Dawson City nach Inuvik und Tuktoyaktuk

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In Dawson City war ich noch bei einer Chan Chan Show und wurde doch glatt von den Tänzerinnen auf die Bühne gezerrt.

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Als “Lohn” bekam ich das Strumpfband :-)

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Frisch getankt machte ich mich auf den Dempster Hwy. Die 2o km nach Dawson City waren wie umgepflügt vom Goldsuchen. Die ganze Landschaft wurde umgedreht. Überall waren nur noch Kiesberge zu sehen, von denen man Gold und Erde ausgewaschen hat. Nach Inuvik. Es sind 735 km Schotterstraße mit einer Tankstelle dazwischen. Im Winter sind die Flüsse zugefrohren so das man drüber fahren kann, aber im Sommer sind Fähren im Einsatz. Ich schaffte gut die Hälfte nach Midway Lake. Dort waren lauter Hütten aufgestellt für ein großes Festival im August. Heute war da kein Mensch. Leider waren meine Mosquitovorbereitungen nicht voll erfolgreich, so das diese mich fast gefressen haben. Auf der Fahrt habe ich tausende davon auf der Windschutzscheibe und die Hälfte hat einen Blutfleck hinerlassen. Mich wundert, wo die so viele Tiere zum Aussaugen finden. Ich seh bis auf ein paar Hasen und Eichhörnchen keine. Die Sonne strahlte mich die ganze Nacht an und ich habe wegen den Mosquitos schlecht geschlafen.

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Das kleine Städtchen Inuvik hat stattliche 3500 EW. Es liegt ca. 300 km nördlich des Polarkreises und ist mehrheitlich von indigenen Leuten besiedelt. Was mir sehr entgegenkommt. Im Gegensatz zu Deadhorse in Alaska, wo alle „Weissen“ wegen dem Ölgeschäft dort sind. Inuvik ist sehr freundlich. Ich ging abends zu einem Kabaret. Dort war es gar kein Problem sich an einen „fremden“ Tisch zu setzen. Jeder redet sofort mit jedem. Da ich schon seit einiger Zeit mit einer leichten Grippe kämpfe bin ich vorzeitig schlafen gegangen.

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Tags drauf war um 13:30 Abfahrt für einen Flug nach Tuktoyaktuk geplant. Als ich ankam hieß es sie fliegen erst um 15:30. Als ich dann ankam hieß es sie fliegen um 16 Uhr. Tatsächlich flogen wir um 18 Uhr. Da es aber hier oben nicht dunkel wird ist dies kein Problem. Der Flug dauerte ungefähr 1,5 Std. Hoch das Mc Kenzey Delta und dann an der Bearing See entlang nach Tuktoyaktuk. Pingos sind natürlich entstanden Eishügel auf die sie hier recht stolz sind. Dabei drückt das Grundwasser nach oben durch den Permafrost und die Hügel werden jedes Jahr um ca. 1 cm höher. Sie sind aus solidem Eis. John holte uns vom Flughafen ab und gab mir und noch einem weiterem Ehepaar eine Tour durch sein Dorf.

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Inuvik

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Ein Pingo

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Tuk hat 900 EW eine Schule und bald auch eine eigene Straße die hier her führt. John unser Tourguide sagte die Häuser gehören dem Staat und Miete sei für einen Arbeitslosen (was hier die meisten sind) 35 Dollar im Monat. Die Leute leben von der Jagd. Auch fangen die Dorfbewohner jedes Jahr ca. 40 Wale die sie sich unter einander aufteilen. Und das nur mit kleinen Ruderbooten. Das würde ich gerne mal sehen. John erklärte uns auch, das immer noch ein paar Hundeschlitten eingesetzt werden und im Winter die Reise schon mal eine Woche dauern kann, bis man mit dem Schlitten wohin kommt. Dazu haben Sie ein Zelt dabei um unterwegs übernachten zu können. John zeigte uns auch sein Haus und gab uns seinen Parker um diesen auszuprobieren. Dann durften wir noch in der Bearing See baden. Obwohl das Wasser gar nicht soo kalt war habe ich wegen meiner Erkältung nicht gebadet sondern nur die Finger rein gesteckt. Abends um 21:30 flogen wir wieder zurück nach Inuvik.

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Fälle werden getrocknet

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Der “Strand” an der Bearing See ist nur knapp 4 Monate eisfrei.

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Das Denkmal ist das Ende der nördlichsten Straße Kanadas.

 

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