Panama 2. Teil

P1000774

Panama City. Die Nacht bei den Wärtern des Nationalparks war ruhig und ohne Vorkommnisse. Wir standen früh auf um zu der Schleuse Miraflores am Panama Canal zu kommen, weil wir hörten, das meist morgens die großen Schiffe geschleust werden. Der Eintritt kostete 15,- USD und wir konnten sehen wie 2 Schiffe durchgeschleust wurden. Es sind riesige Schleusen. Der Kanal feierte 2014 sein 100 jähriges Bestehen. 2006 wurde er erweitert und mit zusätzlichen größeren Schleusen versehen. Ein großes Schiff bezahlt schon mal 150.000 € für die Durchfahrt, welche nach Gewicht verrechnet wird. Ein Schwimmer steht im Guinnesbuch, da er der „günstigste“ Reisende auf dem Panama Kanal war. Sein Gewicht wurde verrechnet und das durchschwimmen kostete nur 36 Cent. Wir besuchten noch das Museum und schauten uns einen Film an. Dann fuhren wir nach Panama Stadt, wo wir zum Biomuseum gingen, welches von Frank Gerry erbaut wurde. In der Stadtmitte fanden wir noch das Hardrockcafe und Michaela war „grücklich“. Ich wollte noch einen Panama Hut kaufen stellte aber fest, das dieser in Kolumbine produziert wird. Somit entschied ich mich zu warten und den Hut dort zu kaufen. Leider vergaß ich beim Huthändler meine Kamera und wir waren sehr froh, das uns das frühzeitig aufgefallen ist und wir die Kamera wieder bekommen haben. Abends fuhren wir wieder zurück zu unserem sicherem und erprobten Nachtplatz bei den Nationalparkwärtern. Wir müssen morgen sehr früh raus und zum Flughafen, da Michaela leider wieder heim fliegt.

Bildschirmfoto 2018-04-07 um 20.44.07 Kopie

P1000732

P1000739

P1000758

P1000789

P1000790

P1000809

P1000814

Panama City. Wir standen schon um 6:10 Uhr auf denn Michaela musste früh zum Flughafen. Wir kamen gerade noch so durch den dichten Verkehr und schafften es rechtzeitig. Leider musste Michaela schon nach Hause fliegen. Ich fing sogleich an mit Wlan Verbindung meine Weiterreise und die „sagenumwogene“ Umschiffung des Darien Gap zu organisieren. Ich kontaktierte den Agenten Boris, den mir die Schweizer schon empfohlen hatten. Boris antwortete und teilte mir mit, das er noch ein Auto hätte das einen Container mit mir teilen würde. Es ist ein Mercedes Sprinter von Lukas einem Deutschem, mit dem ich gleich per Whatsapp Call Kontakt aufnahm. Nach 30 Min. lief meine Verbindung ab und ich fand eine neue Möglichkeit in einem Restaurant. Weiter nahm ich Verbindung auf mit Blue Sail, wobei ich diesen Kontakt von einem Travelerpaar aus Mexico hatte. Blue Sail bietet Segelturns von Panama nach Kolumbien an. Nun musste nur noch die Abreisedaten des Autos mit denen des Segelschiffes überein kommen. Dazu fuhr ich nach Colon. (ca. 80 km ) An das Karibikende des Panamacanals um Boris zu treffen. Das Büro lag in der „Free Zone“. Die Zone konnte nur mit Ausweis betreten werden, da diese Zone ein steuerfreies Gebiet war. Ich zahlte 7 USD und konnte damit auch hinein. Boris erklärte mir, das ich eine Inspektion mit dem Auto machen müsste, die nur in Panama City zu bekommen sei. Also müsste ich dorthin wieder zurück fahren. Ich zahlte 150,- USD an für meine Hälfte des Containers in der Hoffnung, das auch Lukas dies tun wird. Boris erklärte mir das ganze Procedere und erlaubte mir das Wlan im Büro zu nützen um meinen Segelturn zu organisieren. Ich entschied mich für die Abfahrt am 11.04. Das Auto wird am 10.04. in den Container verpackt und ich müsste 5 Tage später einigermassen rechtzeitig in Cartagena Kolumbien ankommen. Leider schloss das Büro und ich konnte den Deal mit dem Segelschiff nicht mehr klar machen. Die Agentur will eine Paypal Zahlung mit der ich keinerlei Erfahrung habe. Da muss ich mich morgen noch mal dahinter klemmen. Boris schärfte mir ein, das ich schon um 6 Uhr früh an der Inspektion sein soll, da es dort lange Schlangen gibt. Somit fuhr ich abends wieder Richtung Panama City zurück und blieb wieder bei meinem altbewährtem Nachtplatz. Ich will morgen schon um 5 Uhr raus um den Verkehr zu vermeiden und früh dran zu sein. Mal sehen ob es auch so kommt.

P1000830

P1000833

In da Pampa. Um 5 Uhr bin ich nach Panama City zur Inspektion. Diese liegt in einer schmuddrigen Gegend. Um 6:10 Uhr bekam ich die Nr. 18 von nur 25 welche sie ausgeben. Um 8 Uhr sollte der Inspektor kommen, wobei ja 17 Autos vor mir lagen. Ich traf die Starnberger noch mal und einen Iveco Daily mit einem netten rumänischem Paar. Der Inspektor kontrollierte nur die VIN Nr. in der Windschutzscheibe. Dann mussten wir bis 14 Uhr warten, bis uns das Dokument ausgefüllt wurde. Ich nutzte die Zeit und ging Wäsche waschen und zum Fischmarkt um zu essen. Nachmittags fuhr ich dann Richtung Colon, wo ich einen Campingplatz mit Koordinaten in das Navi eingab. Der Weg endete in einem Feldweg. An dem luxeriösem Haus an dem ich zum stehen kam, winkte mir eine freundliche Frau zu und fragte: Was macht jetzt ein Dachauer hier? Es war Selinda und Paul aus München und Wolfratshausen, die 12 Jahre auf einem Segelboot gelebt haben und sich vor einem Jahr hier niedergelassen haben. Und wenn Du denkst es geht nicht mehr, kommt von irgendwo ein Bayer her… Selinda hat mir angeboten vor dem Haus zu übernachten und ich dankte es Ihnen mit ein paar Bierchen. Wir ratschten noch den ganzen Abend.

P1000841

P1000851

P1000871

Playa Langosta. Inder Früh wurde ich von Selinda noch mit frisch geernteten Früchten versorgt und dann fuhr Ich zu den neuen Schleusen am Panama Kanal nach Agua Clara. Das Besucherzentrum wird fast ausschließlich mit Bussen von Kreuzfahrern frequentiert. Paul sagte mir, das die größeren Schiffe 800.000,- bis 1 Mio USD für die Durchschleußung berappen müssen. Ich schaute dem Treiben ein bisschen zu und war beeindruckt von der Größe der Schiffe und der Anlagen. An einer Tankstelle füllte ich meinen Wassertank auf, als ich bemerkte das mir ein Polizist zuschaute. Ich sagte Ihm, das sei eine Neuentwicklung aus Deutschland. Das Auto ist ökologisch und fährt mit Wasser. Er war sehr beeindruckt und fragte mich wie viel Wasser es wohl auf 100 Km braucht. Ich sagte Ihm gut 10 Liter. Da meinte er, nur 10 Lt. Wasser auf 100 km, das sei wirklich ökologisch. J Ich konnte nicht anders, es war zu komisch. Nachmittags tingelte ich die Karibikküste entlang bis nach Playa Langoste, der durch I-Overlander als sicherer Nachtplatz beschrieben wurde. Nach 18 Uhr schließt der Strand und ich parkte mich genau vor das Restaurante, welches einen Wachmann hat, der hoffentlich auch mich bewacht. Um 22 Uhr wurde Musik lauter. Nun es ist Samstag Nacht und die Panamericaner gehen gerne aus. Um 1 Uhr hörte ich Schreie und aufgeregten Lärm. Erst dachte ich dies sei womöglich ein Hahnenkampf, dann dachte ich an einen Überfall. Ich ließ mein Dach herunter und wollte weg fahren als schon einige Leute voller Aufregung ums Eck kamen. Leider kam ich nicht weit, denn die Schranke war aus Sicherheitsgründen ja herunten. Ich stellte mich in eine dunkle Ecke und schaute, was sich alles entwickelt. Ich denke es war eine Schlägerei unter den Gästen. Frauen schrien und wollten schlichten, wobei die Männer teils mit Prügel aufeinander los gingen. Nach gut einer Stunde lösten sich die Streithähne auf und ich stellte mich wieder zurück zur Raststätte und versuchte noch zu schlafenP1000876

P1000899

P1000900

P1000879

P1000905

P1000906

Turtle Caye Marina. Nach der sehr schlechten Nacht bin ich erst nach Puerto Lindo um mich kundig zu machen, wo der Treffpunkt für den Segelturn ist. Ich fragte einen 10 Jährigen, ob es hier eine Tankstelle gäbe, die auf meinem Navi eingezeichnet ist. Da sagte er frech: Wenn Du mir 5,- USD gibst sag ich Dir wo die Tankstelle ist. Ich dachte ich müsste aussteigen und dem Kerle eine kleben. Dann fuhr ich ohne Diesel weiter nach Turtle Caye Marina. Am Gate wollte mich der Wachmann nicht hinein lassen. Er sagte, sie wollen keine Camper in der Marina. Ich sagte ich sei weit gefahren um hier her zu kommen und nach einigem verhandeln lies er mich durch. Es ging noch 5 km Schotterpiste, dann war ich an der relaxten und sehr schönen Marina, wo ich auch übernachtet habe.

P1000912

P1000918

P1000921

Hinterlasse eine Antwort