Bundesstaat Alberta, da war ich vor 28 Jahren schon mal

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Fort St. John nach Spirit River. Langsam komme ich wieder in den Süden und in die „Zivilisation“. Im Norden gab es neben der Straße keine Stromleitungen. Dort mussten sich die Häuser oder die Orte selbst mit Strom versorgen. Auch gibt es hier wieder Radiosender, wobei ich im Norden ein paar Tausend Kilometer gefahren bin, wo es keinen Sender, gar nichts gab. Auch gibt es hier wieder Landwirtschaft. Jetzt Anfang Juli sind die Wiesen und Felder schön anzusehen. Teilweise wird sogar Öl gepumpt in kleinerem Stil. Kurz nach Fort St. John habe ich auch einen neuen Bundesstaat erreicht. Ich komme jetzt nach Alberta. Da ist es wieder sehr flach und ich komme an Bauernhöfen mit großen Maschinen vorbei. Als Nachtplatz bin ich einfach auf eine Wiese gefahren und genieße beim kochen wieder mal einen wunderschönen Sonnenuntergang.

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Spirit Lake. Als ich beim frühstücken war. Kam ein Pick Up Truck zu mir auf die Wiese. Da dachte ich, das mich der Landwirt gleich verjagen wird. Es war der Nachbar Landwirt mit seiner Frau. Sie wollten mich einladen, denn Sie haben bei Ihnen auf dem Hof einen viel schöneren Platz wo ich campen könnte. Das ist sehr freundlich! Sowas habe ich zuletzt auf dem Jakobsweg erfahren. Wir haben etwa eine halbe Stunde geratscht. Sie meinten, das am Wochenende ein Rodeo wäre. Aber ich wollte nicht 3-4 Tage hier bleiben. Auf dem Weg habe ich Anhalter mit genommen. Es war ein Indianisches Pärchen. Auch sehr nett. Leider hatte ich das Gefühl, das der Mann ziemlich nach Alkohol roch. Was mich sehr Leid tut. Ich habe heute um die 280 km gefahren und bin nun in Slave Lake.

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Edmonton. Von Slave Lake bis Edmonton waren es ca. 250 km. Unterwegs kam ich an einem Feld vorbei auf dem ca. 20 Frauen mit Kindern gearbeitet haben. Mir ist gleich aufgefallen, das Sie so „altmodisch“ angezogen waren. An dem industriell erscheinendem Hof habe ich eine Tafel gesehen auf der stand Gemeinschaft der Hutterer. Was sehr verblüfft ist, das die Frauen vermutlich Ihre Gewänder selber nähen, aber in der Landwirtschaft kommen größte industrielle Maschinen zum Einsatz.

100 km vor Edmonton habe ich bis jetzt am günstigsten getankt. Diesel der Liter für

0,95 CAD , sind ungefähr 0,64 €. In Edmonton habe ich mit dem Auto eine Runde um die Stadtmitte gedreht. Weil es aber recht schlecht mit dem parken war, bin ich zur West Edmonton Mall gefahren. Da war ich vor 28 Jahren mit dem Michi aus der Schweiz auch schon mal.

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Mein Nachtplatz in Spirit River

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Edmonton. Ich habe nachts vor einem Starbucks Cafe geparkt. Aber in der früh knallte so die Sonne auf mein Auto, das ich umparkte und mir ein schattigeres Plätzchen gesucht habe. Es hatte heute 31 Grad Hitze. Ich bin wieder zurück zum West Edmonton Mall. Dort fragte ich nach einer Antenne, um das WLAN zu verstärken und auch alternativ nach einer Sim Karte.

Eine Antenne gab es leider nicht und die Sim Karte war zu teuer. Ich konnte mich erinnern, als ich vor 28 Jahren da war, das es eine Achterbahn gab. Es soll immer noch die größte indoor Achterbahn der Welt sein. Diese hat mich damals schon ein bisschen das Fürchten gelehrt. Somit verzichtete ich auf eine weitere Erfahrung. Ich habe in Erfahrung gebracht, das eine Stampede mit Indianer Treffen Powwouw in Calgary stattfindet. Vom 07.07. bis 16.07. Um nicht Wege doppelt zu fahren bin ich aber los in die andere Richtung nach Norden. Abends um 21:30 Uhr kam ich an den Crow Lake wo ich anhielt und an dem communalem Campingplatz übernachten wollte. Nachdem ich Brotzeit gemacht und einen Rundgang gemacht habe, fiel mir auf, das ich mich registrieren musste und die Nacht hier 26 CAD kostete. Das war mir zu teuer und ich bin wieder auf die Straße. Nach weiteren 100 km bin ich auf einem Autobahnrastplatz raus und habe mein Zelt aufgeschlagen. Es gab wieder einen wunderschönen Sonnenuntergang.

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Fort McMurray. Hier war ich auch vor 28 Jahren mit Michi aus der Schweiz mit unserem VW Hippi Bus Fridolin. Ich habe von früher mir 4 Adressen aufgeschrieben. Mal sehen, ob ich noch jemand wiederfinde. Ich mach mir nicht allzu viel Hoffnung, da dies hier eine Ölstadt ist mit mittlerweile 60.000 EW und die Leute nur hier sind wenn Sie jung sind um Geld zu verdienen. Wenn die Leute älter werden ziehen sie weg. Nun ich bin zu den ersten beiden Adressen gefahren, welche in einem Trailerpark waren. Die Trailers waren weg geräumt und somit war hier nichts mehr! Eine weitere Adresse war niemand anzutreffen. Die vierte Adresse fand ich aber es öffnete jemand anders die Tür und die Frau wusste nichts von den Bewohnern vor 28 Jahren.

Nun so schnell wollte ich nicht aufgeben. Ich ging ins Internet und in einem Personensuchprogramm fand ich 2 der gesuchten Personen mit neuen Adressen. Lyle Dalueg habe ich das Haus gefunden. Leider war es verwaist. Ich hinterließ einen Denk Zettel mit meiner Handynummer. Graham Waterman konnte ich auch finden, ich hinterließ Ihm eine Nachricht auf Seinem Antwortbeantworter. Es kann aber auch einen Namen doppelt geben und dieser ist gar nicht der den ich suche. Ich bleibe noch mal hier und schau, ob mich einer der beiden anruft. Aber ich habe nicht all zu viel Hoffnung. Es ist auch schon viel zu lange her.

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Heritage Village in Fort Mc Murray.

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