Goldwaschen, rumballern und Waldbrände

L1140249

L1140178

Heute Vormittag ist es mir endlich gelungen eine Versicherung für mein Auto abzuschließen. Es ging über Deutschland durch die Reederei Seabridge. Somit habe ich mich so um ca. 14 Uhr auf die Rückreise nach Dawson City gemacht. Es war ein wunderschöner Tag mit 23 Grad und strahlendem Sonnenschein. Es hat richtig Spass gemacht zu fahren. LKW s zu überholen ist gar nicht so einfach. Denn meist ziehen Sie eine Staubfahne nach sich, das man wenn man drin ist keine 3 Meter mehr sehen kann. Ich habe abgewartet bis eine Steigung kam und die beiden LKWs langsamer wurden. Zu Gute kam mir auch noch der Seitenwind, und schwupp war ich vorbei. Auf der Hinfahrt habe ich schon einen saftigen Steinschlag kassiert, somit bremse ich fast völlig ab, wenn mir ein Auto entgegen kommt. Die beiden Fähren habe ich gut erwischt und so kam ich so gegen 20:30 Uhr zu Eagles Plant Tankstelle, was ungefähr die halbe Strecke ist. Dort war die Straße seit 16 uhr wegen Waldbrand gesperrt. Der Tankwart meinte, das diese heute wohl nicht mehr öffnen wird. Nach einer Stunde aber ging diese wieder auf und ich fuhr nach einer schönen Brotzeit noch mal los. Dabei kam ich an dem Waldbrand vorbei. Abends um 23 Uhr habe ich noch schöne Landschaftsfotos machen können. Mit zwei Motorradfahrer teilte ich mir einen Rastplatz.

DSC_4851

DSC_4857

DSC_4860

DSC_4886

DSC_4907

DSC_4918

DSC_4930

DSC_4966

Als ich gestern den Dempster Hwy. Weiter fuhr kam ich wieder an eine Straßensperre. Wobei viele Fahrzeuge auf der anderen Seite der Schranke standen. Der LKW Fahrer war nicht im Führerhaus. Ein anderes Fahrzeug stand noch da, aber der Fahrer schlief. Da schaute ich auf die Schilder an der Sperre. Sie hießen Fire. Da war mir klar, das die Straße hinter mir gesperrt war. Ich räumte kurzerhand ein paar Pylonen auf die Seite und querte.

DSC_5021

L1140195

Mein Nachtplatz.

L1140194

Die Schotterstraßen nehmen die Reifen ganz schön her.

DSC_5054

Ein Moose kreuzt die Straße. Aus der Nähe werden die recht groß!

DSC_5073

Dawson City von oben. Hier fließt der Yukon und der Klondike zusammen.

DSC_5101

Es war ein Fest der First Nation im Gange. Ich holte meinen Campinstuhl vom Auto und lauschte super Live Musik und genoss den Sonnenschein. Bis ein Gewitter aufkam. Da ging ich in meinen Bus und machte Siesta. Am anderen Tag ging ich Goldwaschen am Claim 33.

Hab auch mein Auto gewaschen. Wobei der Staub überall ist und sogar am Lack die Staubschleier nicht weggingen. Ich habe meine Wäsche gewaschen und im Waschsaloon 3 Goldsucher kennen gelernt. Sie sagen ich sollte heute Abend in einen Saloon kommen wo einer Pianospielt und morgen wenn i mag soll ich sie bei Ihrem Claim besuchen. Gut ich ging in die Pianobar und wir hatten richtig gute Männergespräche. Anschließend bin ich noch zu Diamonts Tooth Gerties und wollte noch das andere Programm der Chan Chan Tänerinnen sehen. An der Kasse stellte sich heraus, das der Eintritt nur allgemein einmal fällig ist. Somit ging ich zurück zum Auto um meine Eintrittskarte vom letzen Mal zu holen. Leider habe ich diese schon entsorgt. Aber ich hab das Strumpfband mitgenommen. Als ich an der Kasse ankam meinte die Frau, das ist die goldene Eintrittskarte und verlangte nix mehr. J Nachmittags habe ich auch noch das Auto der Freisinger gesehen und Ihnen einen Denkzettel an die Scheibe gemacht. Als ich bei meinem Auto ankam war auch ein Denkzettel als Nachricht bei mir. Sie fahren morgen früh ab und in den Norden, wo ich gerade her komme, aber wir sehen uns hoffentlich wieder wo anders.

L1140222

Es gibt hier noch eine weitere Sache anzuschauen. Es wurde eine „Dredge“ das ist eine industrielle Goldwaschmaschine wieder hergerichtet und es werden Führungen darin gemacht. Das ist angeblich in der Nähe wo die drei Goldsucher von gestern Ihren Claim am Bonanza Creek haben. Somit bin ich zur Führung gefahren. Es war sehr interessant. Die Dredge wurde 1912 gebaut und konnte Unmengen von Erdreich abbauen, das Gold separieren und das überschüssige Erdreich wieder ausspeien. Sie wurde mit Strom betrieben, so das Sie flussaufwärts ein Kraftwerk bauen mussten und den Strom über 50 km hier her transportierten. Somit kam Dawson City als eine der 3 ersten Städte in USA zu einem eigenem Stromnetz. Sie nannten es das Paris des Nordens. Die Dredge war so laut, das alle die darauf arbeiteten nach gewisser Zeit taub wurden. Sie wurde im 24 Std. Betrieb gefahren und hat bis 800 Uncen Gold (ca.24 kg) täglich gewonnen. Dies war die industrielle Goldgewinnung. Nach der Führung suchte ich den Goldclaim von Don, Ron und Junior. Als ich ankam waren Sie gerade mit dem Wasch out beschäftigt. Das heißt, alles was die Trommel an potenziellem Material übrig ließ wird noch mal in eine kleinere Zentrifuge gegeben und über eine Art Treppe ausgewaschen. Das ist viel Arbeit, und was auf dem Foto in der Pfanne zu sehen ist, ist auch ca. 3 Tonnen Abraum gewonnen. Das zahlt sich kaum aus, und die drei sagten, das Sie dies nur über den Sommer als Hobby machen würden, denn Sie kommen aus Manitoba. Als wir über die Waffengesetze gesprochen haben, hat jeder seine Waffen heraus gezogen und wir haben ein bisschen in der Gegend rumgeballert. Die großkalibrigen Waffen sind echt kein Spass. Das ist recht gefährlich. Hat aber um so mehr Spaß gemacht. Wir haben noch ein Bierchen getrunken und 2 Std. geratscht, dann bin ich zurück, denn ich will morgen wieder weiter. Ein deutsches Paar empfahl mir nach Keno zu fahren. Dort hat es nur 20 EW aber die sind alle recht abgedreht. Mal schauen, es sind nur bisschen über 200 km von hier.

L1140211

L1140241

L1140251

L1140250

L1140242

Die Buschtoilette ist Männersache.

L1140243

L1140249

 

Hinterlasse eine Antwort