Calgary Stampede und Dinosaurier Park

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Zweiter Tag in Fort McMurray. Leider hat sich niemand den ich gesucht hatte gefunden oder gemeldet. In dem Heritage Centre, welches wieder alte Häuser aufgebaut hatte, habe ich mit einer Frau gesprochen, die sagte, das Fort Mc Murray eine Krise hat, weil der Ölpreis so gefallen ist. Somit ist die Fördermenge erheblich zurück gegangen. Dann war letztes Jahr noch das schlimmste Feuer hier. Es wurden 80.000 Personen evakuiert und es sind 2600 Häuser wegen dem Waldbrand niedergebrannt. Das hat der Stadt geschadet.

Nun die Canadier sind zäh, die fangen sich schon wieder. Heute war es wieder sehr heiß. Auf meinem Dachträger habe ich eine Art Dusche. Dies ist ein schwarzer Sack mit Wasser drin, welches sich tagsüber durch die Sonne erwärmt, so das man abends schön duschen kann. Das habe ich heute ausprobiert und es hat super geklappt. Aber wie gestern, wenn die Sonne untergeht, kommen Horden von Mosquitos. Da hat es nur so gewuselt im Auto. Da bin ich zum Mörder geworden. Ich habe alle Register gezogen, denn ich will ja nicht nachts noch gestochen werden.

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Beim Frühstück kam ein Security Mann an mein Auto und meinte ich sei bereits das Stadtgespräch. Wir fingen ein angeregtes Gespräch an. Ich erzählte von meiner Reise und meinen Interessen. Er wollte mir helfen in Kontakt mit Indianern zu kommen. Dazu telefonierte er wie wild und begleitete mich zu einem Büro wo wir eine Dame trafen. Leider gab es die Tage kein Powwouw und Sie konnte mit einem Schamanen auch nicht weiter helfen. Der nette Security Mann hieß Ruben und kam ursprünglich aus Sri Lanka. Er meinte das sicher die lokale Presse auch Interesse an meiner Reise hätte. So telefonierte er weiter und begleitete mich zum Lokalblatt. Die Redakteurin war sehr nett und sagte mir, das sie wisse, das ich aus Dachau komme. Sie meint Ihr ist das Auto gestern schon aufgefallen und Sie hat im Internet die Autonummer recherchiert. Da ich aber nicht aus Fort Mc komme und auch kein Kanadier bin, werde ich es nicht in die Zeitung schaffen.

Ruben wollte mich sogar noch zum Bürgermeister schleppen, aber da war mir klar, das ich diesen Übereifer bremsen musste.

An der Tankstelle gab es leider kein Trinkwasser für mich. Der Autofahrer hinter mir bot gleich an bei Ihm zuhause zu tanken, was ich gerne annahm. Es war ein Mann, der vor 20 Jahren aus Neufundland nach Kanada kam. Alles sehr sehr nette Leute.

Leider habe ich von meinen früheren Bekannten keinen mehr aufgefunden.

Abends fuhr ich noch die 480 km nach Edmonton. Ich kam erst so um 22 Uhr an.

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Edmonton nach Calgary. Die Straße ist gut ausgebaut, so das man für die 300 km nur etwa 3 Stunden braucht. Sie ist geprägt von Landwirtschaft und Viehweiden.

Calgary war auch eine olympische Winterstadt in den 80er Jahren. Ich konnte mein Auto 2 Querstraßen vom Calgary Tower an einer Hauptstraße parken und ging in der Innenstadt spazieren und essen. Abends bin ich zur Stampede gefahren und versuchte mein Auto zu parken. Es war überall angeschrieben kein Camping, kein übernacht parken. Wie am Oktoberfest. Also fuhr ich weiter. Ich fuhr um das Fest herum und auf der anderen Seite war eine Wohngegend wo ich ohne weiteres wieder an einer Durchgangsstraße kostenlos parken und übernachten konnte. Ich hatte von da aus 5 min. zur Stampede und ging abends gleich mal hin und schaute mir das Feuerwerk an.

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Calgary. Mein naher Parkplatz stellte sich doch nicht so nah heraus. Der Ausgang den ich gestern Abend gesehen habe war leider kein Eingang. So musste ich um die halbe Stampede an einem Zaun herum laufen, bis ich zu einem Eingang kam. Gleich am Anfang war das Indian Village. Da haben viele verschieden Indianer Stämme Ihre Tippis aufgebaut und machen Vorführungen. Es ist eine sehr gute positive Stimmung hier. Als ich weiter ging, war es ein Volksfest wie das Oktoberfest mit vielen Fahrgeschäften und Imbiss Ständen. Auch das Militär war vertreten. Ein stolzer Soldat zeigte mir den Panzer Leopard 2 der in Deutschland gefertigt wurde und schon in Afganistan im Einsatz war. Ich habe mich ein bisschen geschämt für „unsere deutsche Ware“. Für ein Bier musste man in einen abgesperrten Bereich. In einer Halle kam ich bei einem Tibetanischem Heiler vorbei. Schon komisch, wo ich seit Wochen einen Indianischen Schamanen oder Medizinmann gesucht habe, laufe ich in einen Tibetanischen hinein. Nun ich ließ mich anschauen und er hat mir Kräuterpastillen und eine schwarze Flüssigkeit gegeben gegen Bluthochdruck und gegen Cholisterin. Dann habe ich mir noch Karten für die Stampede Show heute Abend gekauft und morgen für das Rodeo. So wie wir daheim mit Lederhosen auf´s Volksfest gehen, ist es Ehrensache für die Canadier mit Hut und Stiefeln angezogen zu sein. Die Show war ein zwei stündiges Pferdewagenrennen, und im Anschluss eine riesen Show mit großem Feuerwerk am Ende.

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Das Rodeo in der Stampede war, wie ich es mir vorgestellt hatte. Es gab verschiedene Kategorien wie Pferde mit und ohne Sattel, Bullriding, Cadlle Wresling etc. Das Rodeo ging über 3,5 Std. und ich saß bei 32 Grad in der prallen Sonne, was mir einen Sonnenbrand bescherte. Die Veranstalter ließen keine Gelegenheit aus zu sagen, das es die größte Outdoor Veranstaltung der Welt sei. Nach dem Rodeo schaute ich mir noch die weiteren Agrar Hallen.

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180 km östlich von Calgary ist ein Canyon in die Landschaft geschnitten. Auch ist es sehr heiß hier, heute 33 Grad. Es ist auch eine Archäologische Fundstätte, denn man hat hier jede Menge Dinosaurierknochen von etwa 400 unterschiedlichen Spezies gefunden, die etwa 75 Mio. Jahre alt sind. Auch hat man einige Salzwassertiere gefunden, was darauf hindeutet, das in einiger Vorzeit die Gegend auch unter dem Meeresspiegel lag. Heute ist es eigentlich nur ein Campingplatz und einige Wanderwege. Da auf dem Campingplatz nichts frei war und ich sowieso gar nicht gerne auf einen Campingplatz gehe, bin ich Richtung Banff Nationalpark aufgebrochen, wobei ich wieder durch Calgary komme. Ich fuhr von der Straße ab, ein bisschen der Sonne entgegen, und fand eine aufgeschüttete Feldeinfahrt wo ich mein Nachtlager aufschlug und wie des öfteren beim Kochen den Sonnenuntergang genoss.

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Übrigens das mit dem Tracking klappt leider noch nicht so wie es soll, also nicht wundern, wenn die Ortsangabe nicht stimmt.

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