gut geschlafen. Ich parkte in einer Sackgasse, somit war kein Verkehr vor meinem Auto. An diesem schönem warmen Morgen ging ich erst mal zum Frühstücken zum Zocalo. Nach einem Spatziergang durch die Stadt sah ich das allenorts offensichtlich gegen die Korruption der Politik demonstriert wird. Um 13 Uhr fuhr ich los weiter Richtung Süden. Die Straßen der Stadt waren voll verstopft. Es war mehr stehen als fahren. Als ich endlich auf eine Durchgangsstraße kam, sah ich das Linienbusse dort quer die Fahrbahnen blockierten. Die Polizei dran die Autos zum umkehren. Ich versuchte es weiter vorne noch einmal. Wieder Sperren. Ein Polizist sagte mir ich müsste die Stadt durchqueren um auf die 190er zu kommen. Nach 2 Std. war ich endlich auf der einzigen Ausfahrtsstraße die nicht gesperrt war. Eigentlich wollte ich es bis nach Salina Cruz am Pazific schaffen, aber nach weiteren 4 Std. hatte ich erst 220 km geschafft und einen schönen Nachtplatz an einem See in Tequisistlan gefunden. Hier ließ ich gleich mal zur Probe meine Drohne starten. Nach dem Kochen machte ich noch das Fotoalbum.

Erstes Drohnenfoto!!

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Tuxtla Gutierrez. Es war eine schöne Mondscheinnacht am See. Die Fischer fuhren mit Ihren Booten nachts hinaus, aber ich störte Sie nicht und Sie mich nicht. Es waren noch gut 50 km nach Salina Cruz am Pazifik. Und es wurde wieder so um die 30 Grad warm. Salina Cruz ist eine Hafenstadt ohne Zugang zum Meer. Das Stadtzentrum markiert der Markt. Es sind zwei lange Gänge in denen es meist Obst, Gemüse, Fleisch und Fisch zu kaufen gibt. Ich suchte Internet, weil ich unbedingt Martin zu seinem 51. Geburtstag gratulieren wollte. Die beste Option war ein Walmart. Dort sah ich einen Mercedes 7,5to mit Rosenheimer Kennzeichen. Das Pärchen kam aber aus Österreich. Sie fuhren nordwärts und wir ratschten ein bisschen. Ich hatte wieder Schwierigkeiten auf den Durchgangsstraßen, denn es gibt immer wieder Straßenblockaden. So das ich wieder querfeldein umfahren musste. Dann ging es noch 350 km nach Tuxtla. Tuxtla ist in Chiapas. Und Chiapas und Yucatan gehören bereits zu Mittelamerika. Somit bin ich nun über 33.350 km durch Nordamerika nach ca. 6 Monaten Reisezeit (abzgl. Heimaturlaube) endlich nach Mittelamerika gekommen.

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San Cristobal de las Casas. Von Tuxtla Gutierrez bin ich zum Canyon del Sumidero und habe eine 2 stündige Bootsfahrt durch den Canyon gemacht. Da der Canyon auf nur ca. 300m über dem Meeresspiegel liegt, war es mit 32 Grad recht heiß und ich holte mir auf dem Boot meinen ersten Sonnenbrand. Dafür ging es die 43 km nach San Cristobal nur bergauf auf rund 2200 m ü. M. und schwupp war die Temperatur wieder auf nur 18 Grad. San Cristobal ist eine der schönsten Städte Chiapas. Es gibt jede Menge Restaurantes und kleine Geschäfte. Es ist alles nachhaltig und die Leute sind teilweise alternativ. Ich genieße die gute Küche und das quirlige Leben hier. Mein Nachtquartier fand ich wieder mitten im Zentrum an einem Straßenparkplatz.

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