Hazelton nach Whitehorse

DSC_4002

Den ersten Bären habe ich gar nicht weit von dem Campingplatz aus gesehen an dem ich übernachtet habe. Leider war ich da mit dem Foto nicht schnell genug. Auch einen schönen Wolf habe ich am Straßenrand gesehen. Nun hab ich bereits schon den 3. Bären gesehen und auch fest gehalten.

DSC_3981

L1130800

In einem Indianerdorf in Kitwanga.

L1130804

DSC_4010

Ich habe auf der 37er Hwy einen Abstecher (124km hin und retour) nach Stewart gemacht. Dabei kam ich an beeindruckenden Landschaften vorbei. Sogar an einem Gletscher.

DSC_4033

DSC_4042

DSC_4062

DSC_4090

Stewart liegt am Pazifik. Das Meer ragt dabei 90 km in das Land hinein. Das Foto ist von Alaska aus gemacht. Ich kam ohne Kontrolle rein nach Alaska aber als ich 3 Std. später wieder raus fuhr wurde ich voll kontrolliert.

DSC_4099

Hier beginnt der Alaska Hwy. Aber er geht nicht weiter nach oben. Es führ keine Straße weiter. Also schön wieder zurück und die 37er weiter nach Norden fahren.

L1130813

L1130816

Ich kann es gar nicht oft genug sagen, die Landschaft in Britisch Columbia ist wunderschön, wo man auch hinsieht.

L1130818

L1130819

L1130821

Heute bin ich weit gefahren. Das Wetter war so lala und die Strecke
gab nicht allzuviel her. Nun ich bin die letzten Tage auch verwöhnt
worden. Ich bin gerade noch mit nur noch der halben Reserve im
Tank zu einer Tankstelle gekommen. Ich werde künftig immer tanken
wenn ich an einer Tankstelle vorbei komme, egal wie viel oder wenig
in den Tank geht. Es gibt hier soviel Wald, das wir uns als Europäer
gar nicht vorstellen können. Ca. 1 Std. nach dem Tanken habe ich einen
Anhalter mitgenommen. Er war recht freundlich. Er wollte nur ca.
1,5 Std. mit fahren. Bis zur nächsten Kreuzung halt. Da war auch noch
eine Tankstelle, wo ich gleich wieder voll getankt habe. :-) Ein paar
Lebensmittel hatte die Tankstelle auch. Ich fragte nach Kartoffeln und
Butter. Da meinte der Tankwart das hat er nicht. Die nächste Möglichkeit
Lebensmittel ein zu kaufen kommt aber schon in 200 km!
Ich bin von 9:30 Uhr mit einer schönen Mittagsbrotzeitpause an einem
See, bis ca. 19:30 gefahren. Dann bin ich in Whitehorse angekommen.
Ich habe auf der Fahrt endlich nach 5 Tagen fahren den Bundesstaat
Britisch Columbia verlassen und bin in den Bundesstaat Yukon gekommen.
Whitehorse ist die Hauptstadt von Yukon und hat immerhin 26.000 EW.
Ich habe am Friedhofsparkplatz übernachtet. Da war es schön ruhig.
Heute ist der 01. Juni und ich habe lange geschlafen und in der Früh
um 10:30 mit Michaela geskyped. Denn daheim ist es 18:30 Uhr.
Dann bin ich los und habe mir zusätzliche Ersatzkanister für den Norden
gekauft. Sicher ist sicher. Am Nachmittag habe ich den Raddampfer
welcher heute ein Museum ist besichtigt. Dann habe ich im Besucherzentrum
wieder nach First Nation Kontakte gefragt. Ich wurde verwiesen an das
Council of First Nation. Dort wurde ich weiter verwiesen an das Kultur
Zentrum. Im Garten waren einige Indianer die ein “reinigendes Feuer”
unterhielten. Denn es kamen 2 Menschen durch einen Unfall ums Leben
und Sie sagten wir müssten Ihre Seelen befreien. Ich nahm daran teil,
und wurde von einem Indianer mit Rauch gereinigt und der andere
gab mir einen Tee für die innerliche Reinigung. Ich hatte mit Wil, einer
von Ihnen ein sehr gutes Gespräch über die Weltanschauung der Indianer.
Er sagte wir sollen nicht urteilen! Und es macht gar keinen Unterschied wie
andere handeln. Wir sind nur als Gäste auf dieser Welt und abgerechnet wird
sowieso nicht hier auf Erden. Nun, der Mann sagte mir, nach was ich schon all die Zeit in der ich hier bin gesucht habe. Ich bin sehr beeindruckt von
der Spiritualität dieser Menschen. Auf einem Foto in dem Kulturzentrum
las ich den Spruch: Ohne Land sind die Indianer Ihrer Seele, Ihres Lebens,
Ihrer Identität und Ihrem Sinn beraubt.
Wir könnten soviel von diesen großartigen Menschen lernen, die über 8000 Jahre hier gelebt haben und nichts zerstört haben, so wie wir.

DSC_4125

Irgendwie geht mein Tracking gerade nicht mehr. Also nicht wundern, wenn ich da aktuell immer noch in Haselton bin. Ich arbeite dran, es wieder in Gang zu bringen.

L1130822

Ich bin hier noch ungefähr 8 Fahrstunden von der Grenze nach Alaska weg und 18 Std. von Anchorage. Heute habe ich noch mit jemandem gesprochen, der sagte falls ich in Alaska nicht hoch zur Bearing Sea komme, kann ich in Canada hoch fahren. Die haben gerade zum 150 Geburtstag von Canada eine schöne neue Straße rauf eröffnet.

L1130831

L1130826

L1130827

Heizkessel auf dem Raddampfer

L1130829

Küche mit Speisesaal dahinter

L1130828

L1130830

L1130836

Der “wilde Westen” lässt grüßen!

L1130838

L1130840

L1130824

An der Touristeninformation habe ich ein Motorrad mit Beiwagen mit einem französischen Nummernschild entdeckt. Also falls der auch so weit fahren will würde ich nicht tauschen wollen. Auch die Übernachtungen in der Wildnis mit Bären, Wölfe und extrem Moskitos stelle ich mir nicht so prickelnd vor. Es kommt aber noch besser…

L1130825..

… da stand noch ein deutsches Fahrrad von Manufaktur mit deutschen Satteltaschen von Ortlieb. Im Touristeninformationszentrum habe ich den Typen gleich gesehen, der das Fahrrad hat. Er war voll verbrannt von der Sonne und sah ein bisschen geschafft aus. Ich habe Ihn angesprochen. Es war ein Finne. Ich fragte Ihn wo er gestartet ist und wo er hin will. Er sagte Fairbanks und er will nach Argentinien. Respekt! Da brauch ich mit dem Auto schon ein Jahr! Ich fragte wie lange er dazu rechnet. Er hat mit 2 Jahren kalkuliert. Er war nicht sehr gesprächig. Aber so eine Leistung wird wohl kaum zu überbieten sein.

 

Prince George nach Hazelton

Prince George ist mit 76.000 EW eine Metropole für einen Umkreis von sicher 300 km.

L1130717

In einem Park in Prince George hat ein lokaler Künstler kleine Gesichter in die Bäume geschnitzt.

L1130723

Das Eisenbahn und Holzindustrie Museum in Prince George.

L1130730

Eine Bahnstation mit angeschlossener Wohnung für die Bahnwärterfamilie.

L1130731

Ein herrschaftlicher Bahnwagon aus vergangenen Zeiten.

L1130736

Eine Schneeräumlokomotive

L1130742

Kranwagon für die Holzarbeit

L1130749

Ich hatte irgendwie noch nicht so recht Vertrauen in meine Reparatur. Gerade vor dem Hintergrund, das ich in Alaska vermutlich noch weniger Hilfe erwarten kann als in Canada. So bin ich zum Handel und habe mir ein paar sehr massive Schlauchschellen gekauft, die ich noch zusätzlich zu den bereits montieren und erprobten kleineren Schlauchschellen montiert habe. So, nun habe ich zumindest ein gutes Gefühl.

DSC_3838

Letzte Nacht hatte ich ziemlich viele Moskitos und ich habe mich recht bald in den Bus verkrochen. In einem Campingladen fand ich einen kleinen Propangas betriebenen Brenner mit Moskito Repellen. Aus Erfahrung kann ich mittlerweile sagen es hilft zu 80% :-)

DSC_3895

Es hat zwischenzeitlich so ausgesehen, als ob die Landschaft flacher würde. Aber wie aus dem Nichts taucht wieder ein Berg um den anderen auf. Die Viehhaltung hier findet vornehmlich auf den ausgedehnten Weiden statt.

DSC_3908

Die Flüsse sind sehr voll, denn es ist Schneeschmelze.

L1130765

Ein sehr freundlicher Kanadier hat mich auf seinem Grundstück nahe am Bukley Fluss übernachten lassen. Da kann man es aushalten.

L1130767

Essen und Bier ist wie daheim.

DSC_3897

Als ich am Sonntag an die erste Tankstelle kam, war diese leider geschlossen. An der nächsten gab es keinen Diesel und an der 3. Tankstelle gab es zwar Diesel aber für das Auffüllen meines Wassertanks war kein Schlauch da. Kurzerhand fuhr ich los und kaufte einen Schlauch. Als ich zurück war um Wasser einzufüllen, kam ein größeres Gefährt zur Tankstelle und ich traute meinen Augen nicht Sie hatten Freisinger Nummernschilder. Auch Sie bemerkten beine Dachauer Nummern schnell und so gab es ein Riesen Hallo. Es waren Conny und Peter. Sie sind in Halifax vor 2 Monaten gestartet und wollen genau wie ich ganz in den Norden und dann ganz in den Süden. Sie sagten ich sei der Erste den Sie treffen der den ganzen Weg machen will. Es kam sogar noch besser, denn Peter war in München bei der Berufsfeuerwehr und hatte vor 25 Jahren in dem gleichem Projekt der Handwerkskammer zu tun mit Brasilianern. Sie haben dadurch Bekannte in Joinville, die Sie auch am Ende der Reise besuchen wollen. Genau wie ich. Das ist wirklich ein seltener Zufall! So spontan wie wir uns getroffen haben haben wir uns auch wieder verabschiedet mit der großen Hoffnung das wir uns sicher auf dem Weg noch mehrmals begegnen würden. Ich wünsche den Beiden auf Ihrer Reise viel Glück und das alles so kommen soll wie Sie sich das wünschen.

DSC_3921

Ortschaft Hazelton auf dem 16 Hwy.

DSC_3926

Neben Hazelton ist die “First Nation People” Reservation `KZANL1130782

L1130784

L1130785

Eine freundliche Indianerin hat mir mit einem deutschsprachigem Wiedergabegerät eine Führung in Deutsch gegeben. Sie sagte, das Schamanen eine hohe Stellung gehabt haben früher. Ich fragte Sie ob es heute noch Schamanen gibt? Da meinte Sie ja, aber Sie kennt keinen. Im Dorf fragte ich noch mehrmals nach Schamanen. Auf der Straße kamen mir 2 mal betrunkene Indianer entgegen. Einer bat mich Ihn zur Hauptstraßenkreuzung zu fahren, was ich auch tat. Er sagte, er sehe keinen rechten Sinn mehr im Leben, alles hat sich so verändert. Er will sich nur noch mehr betrinken. Ich bin sehr traurig mit an zu sehen, was die “Zivilisation” mit diesen großartigen Menschen, die seit über 8000 Jahren hier gewohnt haben gemacht hat.

L1130791

Die “Zivilisation” wurde auch sozusagen als Museum erhalten, gleich neben dem Indianerreserve. Es sind viele alte Häuser der ehemaligen Siedler erhalten und auch ein Raddampfer.

L1130792

L1130793

L1130795

Heute war ich auf einem Campingplatz 10 km nördlich der Kreuzung Hwy16 mit dem Hwy37.

L1130796

Kartoffeln mit grünem Spargel und Sauce Hollandes.

DSC_3949

DSC_3955

Gerade bin ich in Stewart und fahr heute Nachmittag nach Hyder in Alaska. Leider geht der Weg nicht weiter somit muß ich zurück nach Canada und den Hwy37 weiter in den Norden. Es wird schon noch ein paar Tage dauern bis ich endgültig in Alaska bin.

DSC_3966

 

DSC_3972

Britisch Columbia

DSC_3831

Chillen am Lagerfeuer

L1130627

Die schneebedeckten Berge rücken näher.

L1130628

Whistler ist ein sehr touristischer Ort. Die Preise für Übernachtungen letztes WE lagen bei 600 CAD (ca. 400,-€)

Ich wollte ein Mountainbike ausleihen. Die wollten 150,- CAD da habe ich es lassen.

L1130630

L1130632

In Whistler ca. 150 km nördlich von Vancouver fanden 2010 die olympischen Winterspiele statt.

L1130640

L1130657

Der Berg ruft…

L1130658

L1130662

Mit Sandalen bin i a no ned Skilift gefahren.

L1130670

L1130671

Leider hat vor 3 Tagen die Skisaison aufgehört, sonst hätte ich mir schon ein paar Bretter ausgeliehen. Im Juni gehts dann am Gletscher wieder zum Skifahren.

L1130675

L1130677

Die Fahrt nordwärts ist wunderschön. Es geht an Flüssen entlang und an schön gelegenen Seen. Es sind ca. 700 km nach Prince George

L1130690

L1130692

L1130694

Das ist mein Pick up. Nur nicht so gepflegt :-)

L1130696

L1130700

Und es kam wie es kommen musste. Es machte bumm, und der reparierte Schlauch war wieder herunten.

L1130699

Das passierte genau in der Mitte von nichts. Ich schaffte es noch mit langsamer Fahrt bis zu 2 Häusern. Es kam ein freundlicher Österreich-Canadier heraus der mir half den Schlauch wieder zu befestigen.

L1130703

Tja, das hielt ungefähr 7 km. Dann war er wieder ab. Was tun? Hier sind nun gar keine Häuser mehr. Ich fuhr ein bisschen von der Strasse ab hinter einen Erdhügel und kochte erst mal zu Abend. Ich wollte den Motor auskühlen lassen, so das ich besser dran arbeiten kann.L1130704

Am anderen Tag in der Früh hab ich dann den Schlauch ausgebaut und selber geflickt. Mal schauen wie lange der hält?

L1130701

Das sind all meine Ersatzteile und Werkzeug. Leider habe ich keinen solchen Schlauch dabei. Also daheim fahr ich tausende von km und nichts passiert. Hier fahr ich 800 km und ich bin schon das 3. mal liegen geblieben.

L1130705

Na schaut doch ned soo schlecht aus.

L1130706

L1130707

Geschafft. Ich bin gerade in Prince George angekommen und schreibe nun den Blog im Touristen Center.