Die Lagunen Route von Uyuni zur Grenze nach Chile

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Laguna Canapa. Letzte Nacht war ich mit Jan, Peter und Lukas und Ihren drei Fahrzeugen am Eisenbahn Friedhof. Die Nacht war mit minus 6 Grad angegeben und Lukas und Amber taten mir Leid, weil Sie keine Standheizung haben. Morgens ließ Peter aus Belgien seine Drohne steigen und ich fuhr mit Lukas nach dem Frühstück in die Stadt Uyuni, um noch die letzten Sachen zu besorgen. Dann ging es los in die Wüste. Ich habe zusätzlich 50l Diesel dabei, 20 l Trinkwasser und ca. 40 l Brauchwasser. Ich bin gerüstet für 4-5 Tage ohne weitere Versorgung. Nach 90 km kam die letzte Tankstelle, wo wir noch mal auffüllen wollten. Leider war dort der Diesel aus. Somit müssen wir es so versuchen. Nach weiteren 100 km ging die bis jetzt gute Schotterstraße ab in einen steinigen Feldweg. Hier schaffen wir nur noch ca. 15 kmh. Somit kamen wir nach einer guten Stunde Fahrt und 15 km an der Laguna Canapa an. Mir kam der Platz bekannt vor und ich erinnere mich, das ich hier vor 5 Jahren auf der Reise mit Jo auch war. Besonders waren mir die unerwarteten Flamingos in Erinnerung, die in der kleinen Lagune auf 4200 m Höhe sich tummelten. Tagsüber hat es hier ca. 10 Grad und viel Wind. Bin gespannt wie kalt die Nacht wird. Lukas und Amber gingen in Ihr Auto um zu kochen und zu essen. Ich tat gleiches und dann lud ich die beiden zu mir ein, weil mein Auto beheizt war.

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Laguna Canapa. Die Nacht war sehr kalt. Aufgrund der Höhe, oder weil ev. Der Diesel der Standheizung sulzig wurde wegen der Kälte fiel auch meine Heizung aus. Es gefror sogar in das Auto hinein. Mein Wasser vom Waschbecken inclusive Wasserhahn waren gefroren. Ich holte mir Wasser vom See, wobei die Frau von dem Haus an dem wir parkten schon früh das Eis aufhackte und Wasser schöpfte. Die Morgensonne war eine Wohltat, wobei die Temperatur auch nur so 5 Grad plus erreichte. Lukas parkte sein Auto gegen Osten so das die Sonne seinen Motor vorwärmen soll. Sie haben Startschwierigkeiten.

Stone Tree.  Die heutigen ca. 100 km fuhren wir in ungefähr 5,5 Std. Fahrzeit. Die Strecke verlief meist zwischen 4500 und 4700 m Höhe. Wir kamen an drei Lagunen vorbei, von denen jede von Flamingos besiedelt war. Es ist unglaublich, das sich die Tiere in dieser Kälte halten. Morgens stapfen sie über die Eisfläche, die gegen Mittag taut. Auf der Höhe leuchtete bei mir wieder die Lampe für den Rußpartikelfilter. Leider habe ich die nächsten Tage kein Internet, so das ich den Fehler mit Ettl beheben könnte. Um nicht in den Notfahrmodus zu kommen versuchte ich die Motordrehzahl auf 2500 upm zu halten, was bei diesen Wegeverhältnissen nicht leicht ist. Nachmittags kamen wir noch an einem Felsen vorbei, an dem einige Hasen waren. Die Tiere waren gar nicht scheu. Dann fuhren wir noch 17 km weiter zum Stone Tree. Dies ist aber kein versteinerter Baum, sondern nur eine Felsenformation im Sand. Der Nachtplatz liegt auf 4500 m Höhe und ich rechne mit ca. 20 Grad minus die Nacht. Leider ist aufgrund der Höhe meine Dieselstandheizung ausgefallen. Ich versuchte noch über den Tester den Fehler zu beheben. Leider ohne Erfolg. Somit wird es vermutlich eine recht kalte Nacht.

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Aguas Termales. Die Nacht war bitterkalt. Die Standheizung kann in der Höhe nicht starten. Als ich in der Früh versuchte den Gaskocher anzuzünden ging dieser auch fast nicht an. Ich brauchte einige Versuche. Auch hier macht sich der geringe Sauerstoffgehalt bemerkbar. Aber schlussendlich brachte ich Ihn doch an und konnte mir Tee kochen. Die wärmenden Sonnenstrahlen taten gut. Wobei es hier auch tagsüber kaum über 10 Grad wird.

Erste Wüstenerfahrung. Es gibt weder Tankstellen, noch eine Ortschaft, geschweige denn einen Laden, Restaurant. Es gibt nicht einmal Straßen. Die Höhe und die Kälte macht uns zu schaffen. Ich habe ständig das Gefühl den Feinstaub der Wüste einzuatmen. Die Autos haben es auch schwer mit dem wenigem Sauerstoff. Der Sand und Staub ist überall. Dafür werden wir entlohnt mit einer atemberaubenden Landschaft die zeitweilig surreal wirkt. Auch uns selbst macht die wenige Luft zu schaffen. Nicht nur, wenn man ein wenig wandert, sondern auch nachts fühlt man sich ein bisschen schwummrig.

Die Fahrt ging zur Laguna Colorada. Die farbenfrohe Lagune. Jede Lagune ist bevölkert von rosaroten Flamingos. Das Wasser der Laguna Colorada ist zeitweise richtig rot von den Algen welche von den Flamingos so gerne gefressen werden. Wir wanderten auf einen Aussichtspunkt und fuhren dann weiter zu den Geysiren. Diese lagen auf 4900 m und wir kamen erstmals an einer kleinen Ortschaft (ca. 10 Häuser) vorbei. Leider spritzte kein heißes Wasser aus dem Boden sondern nur heißer Schwefeldampf. Zu einer der Grenze nach Chile sind es von hier aus nur noch 5 km. Der Grenzübergang liegt auf 5033m Höhe und soll der höchst gelegenste der Welt sein. Die Piste bis dahin war so übel, das Amber und Lukas nicht hinunter fuhren. Die vorgefahrenen Spurrillen waren oft überwuchert von Schnee und Eis, so, das wir oft umkehren oder umfahren mussten. Dann ging es weiter zu Aguas Termales. Zu den heißen Quellen. Diese lagen nur noch auf 4400m. Wir sprangen in das warme Wasser und parkten unsere Autos zum Nachtquartier.

Die Lagunen Route führt von Uyuni bis San Pedro (Chile). Sie ist ca. 500 km, ohne Tankstelle oder Einkaufsmöglichkeit. Sie ist durchgängig auf einer Höhe von 4200 bis 4900 m. Es gibt keinen Asphalt. Meist gibt es nicht einmal Wege, sondern man fährt den Spurrillen von Vorgängerfahrzeugen nach. Die manchmal auch im Nichts enden. Es ist eine tolle Erfahrung so auf sich allein gestellt zu sein und die Herausforderungen an zu nehmen.

Abends machte ich einen Salat und Amber machte Nudeln mit Sauce und ich brachte noch eine Falsche Rotwein mit in den Bus von Amber und Lukas.

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San Pedro de Atacama, Chile. Nach einer weiteren kalten Nacht fuhren wir die 38km zu den Lagunas blanca und Laguna verde. Dort trafen wir Jan und Peter wieder. Wir machten ausgibig Mittag und fuhren dann los Richtung Grenze nach Chile. Die letzten 4 Tage habe ich ausschließlich im 1. Und 2. Gang zurück gelegt. Leider war bei dem Grenzposten nur eine Immigration aber keine Autoausfuhr möglich. Die Grenzer schlugen vor die 80 km südlichere Grenze zu nehmen. Bei den Geländeverhältnissen wäre das fast eine Tagesreise. Wir entschieden, dass wir einfach ohne Autoausfuhr nach Chile reisen. Die Grenze in Chile war gut organisiert. Die Autos wurden akribisch durchsucht und wir mussten Obst, Gemüse, Kokablätter, Kartoffeln und sogar meinen Honig her geben. Da dies nicht einzuführen war. Die Grenze war auf 4650 m Höhe und mein Auto schaffte es fast nicht  mehr los zu fahren.   Die 42 km nach San Pedro de Atacama gingen nur bergab, so das wir wieder in angenehmen Gefilden bei 2400 m Höhe landeten. Eine Wohltat. Wir gingen erst mal Geld tauschen und etwas Essen. Gestern war in Chile Nationalfeiertag und die Feierlichkeiten sollen noch die ganze Woche dauern. Auch ist San Pedro de Atacama sehr gut touristisch erschlossen, so das Lukas meinte einen Kulturschock zu bekommen. Die beiden wollten sich einen Campingplatz sparen so das ich allein einen suchte. Abends zog ich noch mal los, neuen Honig, Tee und Brot zu kaufen. Und endlich habe ich auch wieder Internet. Ich muss dringend mit meinem Mechaniker das Notprogramm vom Auto auflösen und das Russpartikelfilter Reinigungsprogramm starten. Bolivien durchreiste ich in 17 Tagen und legte 1550 km zurück. Alles ausschließlich höher als 3700 m.ü.M. und ca. die Hälfte der Strecke auf Schotter oder Staubstraßen.

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Sucre, Potosi und Uyuni

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La Paz. Ich hatte ein wunderschönes Frühstück in der Sonne. Dann besuchte ich Gerd, mit dem ich ein bisschen über Politik philosophierte. Er erzählte mir auch die Verhältnisse in Bolivien mit ihrem Präsidenten Evo Morales, der mir eigentlich ganz gut gefallen hat. Den Hauptteil des Tages machte ich Fotobücher. In der Nacht brauchte es 11 Stunden um das Fotobuch für den Druck hinauf zu laden. Ich blieb wieder bei Oberland über Nacht. Ich versuchte auch meinem Mechaniker Ettl zu erreichen um Ihm die Situation über das Auto zu schildern. Im fiel auch nichts mehr ein….

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Oruro. Da ich kein Wasser mehr hatte ging ich beim Oberland frühstücken. Es war mit 6,50€ recht teuer. Dann machte ich wieder Fotobuch den ganzen Vormittag. Nebenbei appte ich mit Ettl, ob ich nun mit meinem Auto so weiterfahren könne oder nicht. Das Problem ist, das das Auto nicht anfährt. Gerade wenn es kalt ist, fahrt es nicht weg. Die Automatik baut keinen Druck auf und das Auto bleibt bei einer Drehzahl von 1100 bis 1200 upm. Auch wenn das Auto warm ist, dauert es bis zu 8 Sek. bis es vom Stand heraus los fährt und manchmal wenn ich bergauf stehe fährt es gar ned los.  Es kann passieren, das ich am Hang stehen bleibe und rückwärts wieder herunter muss. Da ich vor habe durch die Atacama Wüste zu fahren, ist es ein nicht unerhebliches Risiko an einer verlassenen Stelle stehen zu bleiben. Ettl ist auch ratlos. Ich filmte noch einmal genau was passiert wenn ich los fahren will. Dann meinte Ettl, das es die Kupplung gar nicht sein kann, denn sonst müsste sich die Drehzahl aufbauen und die Kupplung durch rutschen. Da die Drehzahl jedoch bei ca. 1100 upm. stehen bleibt, muss es ein anderer Fehler sein. Nun ich verband den Tester mit dem Auto und Ettl führte mich durch die Menues. Dies war nicht leicht, denn das Wlan war so schlecht, das wir uns gegenseitig oft nicht richtig verstanden haben. Wir haben also alle Lernwerte für Getriebe und Kupplung zurückgesetzt was ging. Es dauerte 2 Stunden und dann war es geschafft. Das Auto geht tatsächlich besser. Es ist zwar nicht ganz gut, aber zumindest so viel besser, dass ich beschloss weiter zu fahren. Um 13:45 Uhr brach ich auf Richtung Oruro. Die Straße auf dem Altiplano ist stangengerade und verläuft auf einer Höhe von 4000 m. bis 3700 m. Nach 130 km hielt mich die Polizei an, ich sei zu schnell gefahren. 100 statt 80. Nun das stimmte. Der Polizist meinte da ich ein Ausländer bin, kann er mir kein Ticket ausstellen. Ich müsste zurück nach La Paz und übermorgen (da heute Samstag ist) die Strafe bezahlen. Ich sagte Ihm, das ich auf keinen Fall 3 Std. zurück nach La Paz fahren werde. Nach längerer Verhandlung meinte er, das die Strafe 200 Bol. Wäre. Das sind rund 25,-€. Ich sagte Ihm, das ich bei I-Overlander gelesen habe, das andere Touristen für das gleiche Vergehen nur 80 Bol. veranschlagten und dann schlussendlich nur 50 Bol. bezahlt hätten. Er lies sich meinen Vorschlag ein bisschen durch den Kopf gehen und dachte wohl besser als nix und nahm die 50. Bol. Ca. 6,-€. Nun fuhr ich also mit Tempomat genau 80 kmh, da ich bei I-Overlander sah das hier mehrere Kontrollen sind. Promt kam ich nach einer weiteren halben Stunde in die nächste. Der Polizist zeigte mir sein Radar auf dem 96 kmh  stand. Ich reklamierte, das dies wohl nicht sein kann, da ich exakt 80 kmh gefahren bin. Dann steckte er um und meinte, dass hier weil ein paar Häuser an der Straße stehen nur 60 kmh erlaubt sind. Ich fragte, wo das Schild dazu steht. Er meinte da gäbe es keines. Ich roch den Braten der Abzocke und wurde ein bisschen säuerlich. Der Polizist schnauzte mich an ich soll Ihm meine Papiere geben. Ich sagte, das kommt nicht in Frage, ich habe nix falsch gemacht. Er zog einen Kollegen hinzu machten dramatisch Fotos von meinem Auto und Nummernschild und winkten mich dann durch. Abends kam ich nach Oruro. Die 260.000 EW Stadt erstickt im Verkehrschaos. Es dauerte 2 Std. bis ich an meinen Nachtplatz an einem Park kam. Für die heutigen 210 km brauchte ich trotz guter Straße 6,5 Std. Ich merkte schon die letzten beiden Tage, das ich keinen Appetit habe und heute Nacht schwitzte ich sehr. Ich hoffe das ich bald wieder fit bin.

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Sucre. Heute Früh hatte ich immer noch keinen Appetit, aber ich fühlte mich nachdem ich sehr geschwitzt hatte die Nacht schon besser. Für die 310 km heute brauchte ich 7,5 Stunden. Um ein Uhr kam ich an einem Dorf vorbei wo ein Markt war. Ich hielt an und schaute mir den Markt an. Die Leute haben glaube ich noch nie einen Ausländer gesehen und sich musterten mich dementsprechend. Ich fuhr die letzten 450 km durchgängig auf einer Höhe von 3700 m bis 4300 m über Meeresspiegel. Nachdem ich die Drehzahl auf 2500 upm. halte scheint es keine Probleme mit dem Rußpartikelfiler zu geben. Sucre mit seinen 225.000 EW ist die Hauptstadt von Bolivien, obwohl La Paz viel größer ist und auch der Regierungssitz dort liegt. Hier fuhr ich einen Campingplatz an und traf Amber und Lukas. Auf dem Platz war noch ein großer Magirus und ein MAN mit deutscher Besatzung. Es war noch ein belgischer Toyota Land Cruiser mit Campingaufbau, mein neues Lieblingsreisefahrzeug. Mal schauen, ob ich da morgen mal reinschauen darf. Leider war auf dem Campinggrund für mich kein Platz mehr somit blieb ich auf der Straße davor stehen. Das Wochenende war in Sucre ein Fest und ich hielt beim reinfahren an und schaute mir den Umzug an.

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Sucre. Vormittags fuhren Lukas und Amber aus dem Campingplatz somit hatte ich Platz. Es stehen ein großer 15 Tonner Magirus aus Deutschland, ein MAN 18 Tonner aus dem Sauerland, ein Toyota Landcruiser aus Belgien und ein großer Ford aus Canada auf dem Platz. Die mit dem MAN sind bereits 14 Jahre unterwegs. Sie haben 2 Häuser, Auto und Motorrad verkauft und leben seit dem von der Substanz. Alle hier sind Langzeitreisende, die mit Ihren Fahrzeugen bereits in Asien, Afrika oder sonst wo unterwegs waren. Neben den Kolossen wirkt mein Bus wie ein Spielzeug. Heute habe ich erfahren, das es in Bolivien extra einen teuren Spritpreis für Touristen gibt. Ich habe mich schon gewundert als ich das 2. Mal getankt habe, das mir der doppelte Preis verlangt wurde. Ich dachte das die Zähluhr der Zapfsäule nicht umgestellt sei. Aber hier ist der Campingplatzinhaber mit Lukas zu einer Tankstelle gefahren und sie haben für Einheimischen Tarif getankt. Nun Touripreis ist ca. 1,05 Euro je Liter und Einheimischen die Hälfte. Mittags ging ich in die Stadt und ich muss wirklich bestätigen es ist eine wunderschöne gepflegte Kolonialarchitektur mit netten Geschäften und einem schönem Markt. Da die Stadt nur noch auf 2800 m liegt sind die Temperaturen wieder sehr angenehm. Abends ratschte ich noch ein bisschen mit dem Magirus Fahrer. Sie sind vor einem Jahr gestartet und waren schon in Brasilien und fahren eher kreuz und quer. Mit dem Toyota Fahrer Peter habe ich mich auch intensiv unterhalten und gefragt, wer sein Mobil gebaut hat. Sie sind 2011 gestartet also 7 Jahre unterwegs. Seit dem ist an dem Auto noch nie was kaputt gegangen. Die mit dem MAN sind in 14 Jahren 300.000 km gefahren. Alles sehr eindrucksvoll.

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Sucre. Vormittags habe ich meine Wäsche zur Wäscherei gebracht und bin dann los, das von Deutschland aus mitgebrachte Leder zu nähen lassen, damit ich es um mein Lenkrad nähen kann. Nachmittags bin ich mit Walter, dem MAN Fahrer los je noch einen 20l Ersatzkanister zu kaufen. Wir wurden für 2,-Euro für 2 gebrauchte Kanister fündig. Ich brauche ein bisschen mehr Puffer für die Atacama Wüste. Abends bin ich mit den beiden noch Essen gegangen und somit endete der Tag äußerst ruhig.

Sucre. Vormittags habe ich das Leder um mein Lenkrad fertig genäht. Dann bin ich in die Stadt um einzukaufen. Abends habe ich meine Wäsche abgeholt und bin zu Walter und Marion in Ihren MAN Camper und haben ein paar Bierchen getrunken. Es war ein ruhiger und erholsamer Tag.

Potosi. Vormittags bin ich mit der Vermieterin und Walter mit Kanistern zu einer Tankstelle gefahren um Diesel zum Einheimischen Preis zu kaufen. Ich füllte 30 l in meinen Tank und brachte die zwei Kanister gleich erneut zur Tankstelle. Dann fuhren wir zurück und ich verabschiedete mich von Walter, Marion und Felicitad (Vermieterin) und fuhr los Richtung Potosi. Die 150 km schaffte ich in ca. 3 Stunden. Ich wurde von der Polizei wieder mal kontrolliert, aber sehr freundlich und ich musste nur 3 Bol. Straßengebühr bezahlen. Die Fahrt nach Potosi ging wieder hinauf auf 3800 m. Ich steuerte Richtung Zentrum und fand einen Nachtplatz neben einem Hostel. Dann ging zu einer Tourveranstalter um eine Besichtigung der Silbermine zu organisieren. Für 150 Bol (20,-€) ging die Tour auch gleich los. Wir fuhren hinauf auf 4300 m und gingen in einen Stollen. Die Frau erklärte mir das dieser Stollen ca. 5 km hat. Wir liefen Ihn ganz ab. Was für mich schwierig war. Die Frau mit nur 140cm musste sich weniger bücken, aber ich musste meist sehr gebückt laufen. Die Stollen waren extrem eng. Aber ich fand die Infos sehr interessant. Die Frau sagte, das es in dem Berg ca. 500 Stollen gäbe und der ganze Berg wie ein schweizer Käse sei. Es müssten somit min. 500 km Wege durch den Berg führen. Ein Team mit 3 Arbeitern schaffen in einer Woche ca. 8000 kg Material vorsortiert aus dem Stollen. Der Silbergehalt davon ist zwischen 3-10%. Und dies mal 5000 Teams. Dies ist eine Menge Silber. Es wird auch noch Zinn und weiter Rohstoffe aus dem Abraum extrahiert. Dies findet aber 5 km außerhalb der Stadt statt. Nach der Tour lief ich noch ein bisschen durch den wieder mal außergewöhnlich schönen kolonialen Ort.

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Isla Inkahuasi auf dem Uyuni Salzsee. Die Strecke von Potosi nach Uyuni war rund 200 km und ich schaffte Sie aufgrund der sehr guten Straße in 3,5 Stunden. Ich kam vorbei an kleinen Ortschaften aber die Landschaft auf einer Höhe von 3700 bis 4200 m ist nur recht dünn besiedelt. Dafür sah ich viele Lamas und auch Verkehrschilder die vor Vogelstrauße auf der Fahrbahn warnten. In Uyuni ging ich Mittagessen und suchte Lukas und Amber. Leider waren Sie auch nicht online. Somit beschloss ich hinaus auf den Salzsee zu fahren. Nach 25 km kam das Denkmal für die Rally Paris Dakar. Und nach 100 km erreichte ich die Insel Inkahuasi. Die Fahrt ging manchmal über sehr holpriges Salz, meist wenn vorher bereits viele Autos darauf gefahren sind. Aber wenn man auf unberührtes frisches Salz fuhr konnte man auch schon mal 80 bis 100 kmh fahren. An der Insel sprachen mich 2 Deutsche an. Ich fuhr 200 m von der Insel weg auf die freie Salzfläche und schaute mir beim Abendessen den Sonnenuntergang an. Es ist sehr windig und kalt nachdem die Sonne unterging. Der Nachthimmel ist beeindruckend sternenklar. So einen Himmel sieht man nur noch selten.

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Die liegenden Fotos sind nicht Absicht, aber es dauert ewig diese im Blog umzudrehen. Das Los der schlechten Verbindung.

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Uyuni. In der Nacht auf dem Salzsee klopfte jemand an mein Auto und meinte, das es sicherer wäre, wenn ich auf den Parkplatz der Insel fahren würde. Die Autos hier rauschen mit 100 kmh über den See und ohne Licht könnte mich einer übersehen. In der Früh war voller Bahnhof. Viele andere Jeeps parkten neben mir und luden die Besucher für die Insel aus. Als der erste Schwung vorbei war bin ich auf die Insel. Die Kakteen dort werden sehr alt und riesengroß. Ich traf Jan mit dem Magirus und Peter mit dem Land Cruiser. Dann fuhr ich zurück nach Uyuni. Unterwegs auf dem mehr als 200 km großem Salzsee hielt ich an und versuchte ein paar witzige Fotos zu machen. Was wenn man alleine ist gar nicht so leicht ist. In Uyuni ließ ich erst mal mein Auto waschen, so das es wieder salzfrei ist. Dann kaufte ich noch 2 weitere Ersatzkanister, denn von nun an ist die Zivilisation für einige Tage vorbei. Dann kaufte ich noch Lebensmittel und fand Lukas und Amber. Wir vereinbarten den Nachtplatz am Zugfriedhof und das wir morgen zusammen die Ruta de la Lagunas coloridas antreten. Abends machte ich noch Fotobuch und Blog.

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Machu Picchu, Colca Canyon, Arequipa bis Bolivien La Paz

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so, nun gehts weiter, wird ein langer Eintrag….

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Meine selbst gebaute Trocken-trenntoilette.   Haut super hin…voll bio!

Ollantaytambo. Thomas besuchte uns heute zum Frühstück und holte seine Ersatzteile für die beiden KTM Maschinen ab, die Peter aus BRD mitgebracht hat. Es war ein nettes Wiedersehen. Gegen Mittag verließen wir unseren Campingplatz Quinta LaLa. Wir fuhren noch einmal durch Cusco, es ist eine wunderschöne Peruanische Stadt. Weiter ging es in den Norden nach Ollantytambo. Dort startet unsere Tour morgen nach Machu Picchu. Auf dem Weg machten wir einen Abstecher nach Moray und zu den Salinera de Maras. In Moray kostete der Eintritt pro Person über 20,00 €, soviel wollten wir nicht ausgeben. Wir besichtigten dafür lange die Salzterrassen. Auf unserem Weg begleiteten uns wieder die gewaltigen Gipfel der Anden. Wir sahen den N. Salcanty mit 6.271 m und den N. Humantay mit 4.853 m Höhe,  gigantische weiße Gipfel! Sonntags lieben es die Peruaner zu picknicken. Überall sind Familien auf ihren Decken zu sehen. Die Ollantaytambo ist ein reges Treiben mit vielen Besuchern. Der Stadtplatz eingerahmt von vielen Restaurants und Souvenir Läden. Wir übernachten auf dem Parkplatz der Inkarail Company. Zum Abendessen gingen wir sehr fein ins Chonco und wir probierten peruanische Spezialitäten: Meerschweinchen und Alpaka.

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Aguas Calientes. Die Nacht auf dem Bahnhofsparkplatz war ruhig und nicht zu kalt. Nach einem ausgiebigem Frühstück im Auto, sind wir um 10:45 Uhr zum Bahnhof gegangen. Dort spielte ein Peruaner Panflöte für die wartenden Zuggäste. Als wir in den Wagon einsteigen wollten, schickte der Schaffner uns in den ersten Wagon als Upgrade. Der Wagon „L“ stand für Luxus, First Class. Wir bekamen einen wunderschönen Tisch mit Begrüssungsprosecco und einem 3 Gänge Menue. Es hatte auch noch einen Barwagen mit Live Musik. Ich erkannte einen Musiker, weil ich vor 4 Jahren einmal in einem Zug von Puno nach Cusco gefahren bin. Ich hatte noch ein Video und zeigte es dem Musiker, der sich sehr gefreut hat. Wir ließen uns an der Bar noch 2 Pisco Sour mischen und genossen die Musik. Der Barwagen hatte auch noch einen Balkon. Wir hatten einige Gläschen Wein, so dass ich den Kellner bremsen musste, als ich sagte, wir sehen sonst Machu Picchu nicht mehr. In Aguas Calientes angekommen fuhren wir mit dem Bus nach Machu Picchu. Wir teilten uns mit zwei Indio Kanadiern einen Guide, der uns alle offiziellen Hintergründe der Inkastadt erklärte. Die Inka Stadt wir nun von Lamas bewohnt, die sich zwischen den Touristen tummeln. Abends schlenderten wir  noch die Gassen von „Matchu Picchu“-Town. Vieles hat sich in der Stadt verändert und ist sehr viel schöner geworden.

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Pitumarca. Vormittags haben wir uns die Ruinen von Ollantayambo angeschaut, aber nur von der Straße aus. Denn zum Eintritt hätten wir eine Touristenkarte lösen müssen für ca. 20,-€ pro Nase. Entlang des Urubambatals und dem Urubambafluss begleiteten uns wieder zwei fast 6.000 Meter hohe Berge der N. Chicon 5.800 m und der N. Suhuasiray mit 5.818 Metern bis nach Pisac. Dort besuchten wir einen traditionellen Markt. Wir kauften noch gutes Brot, Tee, Gemüse und Kokablätter auf dem Markt und gingen gemütlich nachmittags noch Essen. Erst um 16 Uhr kamen wir los Richtung Pitumarca. Die ca. 170 Gesamtkilometer heute beendeten wir erst um ca. 18 Uhr als es bereits dunkel wurde. Wir fanden einen Nachtplatz in dem Ort, an dem bereits ein Kanadischer Camper steht. Morgen wollen wir wenn möglich auf den Regenbogenberg fahren.

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Sibayo. Wir wurden von lauter Wahlwerbung geweckt. Es fahren Autos durch die Straßen mit Lautsprecher, die Kandidaten vorstellen. Wir haben beschlossen, dass wir den Ausflug zu den Regenbogenbogenbergen nicht machen. Es wäre ein ca. 3 stündiger Fußmarsch auf von 4400m auf über 5070 Meter Höhe. Wir machten uns auf den Weg zum Cola Canyon. Es war ein sehr beschwerlicher Weg. Die Straßen fast nur Schotter und in Serpentinen bis auf 4.800 Meter Höhe. Den größten Teil der Strecke waren wir gut über 4000 m Höhe. Wir fuhren 8 Std. für 350 km bis nach Sibayo. Der kleine Ort ist idyllisch mit prägnanten Natursteinhäusern mit Strohdächern. Die Kirche hatte gerade Messe als wir spazieren gingen. Die Leute hier haben meist traditionelle Kleidung an. Auch die Männer haben glitzernde Röcke und bunte Hüte mit Kordeln rundherum, so das sie gar nicht gescheit raus schauen können. Wir wurden in dem Dorf von allen freundlich gegrüßt. Als Nachtplatz blieben wir einfach am Stadtplatz vor dem Rathaus stehen. Heute steht noch ein kleines Jubiläum an. Der Bus hat auf der Reise heute die 50.000 km überschritten. Das ist schon was…

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Colca Canyon. Wir wurden mit peruanischer Musik geweckt, heute ist Nationalfeiertag. Eine kleine Gruppe peruanische Leute, alle mit traditioneller Tracht wurden am Stadtplatz begrüßt, auch geschmückte Alpakas waren dabei.

Unsere Fahrt fing weiter zum Colca Canyon und zum View der Condore. Der Bus macht uns Sorgen. Die zwei Tage Fahrt auf dem steinigen holprigen Weg,  in der Hochebene bei über 4860 Metern, den wir nur mit geringer Geschwindigkeit befahren können, lässt den Bus schon drei Kontrollleuchten anzeigen. Der Colca Canyon mit einer Tiefe von 3191 Metern, dass ist fast doppelt so tief, wie der Grand Canyon in USA. Wir fuhren bis zur offiziellen Einfahrt des National Parks und bezahlten den Eintritt in Höhe 30,00 € nicht. Die Sicht auf den Flug der Condore konnte uns keiner garantieren. Da wir uns um das Auto sogen machten, wollten wir möglichst schnell nach Arequipa kommen. Die Weiterfahrt war sehr überraschend. Wir fuhren auf einer schönen Straße wieder auf eine Hochebene auf über 4800 Metern und sahen wir die seltenen Vikunjas (eine sehr seltene Art der Alpkaks, mit der teuersten Wolle der Welt) und die 7 Vulkane um uns herum. Es war sehr kühl dort. Der Vulkan Sabacoya stiess, sogar eine große Rauchwolke aus. Abends kamen wir in Arequipa an. Wir fanden einen wunderschönen sicheren Campingplatz im Motel Mercedes.

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Cabana, irgendwo in der Pampa 52 km vor Puno. Es ist strahlender Sonnenschein bei 24 Grad. Wir frühstücken im Freien und genießen den Morgen. Max und Peter entjungfern den neuen Benzinofen. Wir sind seit Tagen mit der dem Tod von Georg Kornprobst beschäftigt und machen uns Gedanken, wie die Beerdigung laufen wird. Wir versorgen uns noch mal mit Bargeld und kaufen im Walmarkt Supermarkt um die Ecke noch alle Dinge, die wir für die nächsten Tage brauchen. Nach der Verabschiedung von allen am Campingplatz, wir brechen Richtung Titicacasee auf. Die Fahrt ist lange und eigentlich sind wir zu spät losgefahren. Peter fährt auf der guten Straße, ohne Handikap des Busses, sehr weit und wir stranden 52 km vor Puno um 18.00 Uhr. Wie täglich ist es dunkel um diese Zeit. Wir kochen gemeinsam, dass genießen wir beide immer sehr. Kartoffelbrei für meinen angeschlagenen Magen und scharfes Gemüse für Peter. J

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Die beiden aus Florida sind seit 3,5 Jahren bereits unterwegs.

Puno. Ich bin schon um 6 Uhr los gefahren von Cabana nach Puno, da hat Michaela hinten noch geschlafen. Um 8 Uhr waren wir in Puno. Dort sind wir, nachdem wir uns einen Nachtplatz gesucht haben, Mittagessen gegangen und sind mit einem Boot zu den „schwimmenden Inseln“ gefahren. Der Titikakasee liegt auf 3800 Höhenmeter, er ist 160 km lang. 60% des Sees liegen in Peru, der Rest in Bolivien. Im Sattelitenbild sieht der See aus wie ein Pumakopf. Der Puma ist eines der Wahrzeichen Perus. Die 106 schwimmenden Inseln wurden auf Schilfwurzelstöcken gebaut die ca. 1 Meter dick sind und mit noch einem weiterem Meter Schilfrohr abgedeckt. Es muss jeden Monat eine neue Schicht Schilfrohr aufgelegt werden. Jede Insel hat 6-8 Anker, dass sie sich nicht von der Stelle bewegen. Auf einer Insel wohnen meist so ca. 3 Familien. Es gibt auch eine Insel mit einer Schule drauf. Strom haben die Bewohner nur durch Solarpanelen. Die Tour führte uns mit einem aus Schilfgras gebauten Boot auf die nächste Insel mit Restaurant. Die Sonne schien den ganzen Tag, doch wehte immer ein kühler Wind. Abends waren wir sehr erschöpft und gingen sehr früh schlafen.

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Copacabana, Bolivien. Wir verließen Puno nach dem Frühstück und erreichten die Grenze Boliviens um 11.45 Uhr. Wir fuhren 140 Kilometer. Leider leuchtet wieder eine Warnlampe im Bus. Der Grenzübertritt war sehr einfach. Peter meinte so einfach wie noch nie. Wir reisten noch um 12.05 Uhr ein. In Bolivien wurde uns eine Stunde Zeitverschiebung abgezogen. Das Auto konnten wir erst nach der Mittagspause einreisen. In dieser Stunde trafen wir einen französischen Motorradfahrer. Er war sehr nett. Doch ein riesiges „Hallo“ gab es mit Amber und Lukas, die plötzlich hinter unserem Bus parkten. Wir verabredeten uns für heute Abend. Wir fuhren direkt zum Titikakasee auf der bolivianischen Seite. Ein Kapitän fuhr uns noch zur Isla del Sol (Insel der Sonne). Wir hatten 30 Minuten Zeit die schöne Insel zu besichtigen. Es sind sehr steile Wege und Esel helfen den Gästen ihr Gepäck zu transportieren. Wir sahen an einer sehr schönen Stelle die Isla del Luna, die Nachbarinsel (Insel des Mondes) und einige der schnee-bedeckten 6000er Gipfel in den Anden. Nach der Rückfahrt trafen wir die Niederländer wieder und Peter frischte Erinnerungen aus Kolumbien auf. Nach dem Abendessen checken wir am Campingplatz Joshua ein.

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Im Bus von Lukas und Amber. Is a bissl mehr Platz als bei mir…

La Paz, Bolivien. Lukas und Amber sind in der Früh zu unserem Nachtplatz gekommen und wir haben besprochen was jeder vor hat. Wir vereinbarten, dass wir uns am Campingplatz Colibri in La Paz treffen heute Abend. Ich habe noch mit meinem Mechaniker Reinhold Ettl telefoniert und meinen Rußfilter wieder mit dem Reinigungsprogramm fit zu machen. Er sagte mir noch es ist vorteilhaft bei einer konstanten Drehzahl mit 2500 rpm zu fahren, weil sich bei dieser Drehzahl der Filter selbst reinigen würde. Also, dann mit einer Stunde Verspätung sind wir los nach La Paz. Lukas hat uns noch vor einer Polizeikontrolle gewarnt, die korrupt sein sollen, somit sind wir über Feldwege um die Kontrolle herum gefahren. Mit einer hölzernen Fähre sind wir dann noch über den restlichen Zipfel vom Titikakasee übergesetzt und dann nach gut 4 Stunden in die 1,4 Mio. Stadt La Paz gekommen. Das ganze Land Bolivien hat nur 9,8 Mio. Einwohner. La Paz war Verkehrschaos pur. Es gibt einige Seilbahnen, die über die Stadt hinweg fahren. Am Valle de la Luna machten wir einen Spaziergang durch de Mondlandschaft aus Sandstein. Wir kamen zeitgleich mit Lukas und Amber am Colibri an. Aber für uns war der Platz zu weit außerhalb, somit entschieden wir uns zum Schweizer Hotel Oberland zu fahren und dort unseren Bus zu parken. Kosten 120 Bol pro Nacht ca. 15,-€. Wir gingen abends dort noch sehr gutes Fondue essen.

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Unsere “ Umfahrung“ der Polizeistation.

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Die Metropole La Paz auf 3400 bis 4000 m ü M

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La Paz. In der Früh fanden wir einen Zettel auf unserer Windschutzscheibe von Gerd, der hier um die Ecke Quads vermietet. Also ging ich gleich mal hin. Gerd kommt aus Lübeck und wohnt seit 37 Jahren in Bolivien. Er sagte uns alle Sehenswürdigkeiten und somit legten wir gleich los. Mit den neumodischen schweizer Seilbahnen fuhren wir über die Stadt. Wir brauchten 7 verschiedene Fahrten, wobei jede Linie seine eigene Farbe hat. Nachdem wir vom Alto zurückkamen gingen wir in die Stadt zu Plaza Murillo wo wir uns den Präsidentenpalast anschauten. Dann gingen wir zum Plaza San Franzisco, das ist die Touristenecke wo wir Mittagessen gingen und den Nachmittag damit verbrachten Mitbringsel und Geschenke für Michaela zu kaufen. Nachdem wir noch versucht haben das Hard Rock Cafe zu finden, dies aber abbrechen mussten, weil es Michaela zu sehr frohr, fuhren wir mit dem Taxi zurück zu unserem Nachtplatz am Hotel Oberland.

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La Paz. Heute ist Michaelas letzter Tag und wir standen früh auf um zu duschen. Um 7:30 Uhr fuhren wir mit dem Auto zum Flughafen „El Alto“ der höchstgelegene internationale Flughafen der Welt. Er liegt über 4000 m Höhe.  Wir frühstückten noch in einem Cafe am Flughafen und dann ging es endgültig los. Es war ein schwerer Abschied als Michaela in den Flieger stieg. Ich fuhr im Anschluss wieder in die Stadt wo ich Ernestos Garage aufsuchte. Er wurde vom I-Overlander als Mechaniker empfohlen und auch Gerd meinte das dies wohl die beste Adresse in La Paz sein würde. Leider war Ernesto nicht da, somit telefonierte ein Mechaniker mit Ihm und gab Ihn mir an die Leitung. Er meinte, das ein VW mit Automatik keine Kupplung hätte. Dies verwunderte mich ein wenig und ich bekomme erste Zweifel, ob der Mann wirklich so gut ist wie empfohlen. Nun zumindest spricht er Deutsch, weil er ursprünglich Schweizer war. Die Lage um das Auto spitzt sich zu. Ernesto und seine Mechaniker haben den Turboschlauch gewechselt, den Luftfilter gereinigt, die Dieselfilter kontrolliert, das Standgas überprüft etc. Leider wurde kein Fehler gefunden. Ernesto meinte ich soll das Auto zu einem Hafen bringen und es zurück nach Deutschland schiffen, wo es gerichtet werden kann. Nun das ist für mich keine Option. Ernesto telefonierte noch einige Male mit befreundeten Automechanikern, die auch Audi Q7 und Amarok machen, leider konnte hier auch keiner weiter helfen. Ernesto sagte, das hier in Bolivien die Kupplung nicht gemacht werden kann. Als ich nach der Rechnung fragte, war er sehr kulant und meinte das Sie ja gar nichts gemacht hätten. Ich solle dem Mechaniker 50 Bol. Trinkgeld geben. Ich gab 100 Bol (ca. 12,50€) und fuhr zurück zu meinem Nachtplatz beim Oberland.

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