Creel, Batopilas, Torreon und Zacatecas

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Creel. Nach dem Frühstück fuhr ich tanken. Es gingen 48 Liter rein bei nur 279 km. Das kam mir viel vor und ich dachte, das die Bergstraße und die Heizung nachts doch niemals soviel verbrauchen dürfte. Da wies mich der Tankwart darauf hin, das es unter dem Auto tropfte. Ich verlor Diesel. Gut, das wir das so schnell gemerkt haben. Somit fuhr ich zu einem Mechaniker. Der fand den Fehler an einer abgerissenen Entlüftungsplastikschraube an meinem zusätzliche eingebautem Dieselfilter. Die Schraube wurde durch eine Metallschraube ersetzt. Die Reparatur kostete mich 3,-€ und ich gab noch einen € Trinkgeld. Dann ging es los in das 44 km gelegene Barranca del Cobre. Dort ist der Copper Canyon, der „Grand Canyon“ von Mexico. Ich sauste dort mit einer Zip Line 2200 m in die Tiefe mit einer Geschwindigkeit von ca. 130 kmh. Mit der Seilbahn ging es wieder zurück. Es ist traumhaft schön hier und fast keine Leute. Auf dem Rückweg nach Creel habe ich noch 2 Bauarbeiter mit genommen, die sich riesig freuten nicht auf einer Ladefläche von einem Pick up mit fahren zu müssen.

In Creel war heute eine Schulfeier „Fiesta del Moerte“ Totenfest. Viele Kinder und Erwachsene kamen verkleidet und als Tote geschminkt. Allerheiligen ist ein wichtiger Feiertag in Mexico. Den Nachtplatz hatte ich noch von gestern gleich neben den Gleisen.

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Batopilas. Heute ist in Mexico ein großer Feiertag. Dia del la Muerta. Totentag. In Creel bin ich zum Friedhof um mir diesen Brauchtumstag an zu schauen. Anschließend bin ich zum Friseur. Die Friseuse hat glaube ich das erste mal jemanden rasiert. Sie war sehr nervös. Dann fuhr ich ins Valley de los Hongos (Pilze Tal) dort liegen große Gesteinsbrocken auf kleinen schmalen Hälsen. Schauen wirklich aus wie Pilze. Weiter ging es zum Largo de Arareco. Die anschließende Fahrt nach Batopilas führte von einer Höhe von 2400m auf 550 m und ging sehr schön an den Bergkanten entlang so das man viele schöne Blicke in Täler hat. Die 140 km waren atemberaubend. Man hatte das Gefühl als ob man im innern des Grand Canyon herum fährt. An einem Bergdorf sah ich eine Prozession am Friedhof mit Musik und Gesang. Ich denke das die Fahrt von Creel nach Batopilas möglicherweise die schönste Landschaft der Gesamtstrecke bis hier hin hatte. Batopilas ist ein Dorf langezogen am Flusslauf in einem Tal. Es ist sehr beschaulich und sauber. Ein kleines Juwel. Ich ging noch Abendessen wo ich als einziger Gast war und habe am Zokolo (Stadtplatz) noch ein Bier getrunken. Meinen Nachtplatz fand ich unten am Fluss.

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San Pablo Balleza. Die Nacht in Batopilas war angenehm. Nach dem Frühstück ging ich in das Museum des Dorfes. Der Museumswärter hat mir eine umfangreiche und engagierte Führung gegeben. Er erklärte mir das Batopilas 1708 gegründet wurde und vom Silberabbau gelebt hat. Der Transport mit über 30 Mulis nach Chihuahua brauchte 14 Tage und es wurden 3,5 Tonnen Silber transportiert. Er erzählte mir, dass heute immer noch Indianerstämme in den Bergen hier leben. Gegen Mittag fuhr ich wieder los. In wenigen Kilometern stieg ich von 550 m Höhe wieder auf 2400 m Höhe auf. Der Weg führte über 150 km auf einer Höhe von 2200 m und 2600m. Die „traditionellen Männer“ hier, haben ein weites, einfarbiges aber mit leuchtenden Farben, in Falten gelegtes Hemd und als Beinkleid eine Art Rock. Eine weißes Laken, welches meist unten rum umgefaltet wird. Die Frauen hingegen haben immer bunte Röcke an. Ich versuchte noch eine mir empfohlene Ortschaft Urigue zu finden. Aber als ich dem Navi nach abbog fing eine schlimme Schotterstraße an, die ich noch 82km fahren müsste. Dann bin ich umgedreht und wieder auf die Hauptstraße zurück. Der Weg führte mich nach San Pablo Balleza. Dort kam ich abends bei Sonnenuntergang um 17:30 Uhr an. Ich stellte mich auf den Stadtplatz und fing an zu kochen. Nach einem abendlichen Spaziergang parkte ich für die Nacht auf dem Friedhofsparkplatz.

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Torreon. Von San Pablo Balleza waren es 90 km gute Landstraße nach Hildago del Parral. Dann ging es weiter über Jimenez nach Torreon mit ca. 350 km. Die ersten 150 km waren alle noch über 2000m Höhe. Die Straßen waren Mautstraßen und kosteten mich ca. 15,-€. Als ich nach Torreon rein gekommen bin, landete ich in einem sehr schlechtem Viertel. Es ist unglaublich, wie ein sozial schlechtes Umfeld die Menschen negativ prägt. Ich hatte das Gefühl, als das ich jederzeit überfallen werden hätte können. Ein Junge blutverschmirt lief mir vor das Auto, weil er gerade von einer Schlägerei davon rannte. Da dachte ich mir, das es wohl schwierig werden wird einen sicheren Nachtplatz zu finden. Zumal es schon dämmerte und gleich die Nacht herein brach. Ich versuchte das Stadtzentrum zu finden. Auf dem Weg kam ich an einer Seilbahn vorbei, welche zu einem Hügel hinauf geht auf der ein Corcovado (Jesus wie in Rio de Janeiro) steht. Es hat eine schöne Fußgängerzone und ein wunderbares Kneipenviertel. Dort fühlte ich mich sicher zu parken. Das Zentrum ist recht kultiviert und sehr belebt. Es gefällt mir richtig gut hier. Ich kam an einer Kirche vorbei und ging rein. Es war eine Art Hochzeit aber nur mit einem Mädchen mit weißem Kleid? Sehr feierlich. Mein Nachtplatz in einer Seitenstraße hatte die halbe Nacht schöne Musik von Mariachi Bands.

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Torreon. Heute bin ich los und habe mir eine mexicanische Mobilfunkkarte gekauft, weil meine von USA gestern abgelaufen ist. Als ich zurück zum Auto kam, bemerkte ich, das mir entweder in der Früh, oder bereits in der Nacht meine vordere LED Zusatzbeleuchtung gestohlen wurde. Und das wo mir Torreon gerade so gut gefallen hat.

Die Hauptstraße wurde heute am Sonntag gesperrt und Fahrräder vermietet. Es wurden auch Stände aufgebaut und viele Leute genossen mit Rollschuhen, Rädern und zu Fuß den Sonntag. Ich genoss mit und blieb noch einen Tag.

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Zacatecas. Die 360 km von Torreon nach Zacatecas gingen sehr gut. Es waren nur etwa 4 Stunden Fahrtzeit. Alles Autobahn (quota) sind Mautstraßen. Die Kosten für die Strecke ca. 18,-€. Mein rechter hinterer Reifen verliert immer schneller die Luft und ich muss öfters Luft auffüllen als Diesel. Zacatecas liegt wieder auf 2400m Höhe und ist somit recht kühl nachdem die Sonne untergegangen ist. Die Stadt hat etwa 100.000 EW und eine sehr schöne historische Altstadt mit einer Kathedrale und einem Kloster. In der belebten Altstadt parkte ich auch mein Auto übernacht, weil vermutlich an einer belebteren Straße nicht so leicht was an meinem Auto abgeschraubt wird.

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