Fairbanks nach Deadhorse/Prudehoe Bay und zurück

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Chena Hotsprings mit Flughafen

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Von Fairbanks aus bin ich gestern nach Chena Hot Springs. Es war wieder mal an der Zeit zu duschen. Somit kam mir eine weitere Thermalquelle gerade recht. Leider musste ich 90 km einfach Umweg machen um dort hin zu gelangen. Ich wurde diesmal mit einem etwas schönerem Bad belohnt. Heute in der Früh habe ich mir extra ein Handy gekauft, welches 10 gigabyte Datenvolumen mit dabei hatte für 79,- USD. Leider muss ich feststellen, das es sobald ich die Stadt verlassen habe keinen Empfang mehr hat. Und ich dachte ich könnte hier von unterwegs aus ins Internet den Blog machen und skypen.

Ich übernachtete auf dem Parkplatz des Resorts kostenlos und fuhr nach dem Frühstück um ca. 10:15 Uhr los. Nach 200 km begann der Dalton Hwy. Es ist meist eine Schotterpiste mit teilweise abartigen Wellen drin. Da friert der Boden auf und die Straße wirft Wellen, die während der Fahrt schlecht zu einzuschätzen sind. Einige Male schlug ich so hart auf, das die Reifen an die Radkästen anschlugen. Aufgrund der Länge der Strecke und das ich nicht ewig brauche um anzukommen, bin ich doch immer geneigt ein bisschen mehr Gas zu geben. Dann kam ich am Polarkreis vorbei.

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Die letzen 400 km hab ich schon keine Tankstelle mehr gegeben. Ich hoffe das es in Coldfoot eine gibt. Und es gab eine. Leider wieder kein Handyempfang und kein Internet. Trotzdem gab es ein super Touristenoffice bei dem die Rangerin einen Vortrag über das Leben hier im Norden hielt. Sie sagte Sie haben hier im Winter 33 Tage an denen die Sonne nicht mehr auf geht und im Sommer 33 Tage an denen sie nicht mehr untergeht.  Somit wird das meine erste ganz helle Nacht werden. Ich bleibe auf einer Wiese an einem kleinen See gegenüber der Tankstelle übernacht.

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Um 10 Uhr bin ich von Coldfoot los nach Norden. Zum eigentlichem Startpunkt der Panamericana. Es wird eine beschwehrliche Fahrt. Die Straße wechselt zwischen Asphalt und Schotter. Es bedarf großer Aufmerksamkeit denn wenn Asphalt die Oberfläche bildet sind oft schwer erkennbare, durch Frost entstandene Bodenwellen, welche das Auto voll durchschlagen lassen. Der Schotter kann gut zu befahren sein, kann aber auch zu extremen Rüttelbewegungen führen, so das es kein Wunder wäre, wenn sich am oder im Auto was löst. Von Coldfoot bis Deadhorse sind es ca. 370 km und es gibt weder ein Haus, noch eine Tankstelle. Es gibt nur Pumpstationen für die Pipeline. Am Straßenrand habe ich meinen ersten Eisbären gesehen, der zu meinem Schreck einen Pfeil im Hintern hatte. Der Arme tat mir sehr leid. Und den Sportschützen, der den Pfeil in den Bären geschossen hat, gehörte eine Tracht Prügel. In Coldfoot war es noch relativ warm so um die 20 Grad, aber auf dem Weg ging es durch ein Bergmassiv und von da ab herrschten nur noch 5 Grad. In Deadhorse nur noch um die 0 Grad, bei starkem Wind. Es schaut zwar schön aus, aber wenn man das Auto verlässt bläst einem der kalte Wind buchstäblich aus den Latschen. An den Fahrzeugen ist schon zu erkennen, wie gnadenlos hier der Winter sein kann. Leider komme ich nicht nach Prudhoe Bay, denn diese Straße gehört BP. Ich könnte eine Tour buchen für 69,- USD. Aber ich müsste 2 Tage warten bis sie meine Personalien überprüfen. Ich denke darauf habe ich keine Lust. Noch dazu will ich nicht noch BP unterstützen!! Gut ist, das mein WLAN von meinem neuem Handy hier funktioniert. Somit kann ich Blog schreiben.

Also hier geht Sie los. Die Panamerikana. 439 km nördlich des Polarkreises. So weit im Norden war ich noch nie. Im Winter geht hier das Thermometer schon gut unter -80°C. Die Sonne geht hier im Sommer ca 60 Tage lang nicht unter und im Winter 60 Tage lang nicht auf. Am Polarkreis ist die Grenze von wo aus die Sonne nicht mehr auf oder nicht mehr untergeht.

Und ab jetzt geht es nur noch in den Süden. Ich freue mich auf die Reise!

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Die Nacht ganz oben war sehr windig und durchgehend hell. Da ich nicht so gut geschlafen habe bin ich schon um 7:30 aufgestanden. Um 9 Uhr ging es dann los zurück Richtung Süden. Ich kannte die Straße ja schon, aber die ersten 75 km waren so schlecht zu fahren das ich dafür 2,5 Std. gebraucht habe. Dannach habe ich einen Unimogcamper überholt mit Darmstädter Autonummer. Sie haben freundlich gewunken. Nach 7,5 Stunden war ich wieder in Coldfoot. Da ist die einzige Tankstelle und ich fuhr tanken. Um auf die Darmstädter vorbereitet zu sein malte ich auf den Schmutz meiner Heckscheibe: „ I bin a Bayer“. Und promt kamen die Unimogfahrer in die Wirtschaft. Es waren sehr liebe Leute und wir haben eine Stunde lang geratscht. Abends um halb sechs bin wieder los und habe bis um ca. 21:30 insgesamt 610 km gefahren. Ungefähr bei der Ortschaft Livingood habe ich an einem Fluss mit vielen vielen Mosquitos übernachtet.

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Es waren heute nur noch so 2 Stunden bis Fairbanks. Ich ging das Auto waschen. Habe im Waschsalon meine Klamotten und alles was so anfällt gewaschen. War gut essen einkaufen und ein bisschen faulenzen bei regnerischem Wetter mit 10 Grad.

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