El Salvador, Durchreise Honduras und Nicaragua

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Ataco, El Salvador. Gestern Abend und heute in der Früh habe ich mit meinen anderen deutschen Nachbarn, Andreas und Sandra aus Kempten gesprochen. Sie sind mit einem Iveco Daily 4×4 bereits 2 Jahre unterwegs. Dann bin ich 230 km nach San Cristobal an die Grenze zu El Salvador gefahren wozu ich 4 Std. gebraucht habe. Um 12:30 Uhr kam ich an die Grenze. Die Ausreise von Guatemala verlief glatt, und flott. Die Einreise nach El Salvador war nicht so einfach. Als ich von einem Wachmann in das Gebäude begleitet wurde, sagte die Grenzerin ich müsste draußen warten, Sie mache jetzt Mittagspause. Da mein Auto 5 Meter vor der Türe parkte, nahm ich mir die Dame zum Vorbild und machte gleichermaßen Mittagspause. Die Grenzer ließen sich Zeit, so das ich erst nach 1,5 Std. bearbeitet wurde. Der Beamte teilte mir mit, das ich meine Papiere kopieren müsste, und Ihnen zur Verfügung stellen. Es gäbe einen Kopierladen die Straße runter. Nun ich tat wie mir geheißen wurde. Nun wurde noch das Auto überprüft und die Papiere von der Frau Grenzerin langwierig in den Computer eingegeben. So nun ist das Auto eingeführt und somit musste nur noch ich zur Immigration. Nach weiteren 1,5 Std. habe ich auch dies geschafft, und bis auf die Kopien alles kostenlos. Dann fuhr ich nach Ataco, ein 9500 EW Dorf an der Routa de las Flores. Es ist ein sehr vitales Dorf wo am heutigem Sonntag Markt war und auch so war alles voller Leute. El Salvador ist Kaffeeanbaugebiet und somit zelebrieren viele Cafes hier Ihre Kaffeespezialitäten. Nachts parkte ich in einer Seitenstraße unter einer Straßenlampe.

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Playa El Majahual. Übersichtlicherweise fasse ich zusammen, das ich in Belice in 4 Tagen ca. 600 km gefahren bin und in Guatemala in 8 Tagen rund 1400 km. Von Ataco bin ich weiter die Ruta de la las Flores. Ich hielt im Ort Apaneca, wo ich einkaufen ging und hielt noch mal in Juayua. Dort ließ ich mein Auto waschen und ging in ein Cafe wo ich wlan hatte. Und wer kommt in das Cafe? Katrin und Hans aus Hof, mit noch einem anderem Travelerpaar die auch mit einem VW Bus unterwegs waren aus Deutschland. Das war ein nettes Hallo. Nachdem mein Auto wieder blitz blank ist, fahre ich weiter zum Pazific an die Costa de la Basamico nach Playa el Majahual. Dort ging ich erst mal baden und was essen. Als Nachtplatz blieb ich am Strand bei dem Lokal wo ich essen war.

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Leon in Nicaragua. Abends ging mir schon ein Kissen ab, aber ich dachte es sei mir wie üblich unter die Sitzbank gerutscht, aber als ich die Sitzbank hoch machte, war kein Kissen da. Ich ging auf Spurensuche. Da sah ich in der Werkstatt ein großes schmutziges Ölfass mit Kartonagen drauf und darunter konnte ich was grün schimmern sehen. Ich schlich mich an und hob den Karton. Und siehe da mein Kissen. Hat mir doch der Nachtwächter, der mich eigentlich beschützen soll beklaut. In der Früh wimmelte es um mich von lauter Bürschchen die die Busse reinigten. Ich fühlte mich unwohl und dachte, das nicht viel fehlt und die Kerles beklauen mich. Ich packte flott zusammen und fuhr früh los zur Grenze nach Honduras. Dort überfielen mich auch Horden von „Grenzhelfern“. Die ersten wimmelte ich ab, doch dann nahm ich mir doch einen. Und das war gut, denn der lotste mich vorbei an einem Kilometer Lastwagen bis zur Grenze. Dort rannte er und kopierte all meine Papiere die ich brauchte und sprang dann auf ein Tuk Tuk um von der El Salvador Grenze zur Honduras Grenze zu kommen. Dort kopierte er wieder Unterlagen und begleitete mich zur Bank wo ich die Autoeinfuhrerlaubnis bezahlen musste. Ich gab dem Mann 10,-USD denn er brachte mich in 1,5 Std. durch die beiden Grenzen. Dann fuhr ich in ca. 2 Std. die 120km durch Honduras und kam zur nächsten Grenze. Hier kamen auch wieder überfallmäßig Helfer, die ich alle in die Flucht schlug. Die Passkontrolle ging schnell, aber die Ausfuhr meines Autos war wieder mal die ganze Brigade in der Mittagspause. Nun ich machte es Ihnen einfach nach und machte Brotzeit im Auto, dann bekam ich die Ausfuhr auch noch hin. Die Grenze Nicaragua war da schon nicht mehr so leicht. Es dauerte noch mal so ca. 1,5 Std. bis ich alle Papiere gestempelt und geprüft hatte. Doch dann hatte ich es tatsächlich geschafft, beide Grenzen an einem Tag. Ich fuhr noch die 120km nach Leon wo ich bei der Feuerwehr einen sicheren Nachtplatz fand.

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Granada. Die Nacht bei der Feuerwehr war sicher und ruhig, obwohl nur 100 m vom Stadtplatz entfernt. Als ich frühstückte und meine Seitentüre auf hatte, fuhr ein Mann sein Auto weg und fing ein Gespräch mit mir an. Es endete damit das er mir alles Gute für meinen Weg wünschte, dazu Gottes Segen und das bei mir im Auto jederzeit Schutzengel mitreisen sollen, die auf mich aufpassen. Es war kein flaches Gespräch, sondern reell und ehrlich. Dann schaute ich mir Leon noch bei einem 3 stündigem Spaziergang an. Am frühem Nachmittag fuhr ich weiter nach Granada. Es sind nur 130 km, die ich in 3 Std. schaffen sollte. Aber je näher ich zur Hauptstadt Managua kam, desto dichter wurde der Verkehr. Und da passierte es: Ich wurde wieder einmal von der Polizei herausgewunken. Zu schnell gefahren konnte es sicher nicht sein. Erst wollte der Polizist meine Papiere sehen. Dann gab er mich mit meinem kopiertem Führerschein nicht zufrieden. Dann sagte ich er solle sich nicht so haben, der hat noch bei allen Grenzübertritten ausgereicht und ich hätte keinen anderen. Nun er zeigte mir eine Auflistung und ich solle bei Punkt 4 nachschauen, was mich das kosten würde. 3000 Cordobas (knapp 100 USD). Da fing ich wieder meine Hinhaltetaktik an. Als Ihn das nervte kam er mir entgegen und meinte wir könnten auch noch Punkt 8 abrechnen. Das wären noch 1000 Cordoba. Zwischenzeitlich hatte ich das Gefühl, das ich kostenlos davonkommen würde, aber er blieb dann doch hartnäckig und wir einigten uns auf 500 Cordoba, was rund 17,- USD sind. Ich gab Ihm das Geld als „Spende“ und dachte, damit kann ich auch leben. Dann fuhr ich weiter nach Granada. Und ich muss sagen, ich finde diese Stadt wunderschön.

Grundsätzlich fällt mir auf, das ich ungefähr ein halbes Jahr gebracht habe um Canada, USA und Mexico zu bereisen, und das ich die letzten 3 Wochen Belize, Guatemala, El Salvador, Honduras und Nicaraguas bereist habe. Also ist mein Länderkonto auf dieser Reise in kurzer Zeit auf das 8te Land angewachsen.

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