Peru der Norden

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Piura. Um 10 Uhr morgens fand das Fußball WM Spiel Deutschland gegen Mexico im Fernsehen statt. Leider haben die Deutschen 1:0 verloren. Um 13 Uhr kam Brasilien gegen Schweiz. Diese spielten sensationell 1:1. Anschließend fuhr ich in die Stadt in ein Einkaufszentrum um Geld zu tauschen, was zu Essen und einzukaufen. Abends habe ich eine Guacomole gemacht und diese und zwei Bier mit dem Argentinischem Radfahrer geteilt. Ich ging früh zu Bett, denn ich will morgen zeitig raus und versuchen, ob ich mein Auto beim VW Händler behandelt bekomme.

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Irgendwo in den Bergen. Ich stand früh auf, weil ich in Piura zum VW Vertragshändler wollte. Um 7:20 Uhr fuhr ich los. Nachdem ich eine Stunde im Stau stand, von einer Umleitung und Straßensperre zur anderen fuhr, beschloss ich mir den VW Händler zu schenken und gleich los zu fahren Richtung Osten. Der Campingplatzbesitzer sagte mir, das ich den Ort beim Wasserfall in ca. 8 Std. erreichen könnte. Das Navi bestätigte dies in etwa. Die ersten 150 km gingen wie am Schnürchen. Es sind Mautstraßen und gut ausgebaut. Somit brauchte ich nur ca. 2 Stunden für den ersten Teil. Die Gesamtstrecke gab das Navi mit ca. 570 km an. Ich kam nach 10 Stunden Fahrt nur 310 km weit. Wobei ich für die 160 km nachdem das es in die Berge ging ich von 100 m auf 3200 m kletterte meist auf Schotter fuhr brauchte ich geschlagene 8 Stunden für diese 160 km. Dafür wurde ich belohnt mit traumhaften Ausblicken aber einer teilweise sehr gefährlich wirkenden Straße. Diese war meist einspurig und ich musste einige Male zurücksetzen, um etwaigen Gegenverkehr Durchfahrt zu gewähren. Ich einem kleinem Dorf in den Bergen blieb ich bei Dämmerungseinbruch über Nacht.

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Zwischen Chachapoyas und Kuelap. Es dauerte noch ca. 2 Stunden Fahrt bis ich aus dem Tal der Serpentinien und Schotterstraßen heraus kam nach Jaen auf eine schöne Teerstraße. Entlang ging es an schönen Reisterassen mit sanften Hügeln und Bergen im Hintergrund. Dann führte die Straße weiter durch ein Tal meist an einem Fluss entlang. Zu den 771m hohen Wasserfällen Gocta kam ich über eine 5,5 km lange Schotterpiste, die in den Ort Cocachimba führte. Dort sagte man mir, das man zu den Wasserfällen ca. 5 Std. hin und zurück wandern müsse. Ich fragte nach einem Pferd, was nur ca. 2 Std. benötigen würde. Ich überlegte mir die Sache beim Mittagessen. Nun, ich dachte, das ich nicht soviel Zeit verlieren möchte und schwang mich wieder hinters Lenkrad. Ich fuhr in den 23.000 EW Ort Chachapoyas. Leider war der ganze Ort eine Baustelle und ich fand keine Übernachtungsmöglichkeit mit Wlan. Michaela hat mir schon eine SMS geschrieben warum ich mich nicht melde. Um noch mal ein bisschen Strecke zu gewinnen fuhr ich um 16:45 Uhr wieder los Richtung Süden. Auf halbem Weg zu den Ruinen von Kuelap, welche sich mit Machu Pichu messen lassen können suchte ich mir einen Campingplatz. Leider auch ohne Wlan. Meine Tagesstrecke betrug heute ca. 270 wofür ich ca. 7 Stunden Fahrtzeit benötigte.

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Balsas. Vormittags fuhr ich zur Seilbahn, die nach Kuelap hinauf geht. Die Ruinen gehen zurück auf 800 bis 1100 n. Chr. Nach Machu Pichu ist Kuelap die zweit wichtigste Inkastätte. Die Seilbahn ging hinauf auf 3000 m und der historische Ort liegt auf einem Bergrücken. Es wurden riesige hohe Wände angelegt, um den Ort zu befestigen. Es gibt nur 3 kleine Eingänge. Der Ort selbst hat runde Bauten. Was mich überrascht, denn Machu Pichu ist gar nicht so gebaut. Die ganze Besichtigung dauerte rund 3 Stunden und ich hatte herrliches Wetter. Um 13:30 Uhr fuhr ich los Richtung Celendin. Das Navi gab an 61 km Luftlinie, aber 193 km auf der Straße. Ich fuhr mit einer 30 min. Brotzeitpause bis 18 Uhr und konnte Celendin nicht erreichen. Gesamt schaffte ich nur 170 km. Dafür ging es von 1500 m 26 Grad hinauf auf 3600 m mit nur noch 11 Grad, wieder hinunter auf 900 m mit 32 Grad. Die einspurige Bergstraße hatte es in sich. Mir war immer wohler, wenn der unbegrenzte Abgrund auf der Beifahrerseite lag, und ich nicht in die Tiefe blicken musste. Vor den Kurven wird hier grundsätzlich gehupt und bei Gegenverkehr wird meist zurück gesetzt, so lange, bis ein Plätzchen genug Raum schafft aneinander vorbei zu kommen. Nun bin ich schon so einiges an Strecken gefahren, aber diese forderte meine volle Konzentration und Aufmerksamkeit. Da das Wetter traumhaft war, genoss ich die gebirgige Landschaft. Ca. 60 km vor Celendin blieb ich da es dämmerte im Ort Balsas übernacht. Dort umzingelten Kinder mein Auto und sie wollte wissen, wie ich wohne, was ich koche etc. Abends ging ich mir noch ein bisschen die Füsse vertreten und stellte fest, das ich einen wunderschönen klaren Sternenhimmel über mit hatte.

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Cajamarca. Die Strecke ging von 900 m wieder hinauf auf 3100 m. Es standen so viele Einheimische am Straßenrand die mich als Bus erkannten und um Mitnahme gebeten haben, das ich zwei Marktfrauen mit Ihrem Gepäck mit genommen habe. Für die ersten 25 km brauchte ich eine Stunde. Nach gut 2 Stunden kam ich nach Celendin. Die auf 2600 m hoch gelegene Bergstadt habe ich relativ schnell angeschaut. Ich suchte ein Restaurant mit Wlan, was ich aber nicht fand. Somit schaute ich mich ein bisschen um und beschloss weiter zu fahren. Und wieder nahm ich ein Anhalter Pärchen mit nach Cajamarca. Nachmittag schaute ich mir die 150.000 EW Stadt an und suchte noch eine Gasflaschen Befüllstation und abends noch einen Campingplatz in der Nähe vom Flughafen. Richard, der peruanische Campingplatzbesitzer ist begeisterter VW Käfer Schrauber. Er besitzt 3 alte Käfer die aufgereiht nebeneinander standen. Wir unterhielten uns ein bisschen und ich fragte Ihn nach seiner Meinung, was die beste Route nach Lima sei. Er meinte ich müsste unbedingt noch mal in die Berge um den Canon del Pato mit seinen weissen Bergspitzen im Hintergrund anschauen. Dazu müsste ich aber in Chimbote noch mal nach dem Weg fragen, damit ich nicht in endlosen Schotterpisten oder gesperrten Straßen lande. Mir ist heute durch den Kopf gegangen, was mir in Mittel und Südamerika besonders aufgefallen ist. Besonders kommt mir vor, das die Straßen nicht alleine den Autofahrern zu gehören scheint. Die Fußgänger, Kinder und Tiere scheren sich nicht viel um die Autos. Sie gehen nicht auf die Seite, sondern werden von den Autos umfahren. Viele Verkäufer sind auf der Straße, sowie kleine Läden sind ganz nahe am Rand.

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Trujillo, Huanchaco. Nach dem verabschieden von Richard fuhr ich um kurz nach 9 Uhr los. Die rund 290 km nach Trujillo verlängerten sich um eine Stunde, da ich nach einer Stunde Fahrtzeit bereits an einer Baustelle eine Stunde an einer Sperre stand. Die anfänglich noch schlangenlinienartige Straßenführung kam als ich aus den Bergen heraus kam einer Autobahn gleich. Die Straße war zu jeder Zeit mehrspurig und schön geteert. Ich fuhr durch bis ich ankam und brauchte nur 5,5 Stdunden. Huanchaco liegt am Pazifik und die Wellen branden an den Strand. Es gibt hier eine reichhaltige Surferszene. Ich fand über IOverlander wieder einen super Nachtplatz an der Strandpromenade für 15 Soles, das sind etwa 4 €. Abends ging ich Essen und hielt Ausschau nach einem Lokal welches das Deutschland WM Spiel morgen überträgt.

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Ecuador Cotopaxi bis zur Grenze nach Peru

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Machachi am Cotopaxi. Um 8 Uhr wurde ich von einem Bus abgeholt für die Cotopaxi Tour. Es waren ca. 15 Teilnehmer. Nach einem Einkaufs, Pinkel und Frühstücksstopp, kamen wir auf den Berg. Die Serpentinien schlängelten sich auf 4600 m Höhe. Ich war ein bisschen leichtsinnig, weil ich ja gestern noch auf Meereshöhe war und mich noch in keiner Weise akklimatisiert habe. Dann ging es zu Fuß auf 4900 m zur Basisstation für Gletscherbergsteiger. Dann ging es noch mal weiter bis zum Gletscher hoch, auf 5020 m Höhe. Da wird die Luft schon dünn, und das atmen fällt schwer. Wir hatten großes Glück, das das Wetter mit spielte. Nach dem Abstieg ging es auf die Fahrräder. Die Fahrt führte nur von 4600 m auf 3600 m Höhe und war 8 km lang. Das erledigte ich in einer halben Stunde und war als Erster unten. Der Vulkan und Andengipfel Cotopaxi ist 5897 m hoch und majestätisch mit Schnee bedeckt. Es ist der zweit höchste Andengipfel in Equador.

Abends blieb ich gleich wo ich gestern war. Die Herberge hat eine super heiße Dusche mit richtig viel Wasser! Die beste seit langem. J

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Banos. Auf der Fahrt vom Cotopaxi Richtung Süden bin ich an vielen riesigen Gewächshäusern vorbei gekommen. Dies waren alles großflächige Rosengewächshäuser. Von hier aus werden die Rosen weltweit exportiert. Sie wachsen auf einer Höhe von 3200 m. Um nicht nur die Autobahn E35 fahren zu müssen entschied ich mich einen Umweg von ca. 150 km über die Ortschaften Sichos, Chugchilan, Cuyzana und Zumbahua zu fahren. Die Strecke führte über Serpentinien von 3200 m hinunter auf 2400 m und hinauf auf über 4000m. Es war ein wunderschöner Tag und die Landschaft war traumhaft. Die Landwirtschaft hat hier Felder bis auf eine Höhe von 4000 m und ab 5000 m beginnen die Gletscher, von denen einer den Großteil der Strecke mich begleitete. Die Menschen sind meist traditionell bekleidet und die Orte sind sauber und gepflegt. Am Wegesrand der super ausgebauten Straße konnte ich Pferde, Kühe, Schafe, Schweine, Lamas und viele Hunde sehen. Mit dem Umweg über die Bergdörfer betrug der Weg nach Banos ca. 280 km für die ich 5,5 Std. benötigte. Banos liegt nur noch auf einer Höhe von 1800 m. Hier fand ich einen Campingplatz für 2,50 USD. Mark aus Quito gab mir den Tipp bei Harald vorbei zu schauen, der hier ein Restaurant betreibt. Das tat ich auch. Harald ist ein Rentner aus Lübeck und wir ratschten 2 Std. und tranken ein Bier zusammen.

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Cuenca. Nach dem Frühstück bin ich zur Thermalquelle zum baden gegangen. Das Wasser war heiß und man konnte sich im Fluss nebenan kalt abspühlen. Dann ging es weiter nach Riobamba. Die Stadt war schön mit vielen Kolonialbauten, schönen Plätzen und Kirchen. Nach dem Mittagessen fuhr ich weiter nach Cuenca. Die Straße ging über Bergrücken und Tälern. Da das Wetter jedoch nicht so besonders war und gerade die Berggipfel in den Wolken lagen, fuhr ich nicht wie geplant Richtung Chimborazo (höchster Berg Equadors mit über 6300 m) sondern weiter Richtung Süden. Für die 320 km brauchte ich ca. 6 Stunden. Es gab wieder mal viel zu sehen. Mich begeistern vor allem die traditionell gekleideten Menschen. Ich glaube man kann sich einfach vorstellen, das sich die Leute hier nicht so gerne fotografieren lassen, somit habe ich oft Leute von hinten fotografiert, oder mit Teleobjektiv.

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Cuenca. Die Stadt mit Ihren 506.000 EW ist eine Großstadt, wo ich heute einen VW Händler aufgesucht habe. Der erste Händler hat mich zu einer anderen Filiale verwiesen, die das Werkzeug (Computerprogramm für den T5) haben. Als fuhr ich dort hin. Der Servicemitarbeiter bat mich 5 min. zu warten, woraus 45 min. wurden. Dann starteten wir zur Probefahrt. Da mein Tank auf Reserve war schlug er vor tanken zu fahren. Anschließend fuhr er ca. 45 min. mit mir Probe. Ich habe das Problem, das sich mit dem Automatigetriebe gerade beim anfahren in kaltem Zustand der Druck sich nicht aufbaut und das Auto nicht weg fährt. Auch beim fahren in der Stadt dauert es 4-5 Sek. Nachdem ich aufs Gas trete, bis er weg fährt. Da anschließend Mittag war lud mich der freundliche VW Mitarbeiter zum Mittagessen ein. Dann fuhren wir zurück. Wir vereinbarten die Getriebeflüssigkeit zu tauschen, den Dieselfilter zu wechseln, den Luftfilter zu wechseln, den Zusatzdieselfilter zu reinigen und ein Additiv für den Diesel, da offensichtlich in Equador die Qualität des Treibstoffes nicht optimal ist. Mal sehen, ob dies das Problem behebt. Weiter ist ein Einparksensor vorne defekt, der repariert oder getauscht werden soll. Nun der heutige Tag vergeht meist durch warten.

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Comunidad Namarin, 100 km vor Loja. In einem Cafe schaute ich in der Früh um 9 Uhr die Eröffnungsfeier der Fussball WM in Russland an. Anschließend fuhr ich wieder zur VW Werkstätte, um wie gestern vereinbart den Dieselfilter einbauen zu lassen. Zwischenzeitlich habe ich mit Reinhold geappt, der meinte wir sollten auch das Getriebeöl und Filter noch wechseln. Als ich dort an kam leuchtete auch noch die Kontrolllampe für den Rußpartikelfilter. Miguel wartete schon auf mich und nahm das Auto gleich in die Werkstatt. Ich teilte Ihm noch die übrigen Aufgaben mit, welche er zusagte diese zu erledigen. Nach 2 Std. Werkstattaufenthalt kam Miguel und sagte, das Sie leider den Dieselfilter nicht wechseln konnten, da dieser nicht geliefert wurde. Er meinte er würde morgen geliefert. Wegen dem Rußpartikelfilter sagte er dieser würde mit dem Computerprogramm regeneriert. Was mich wunderte. Er meinte die Arbeiter machen nun bis 14 Uhr Mittag und der Ölwechsel vom Getriebe würde dann noch mal 2 Std. dauern. Wobei er sagte, das sie leider keinen Filter hätten. Als summa sumarum kein Resultat. Ich sagte, ich würde nicht mehr warten. Er berechnete dafür auch nichts und empfahl mir einen VW Händler in Peru. Dann fuhr ich in die Stadt zum Panama Hut Museum. Dort schaute ich an wie sie die Hüte fertigen und kaufte welche. Ich machte noch 2 Std. einen Stadtspatziergang und fuhr um 16 Uhr los Richtung Loja. Es sind ca. 210 km, und ich schaffte bis 18:15 Uhr als es dunkel wurde nur ca. 110 km. Die Strecke verlief in den Bergen und ging hinauf von Cuenca 2500m auf über 3500 m und wieder herunter. Die Wolken lösten sich auf der Strecke auf und ich konnte einen schönen Sonnenuntergang erleben. Über Nacht blieb ich an einer Autowerkstatt an der Straße, die sogar Internetverbindung hatten. Sie waren begeistert von meinem Auto und sie wollten alles darin sehen.

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Vilcabamba. Es waren nun nur noch ca. 120 km in die 180.000 EW Stadt Loja. Gegen 11 Uhr erreichte ich die für Ihre Musik bekannte Großstadt. Diese ist sehr geschäftig und die Autos stauen sich durch die Innenstadt. Ich kreiste ein wenig herum und parkte sehr zentral. Der wunderschöne Stadtplatz die alten Kolonialbauten mit den schönen Kirchen ist wieder mal eine Schau. Es gab 2 Märkte und eine Fußgängerzone. Zum Mittagessen fand ich einen Comedor, wo ich wieder mal für 2,5 Dollar ein Mittagsmenue mit Suppe, Hauptgang, Nachspeise und Getränk bekam. In der Markhalle kaufte ich noch Gemüse und fuhr dann weiter nach Vilcabamba. Der 4200 EW Ort liegt nur noch auf 1800 m und ist von grünen Bergen umrahmt. Leider war das Wetter während der Fahrt nicht so gut, so dass ich nur zeitweilig die Landschaft sehen konnte. In Vilcabamba fuhr ich zum Stadtplatz und suchte mir dann einen Campingplatz. Der erste war so abgelegen und dann noch soweit nach einem Feldweg, das ich umdrehte und entschied einen anderen zu suchen. Dann fuhr ich 2 km außerhalb in die andere Richtung. Der Platz wird von 2 Amerikanern betrieben und ist recht freundlich. Die Nacht kostet hier 5 Dollar. Als ich wieder am Stadtplatz war und zu Abend gegessen habe, hat mir Marc aus Quito geappt wo ich gerade bin. Er teilte mir noch mit, das 2 Bayern Peter und Dieter, die er gut kennt hier auch ein Hostel betreiben. Die sollen sogar eigenes Bier brauen. Das ließ ich mir nicht 2 mal sagen und fuhr sofort dort hin. Ich ließ mir ein selbst gebrautes Weisbier einschenken, das aus dem Fass klar und ohne Hefe war aber trotzdem recht ordentlich schmeckte. Die zwei Burschen waren leider nicht da. Ich fuhr zurück zu meinem Nachtplatz und traf noch einen Schweizer, der mit seinem Landrover aus dem Süden kam. Ich fragte Ihn, wo er in Peru überall war und worauf man aufpassen müsste. Ich gab meinerseits Tipps für den Weg nach Norden.

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Piura. Um 9 Uhr bin ich los. Das Wetter war durchwachsen. Ich fuhr zurück nach Loja und dann Richtung Grenze nach Macara zur Grenze nach Peru. Ich wurde mehrere Male von Polizei angehalten und kontrolliert, aber immer sehr freundlich mit Handschlag und kam im handumdrehen wieder los. Die Grenze war einfach, freundlich und mit kurzen Wegen. In einem Krameladen bekam ich eine Autoversicherung für 47,- USD für 3 Monate und nach einer Stunde war ich mit allem durch die Grenze. Ich fuhr in Ecuador nun gesamt 1720 km und habe eine Gesamtstrecke von gut 46.000 km. Von der hoch gelegenen Andengegend kam ich zur Grenze hin herunter und hatte auch gleich die Hitze mit 32 Grad zurück. Es erschien mir die Landschaft wesentlich trockener. Es sind nich 180 km nach Piura und da morgen um 10 Uhr morgens Ortszeit das Deutschlandspiel ist, wollte ich sicherstellen, das ich das ansehen kann. Für die 360 km heute brauchte ich rund 8 Std. Fahrzeit plus eine Stunde Grenze. Ich war recht geschafft, als ich einen Campingplatz in Piura erreichte.

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Galapagos

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Galapagos. Leider habe ich meinen Wecker heute eine Stunde zu spät gestellt. Somit kam ich in Stress, als nach 5 min. bereits mein Flughafentransport vor dem Bus stand. Also ging ich halt im Flughafen frühstücken. Der Flug ging unproblematisch und pünktlich. Mich überraschte jedoch, das Galapagos eher ein kühles Klima hat. Wir sind 15 Gäste auf dem Boot in zwei Bett Zimmern. Ich teile mein Abteil mit einem jungen Dänen. Auch auf dieser Reise bin ich um Längen der Älteste. Nach der Begrüßung auf dem Boot und der Einteilung der Kabinen ging es auch schon los auf die Nachbarinsel, wo wie mit einem Bus auf Schildkrötensuche gingen. Im Hochland leben ca. 700 von den großen Tieren.

Es gibt hier auf Galapagos einige Arten von Schildkröten, wobei 2012 „lonsome John“ als letzter seiner Art ausgestorben ist. Die Exemplare die wir sahen sind jedoch nicht weniger gewaltig. Die Männchen werden bis zu 280 kg schwer und sie werden erst ab einem Alter von 100 Jahren erwachsen. Die Landriesen fressen die meiste Zeit und bewegen sich nur langsam. Sie „wandern“ nur ungefähr 3-4 km pro Monat. An einem Cafe lagen 3 leere Panzer was manche nutzten um hinein zu kriechen. Anschließend besichtigten wir 3 Lavatunnel. Abends zurück an Bord gab es Abendessen. Es sind 6 Schweizer, 2 Dänen, 2 Holländer, einer aus Irland, zwei aus Singapur, eine aus England und ich an Bord. Ein schweizer Pärchen ist auch mit einem VW Bus unterwegs und wir haben den ganzen Abend Erfahrungen ausgetauscht. Der Capitän gab uns noch das morgige Tagesprogramm bekannt und dann gings ab in die Koje.

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Galapagos. Frühstück gab es um 7 Uhr dann die Abgabe von Tauchequipment. Ein Wetsuit (Neoprenwärmeanzug) kostete 50,- USD für die Woche zum ausleihen. Da das Wasser aber nur 19 Grad hat und wir zwei mal täglich tauchen gehen, haben sich fast alle einen ausgeliehen. Die Nacht über sind wir ja gefahren, so das wir in der Früh auf der nördlichsten Insel Genovesa ankamen. Diese Insel haben nicht so viele Schiffe im Programm, da diese so weit weg ist. Die Insel ist bekannt für Ihre Rotfußtölpel und einen Vogel der einen roten Sack unter dem Schnabel aufbläst, wenn er auf „Brautschau“ ist. Wir bekamen beide Vögel gut zu sehen. Dann ging es zum ersten Tauchgang. Nach dem Mittagessen gingen wir auf der anderen Seite der Insel ca. 1,5 Std. Schnorcheln. Ich habe einen Hai gesehen, zwei Schildkröten und jede Menge bunte Fische. Anschließend hatten wir Zeit uns zu duschen und ein bisschen auszuruhen. Um 16 Uhr gingen wir auf der anderen Seite an Land und haben wieder viele Vögel besichtigt. Es gibt hier die Kurzohreule. Es ist die einzige Eule weltweit die tagsüber jagt. Da es auf der Insel keine Ratten, Mäuse, Schlangen usw. gibt, jagt die Eule kleinere Vögel. Als für Vogelbeobachter ist dies der einzige Ort auf der Welt wo man tagsüber eine Eule jagen sehen kann. Wir sahen 2 Eulen. Nach dem Sonnenuntergang wurde es wieder frischer und wir fuhren zurück zum Boot um Abend zu essen.

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Galapagos Insel Saint Bartolome. Nachts fuhren wir 8 Std. von der Insel Genovesa zur Insel Santiago gefahren. Dort sind wir um 8 Uhr mit den Dingis rüber und haben die Insel erkundet. Anschließend sind wir schnorcheln gegangen. Wir sahen jede Menge Fische und Seesterne etc. Als wir zum Boot zurück kamen kreisten Haie um das Schiff und ein paar Mutige mit unserem Führer sprangen ins Wasser um die Haie aus der Nähe zu sehen. Nach dem Mittagessen fuhren wir zur Insel Sain Bartolome. Dort stiegen wir auf den Vulkangipfel und sahen einige Vulkanlizards und Vulkankakteen. Die Aussicht von dort war wunderschön und der Himmel war wieder strahlend blau. Anschließend gingen wir von den Dingis aus wieder schnorcheln. Wir sahen diesmal neben jeder Menge bunter Fische und Fisschwärmen auch 2 Weißspitzenhaie, Seelöwen Unterwasser, sowie auch an Land. Pinguine unter Wasser, sowie auch an Land. Und 2 große Wasserschildkröten, die gerade gemütlich fraßen. Speziell die großen Tiere unter Wasser haben uns alle sehr beeindruckt. Abends wurden wir noch mit einem herrlichem Sonnenuntergang belohnt. Aber es ist trotzdem eher kühl. Wenn gerade die Sonne mal durch eine Wolke verdeckt wird, oder auch im Wasser ist es eher kühl. Diese Nacht fahren wir erst um 5 Uhr in der Früh los, somit denke ich wird es heute gut zu schlafen sein.

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Galapagos Santa Cruz Island. In der Frühsind wir mit den Dingis (Beibooten) zur Insel „Chinese Hat“ gefahren. Dort sind wir gewandert und haben Seelöwen, Marine Iguanas und Lava Lizards gesehen, auch einen Galapagos Habicht haben wir gesehen. Um 10 Uhr sind wir dann wieder schnorcheln gegangen. Die Sicht war besser als in den ersten beiden Tagen. Wir haben Meereschildkröten, einige Haie, Stingrays und viele viele bunte andere Fische gesehen. In den Bilderbüchern über die Fische von Galapagos haben wir bestimmt 80% bereits gesehen. Nach dem Mittagessen sind wir ca. 2 Std. nach Santo Cruz Island gefahren. Bismark unser Führer hat erklärt, das Galapagos 13 große Inseln und 52 kleinere Inseln hat, die alle vulkanischen Ursprungs sind und die ältesten zwischen 6 Mio. Jahren und die jüngsten ca. 300.000 Jahre alt sind. Das Lavafeld was wir gestern betreten haben ist erst vor 140 Jahren entstanden und hat einige kleinere Kraterinseln mit einer größeren Insel verbunden. Nachmittags haben wir dann die Insel Santa Cruz erkundet. Diese Insel hatte eine Vegetation und es gab Ziegen, Leguane, Seelöwen, Schlangen und Vögel auf der Insel. Bismark sagte auch das es wilde Esel hier geben soll, wir haben aber nur Exkremente von Ihnen gesehen. Die Insel hatte einen kleinen Strand, wo wir dann noch eine Stunde gesessen sind. Leider war es bewölkt so das wir uns nicht sonnen konnten. Langsam pendelt sich das Bootsleben ein und jeder weiß wie in etwa der Ablauf ist. Abends hatten wir wie jeden Abend das Breefing, so das wir erfahren wie der nächste Tag ablaufen wird. Leider ist ja meine Gopro Kamera innen nass geworden und sie geht leider nicht mehr. Ich habe meinen Zimmernachbarn gefragt, ob ich ein paar Unterwasserfotos von seiner Kamera haben könnte.

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Galapagos, Isabela Islands. Auf einer Nebeninsel von Isabela Island hatte unser Boot nur die Genehmigung zum Besuch von 6 Uhr bis 7 Uhr in der Früh. Somit hieß es für uns früh aufzustehen. Dort gab es Landleguane zu sehen und ca. 15 black Tip Haie, die an einem Platz sich aufhielten. Auch die Lavafelsen hatten eine Besonderheit, denn sie waren von einer Art Pflanze (weisses Moos) bewachsen, aber nur von der windzugewandten Seite. Anschließend gingen wir noch eine Stunde schnorcheln. Dies war der beste Schnorchelgang bis jetzt. Wir konnten schwimmen und tauchen zusammen mit einigen Schildkröten und Seelöwen, die so um uns herumflitzten und mit uns spielen wollten. Nach dem Frühstück wurden wir in den Ort auf der Insel gebracht, wo einige von uns Kaffee trinken gegangen sind und mit dem Handy Verbindung gesucht haben. Nachmittags sind wir wieder in den Ort und haben eine Schildkröten Aufzucht besucht. Dort hatte es auch einen Mangrovenwald mit ausgedehnten Seen, welche Flamingos beherbergt haben. Den Abend verbrachten wir wie immer an Bord.

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Galapagos, Isabela Island. Morgens fuhren wir mit den Beibooten nach Fernandina Island. Dort sahen wir jede Menge Marine Iguanas, Galapagos Schlangen, Seelöwen, die einzigen flugunfähigen Cormorane und Lava Lizards. Um 10 Uhr gingen wir schnorcheln für eine gute Stunde und sahen wieder jede Menge Meeresschildkröten, einmal sah ich 7 auf einem Platz. Wir sahen Seelöwen und vieles mehr.

Nachmittags gingen wir auf Isabela Island an Land. Es ist die größte aber auch die jüngste Insel des Archipels. Isabela ist erst 300.000 Jahre alt. Die Insel besteht aus 5 Vulkanen die bis zu 1700 m hoch sind. Wir liefen einen Berg hinauf und hatten einen schönen Ausblich auf den Darwin Lake und unser Schiff. Im Anschluss ging es noch mal schnorcheln. Dieses mal haben die anderen einen Galapagos Hai gesehen, er war ausgewachsen und hatte ca. 3 m länge. Ich mit noch 3 Schnorchlern habe Pinguine beim fischen gesehen. Es sind endemische Tiere mit nur max 45 cm Größe. Die Pinguine sind extrem gute Schwimmer/Taucher. Sie können mit bis zu 40 km/h tauchen. Es waren ca. 20 Pinguine gleichzeitig, die nur so um mich herum sausten. Wobei vorher die Schildkröten, Fische und Fischschwärme sich eher gemütlich bewegten, fetzten die Pinguine nur so um mich herum. Ich konnte sogar einen am Rücken berühren. Sie schnappten sich die kleineren Fische, schlugen Haken und brachten jede Menge Bewegung in die Unterwasserwelt. Es war eine Schau. Als plötzlich ca. 2 m vor mit ein „blue Foot Boobi“ rin Blaufußbubi hoch oben aus der Luft ins Wasser schoss und sich einen Fisch schnappte. Es war unglaublich. Leider ist meine Gopro Unterwasserkamera nicht mehr funktionstüchtig so das ich dies alles leider nicht festhalten konnte. Aber vielleicht kann ich ein paar Bilder von jemandem kopieren. Nachmittag um 16:30 Uhr fuhr unser Bot wieder los, weil wir bis morgen früh mind. 11 Std. Fahrzeit haben, um die Insel Isabella umrunden zu können.

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Galapagos Island Baltra. Wir fuhren die ganze Nacht hindurch ca. 11 Std. In der Früh sind wir an der Isla Santiago angekommen, wo wir wieder wie üblich einen Landgang hatten und verschiedene Tiere gesehen haben. Neu waren Furth Seals. Diese sind ein wenig unterschiedlich zu den Seelöwen. Auch einen Galapagos Habicht konnten wir sehen. Es ist sehr verwunderlich, das sich die Tiere durch Menschen fast nicht stören lassen. Somit konnten wir auch zum Habicht bis auf 3 Metern hin gehen, ohne das dieser weg flog. Im Anschluss daran hatten wir wieder eine Stunde schnorcheln. Dabei sahen wir unter Anderem einen Eagle Ray (ein mittelgroßer blauer Rochen mit weissen Punkten drauf). Wir fuhren dann ca. 2,5 Std. zur Insel Rabida, auf der wir nachmittags wieder eine Wanderung unternahmen und auf einen Hügel stiegen um die Aussicht zu genießen. Anschließend wieder einen Schnorchel Gang. Diesmal sahen wir einen 2,5 bis 3 Meter langen Galapagos Hai. Ich war nur 2 Meter von Ihm weg und mir wurde schon ein bisschen mulmig. Als er sich zu mir her drehte, schaute ich rechts und links und ruderte ein bisschen zurück, so das ich nicht der vorderste Taucher war. Als wir erst am Strand waren spielten dort noch zwei kleine Robben, als wir wieder zurück kamen, war da nur noch eine. Wir hofften, das der Hai nicht diese Robbe verspeist hat. Spät Nachmittags fuhren wir zur Insel Baltra, die schon in der Nähe von unserem Startpunkt liegt.

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Galapagos, Santa Cruz Island Puerto Ayora. Um 6 Uhr früh hatten wir vom Boot aus eine Stunde Vögelbeobachtung um eine unbewohnte Insel herum. Nach dem Frühstück an Bord mussten wir unsere Kabinen räumen und gingen an Land. Mit Bus, Fähre und noch mal einem Bus ging es quer über die Insel Santa Cruz nach Puerto Ayora. Der Ort ist mit ca. 20.000 EW der größte des Archipels. Mit Tom aus Irland, Juhi aus England und Reed aus Dänemark ging ich Mittags und Abends zusammen essen. Dazwischen bezog ich mein Hotelzimmer und schaute whats app und emails durch. Nach 8 Tagen auf See kommt es einem an Land vor, das es schaukelt. Boot und Hotel sind eine willkommene Abwechslung zum schlafen im Auto, aber trotzdem freue ich mich schon wieder darauf.

Galapagos, Santa Cruz Puerto Ayora. Charles Darwin hat auf Galapagos geforscht und seine Evolutionstheorie hier auf gestellt. Daraus resuliert hier nun eine Stiftung die sich den Naturschutz und Forschung auf die Fahnen schreiben. Ich habe die Darwin Station besucht. Es war ca. 20 min. zu Fuß von Puerto Ayora entfernt. In einem extra Raum haben Sie die Schildkröte „lonsome Jorge“ ausgestellt. Dieser war der letzte seiner Art und er ist einsam 2012 gestorben. Es war eine kleinere Schildkrötenart die nur so um die 90 kg erreicht, aber einen sehr langen Hals hat. Es gab noch weitere Gebäude über die Unterwasserwelt, wobei hier Haie sehr im Vordergrund standen und die Forschungen von Darwin. Nachmittags habe ich einen Keramikgarten besucht und bin Abends mit Juhi und ihren Freunden (alles indisch stämmige Engländer) Essen gegangen.

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Machachi am Cotopaxi. Es war ganz schön ein Weg von Puerto Ayora zum Flughafen. Erst Taxi, dann Bus, dann Fähre, dann wieder Bus. Mittag ging mein Flieger und es klappte alles gut. Ich traf Ried am Flughafen und Sie weinte fast, als der Mann am Check in Ihr Ticket nicht akzeptieren wollte. Es klärte sich bald auf und somit hatte auch Sie keine Probleme. Ich landete pünktlich und wurde von meinem Hostel wie vereinbart vom Flughafen abgeholt. Da am Auto die Batterie leer ist, fuhr ich noch ca. 70 km zum Mount Cotopaxi. Es war schon dunkel als ich an kam. Aber ich bekam gutes Essen, einen schönen Standplatz für das Auto und eine Tour für morgen um mit dem Mountenbike den Cotopaxi herunter zu fahren. Abends machte ich noch Fotobuch, was nach all den Tagen auf Galapagos überfällig ist.

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