Guerrero Negro nach Loreto

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Bahia Asuncion. Vormittags habe ich damit verbracht einen Eintrag in meinen Blog hoch zu laden und war dazu in einem Cafe bei guten Capuccino und Crepes mit Früchten. An der Tankstelle habe ich nun mein Duschrohr voll gemacht.

Die Strecke heute war 180 km. Nun da ich immer weiter Richtung Süden komme wird es wieder heißer. Ich hatte heute zwischen 35 und 39 Grad. Als ich an Salzflächen vorbei kam holte ich meinen Hammer aus der Werkzeugkiste und ging Salz ernten. (Das gute mit den Mineralien)

Heute hat mir Christine geschrieben, das Benedikt einen Autounfall hatte, aber keiner verletzt wurde. Das geht mir die ganze Zeit durch den Kopf. Nachmittags kam ich nach Bahia Asuncion. Ich fuhr mit meinem Allrad gleich in den Sand am Strand und erfrischte mich im Meer. Nun kam der große Moment meine Dusche aus zu probieren. Mit dem Duschkopf kam fast kein Wasser (ich entfernte mittlerweile die Feinsiebe und will es nächstes mal wieder probieren) aber nur mit dem Rohr ging es gut. Das Wasser was sehr schön warm. Perfekt. Die Dusche ist super und macht mir Freude. Hier ist auch ein guter Platz um Pelikane zu beobachten. Es scheint Ihnen sichtlich Spaß zu machen in Gruppen auf dem Scheitel einer Welle ganz knapp über dem Wasser zu „reiten“. Ich kochte am Strand meinen 2. Hummer und fuhr abends noch ein bisschen rum um einen schönen Nachtplatz zu finden. Auf der anderen Seite des Dorfes fand ich wieder einen schönen Platz am Meer. Diesmal schlief ich oben bei offenen Fenstern und konnte den Sternenhimmel und das Meer an schauen.

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Bahia Asuncion. Der Autounfall von Benedikt beschäftigt mich noch sehr. Ich wollte mit Ihm skypen hatte aber leider zu schlechten Empfang. So machte ich mich auf den Weg nach La Bocana. Dies sind ungefähr 80 km Sandstraße. Die Straße war recht schlecht zu fahren meist nur mit 20 kmh, da sie so gerüttelt hat. Nach ungefähr 15 km bin ich Richtung Strand abgebogen um zu schauen, ob ich nicht besser am Strand entlang fahren kann. Bevor ich zum Strand runter fahren wollte habe ich noch ein paar Fotos gemacht. Als ich los fahren wollte grub sich das Auto ein. Es war der komplette Untergrund aus Muschelschalen. Somit kein fester Untergrund. Mit einem kleinem Stück Holz versuchte ich das Auto aus zu graben und die Böschung zum Strand hinunter zu fahren. Aber bei jedem Versuch gruben sich die Reifen weiter ein. Nun saß das Auto unten schon komplett auf. Nach 4 ½ Stunden sah ich weit vorne am Strand ein Quadt. Ich winkte und wurde bemerkt. Das Quadt konnte mir nur leider auch nicht weiter helfen. Der Fahrer, der mit seiner Frau unterwegs war sagte mir, das er mir einen Abschleppdienst schicken würde. Nach ungefähr 2 Stunden kam ein Mann mit einem rotem Jeep seinem Sohn und seinem Neffen. Zu viert werkelten wir bestimmt noch so eine Stunde bis wir das Auto frei bekamen. Wieder frei quietschten meine Bremsen, weil Steinchen hineingekommen sind. Die freundlichen Helfer behoben auch dies. Der Mann verlangte 500 Pesos, was ungefähr 30,-€ entsprach. Ich gab Ihnen 1000, weil ich wirklich sehr dankbar für die Hilfe war. Mittlerweile war es schon dunkel geworden. Ich fuhr nur noch ein paar Kilometer meinem Ziel näher bog ab und stellte das Auto zum übernachten auf.

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La Bocana. Ich habe einen Sonnenbrand und Blasen an der Hand von gestern. Die Wellen an dem Strand sind geschätzt 5 bis 6 Meter hoch, so das es relativ laut ist und fast schon wie donnert, wenn die Wellen brechen. Ich nachte mich nun auf die Fortsetzung meines Weges nach La Bocana. Die Sandpiste war so schlecht, das ich oft nur mit 15 kmh voran kam. Es sind oft eine Art Wellen in der Straße, die obwohl eine Sandstraße steinhart sind. Auf die Wellen schlagen die Reifen hart an, so das es extrem rüttelt. Wenn man ein bisschen schneller fahren will hat man das Gefühl, das es jeden Moment das Auto zerlegen könnte. Für die rund 50 km dorthin habe ich etwa 2,5 Stunden gebraucht. Aber es hat sich gelohnt. Es ist wunderschön hier. In einem Restaurant am Meer habe ich erst mal was gegessen. Bocana heißt soviel wie Flussmündung. Ich nahm also ein schönes Bad im Meer und duschte mich mit meiner Außendusche. Das Wasser war fast ein bisschen zu warm. Nach weiteren 20 km Sandstraße kam ich endlich wieder auf Asphalt. Ich fuhr noch 110 km nach San Ignacio, welches eine katholische Mission war und eine Palmenbewachsene Oase. Es ist sehr schön und ruhig hier. Da ich gestern ja gar nicht weit gekommen war entschloss ich mich noch 70 km weiter nach Santa Rosalia zu fahren. Dort hat Herr Eifel (der in Paris den Turm gebaut hat) eine Kirche gebaut. Nun bin ich erstmals auf der Golf Seite. Abends ging ich in ein Restaurant zum Essen.

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Mitten in der Pampa. Von Santa Rosalia aus bin ich Richtung Mulege´gefahren. Ursprünglich war mein Plan, das ich etwa bis ins ca. 200 km entfernte Loreto fahren will. Nachdem ich mir Mulege´angeschaut habe ging es weiter auf der Strecke. Enoch, der Führer in der Saline sagte, das die Strände südwärts von Mulege´sehr schön sein sollen. Somit bog ich ab Richtung Meer. Zwischen Kakteen durch kam ich zu einigen verlassenen Häusern, wo ich zum Mittagkochen/Essen herrichtete. Dann ging es weiter und es kamen die vorausgesagten Strände. Das Meer ist hier absolut ruhig ich fuhr mit dem Auto mehrmals zu den Stränden. An einem der Strände sprang ich dann noch ins Wasser. So, nun aber weiter nach Loreto. Um 17:30 Uhr kam ich an einem Schild vorbei auf dem stand San Isidro. Da fiel mir ein, das Jo sagte dies sei eine sehenswerte Oase in der Wüste. Somit drehte ich um und bog ab. Keine Überraschung, es war eine Schotterpiste. Das Schild sagte 62 km. Die Strecke wurde schlimmer und schlimmer. Bis mir klar wurde, das ich das heute bei Tageslicht gar nicht schaffen werde. Mir fiel auf, das mein rechter hinterer Reifen nur noch wenig Luft hatte. Ich hoffe, das ich keinen Platten bekomme. Um 19:30 Uhr wurde es dunkel und ich parkte das Auto im Flachen, weil ich schon damit rechne, das ich morgen den Reifen wechseln muss. Ich bin bis jetzt nur 19 km weit gekommen. Ich werde morgen entscheiden, ob ich lieber umdrehe, oder doch noch weiter fahre. Ob ich noch meinen Stuhl aufbaue und noch ein bisschen draußen sitzen will hat sich auch von selbst erledigt, denn als ich zur Heckklappe gehen wollte kam grade eine richtig große Spinne mit ca. 10 cm Durchmesser und fettem harigem Körper und haarigen Beinen vorbei. Da es sehr heiß war baute ich noch meine Moskitogitter in die Schiebefenster ein. Leider kamen kleine Moskitos durch, so das es nur noch so wimmelte in meinem Auto. Ich zündete also noch einen Moskito Coil an und machte das Licht aus. Kaum zu glauben, aber im dunkeln kamen noch 2 Autos an der Straße vorbei.

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Pampa. Die Nacht wird nach anfänglicher Hitze recht kühl, so das ich gut mein Federbett brauchen konnte. Ein Reifen hat kaum mehr Luft und bei einem anderen Reifen hat die Felge einen beachtlichen Schlag ab bekommen. Und das nach nur 19 km. Ich habe also immer noch 43 km vor mir, wobei ich nicht weiß, ob die „Straße“ überhaupt fahrbar ist bis dort hin. Die Entscheidung steht. Ich dreh um. Nach gut 2 Stunden bin ich wieder auf der Teerstraße. Und nach einer weiteren Stunde in Loretto. Ein sehr schönes Städtchen. Ein bisschen touristisch aber sehr sauber und freundlich. Ich sah einen VW Bus T6 mit deutschen Nummernschildern und folgte Ihm. Es war Josef, er startete vor 3 Monaten in Halifax und will auch nach Argentinien. Josef wollte in einen Campingplatz. Dort verlangen Sie 21,- USD was mir zu teuer erschien. Somit fuhr ich an den Strand um noch ein bisschen im Meer zu schwimmen und dann mit meiner Dusche schön zu duschen.

Abends in dem Restaurant traf ich Josef wieder und wir tauschten unsere Erfahrungen aus. Wir gingen noch zusammen zur Mission wo eine Kunstausstellung war. Dann fuhr ich auf einen Parkplatz um zu übernachten.

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