Kolumbien Kaffeeplantagen, Cali nach Popayan

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Santa Rosa de Gabal. Die Nacht war sehr ruhig und richtig themperiert. Ich bekam wunderbares Frühstück mit frischen Früchten und gutem Kaffee. Um 10 uhr ging die Kaffeetour los. Die Farm hier hat 64 ha und ist eine mittlere Größe in Kolumbien. Der Nachbar hat 600 ha und ist die zweitgrößte Farm in Kolumbien. Es gibt in Kolumbien 930.000 Kaffeefarmen. Es wir hier ausschließlich Arabica angebaut. Wir testeten Kaffee und erfuhren viel Theorie und auch praktisches. Anschließend gingen wir auf die Plantage um Kaffee zu pflücken. Für eine Tasse Kaffee braucht man ca. 7 gr. Pulver und somit 58 Kaffeebohnen. Jede einzelne wird von Hand gepflückt, aber nur wenn diese rot oder gelb sind. Alle anderen Kaffeefrüchte bleiben dran. Es wird 2 mal pro Jahr geerntet und dieser Betrieb produziert jährlich ca. 200 Tonnen Kaffee. Die Pflücker arbeiten von 5 Uhr morgens bis 16 Uhr nachmittags. Zur Zeit arbeiten nur 30 Pflücker. Aber zur großen Ernte im November bis Dezember arbeiten hier 130 Kaffeepflücker. Ein Pflücker pflückt bis 300 km Kaffeefrüchte pro Tag. Und dieser muss sie dafür auch vom Berg herunter schleppen. Pro Kg kriegt ein Pflücker 600 Pesos, ca. 0,18€. Dann wird hier auf dem Betrieb die Schale abgelöst, das Fruchtfleisch abgewaschen, die Bohnen sortiert und in einem Ofen bei 60 Grad 24 Std. getrocknet. Die Tour dauerte 4 Std. und war sehr interessant. Mir gefällt der Platz so gut hier, das ich mich entschied noch eine weitere Nacht hier zu bleiben. Abends kamen noch das rumänische Paar mit Ihrem Iveco Daily, welche ich in Panama bei der Inspektion getroffen habe und übernachteten neben mir.

Wir tranken eine Flasche Wein zusammen und sie erzählten mir, das in Ihrem Auto während der Überfahrt von Panama nach Kolumbien eingebrochen wurde und Zeugs im Wert von 2000 € gestohlen wurde.

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Salento. Vormittags fuhr ich zu den Thermalquellen von Santa Rosa. Diese liegen sehr idyllisch vor einem großem wunderschön verzweigtem Wasserfall. Das Thermalwasser soll heilende und entgiftende Wirkung haben. Ich badete gute 2 Stunden und fuhr dann weiter Richtung Cali. Im Lonly Planet wurde der 4200 EW Ort Salento empfohlen, somit dachte ich da fahr ich nicht vorbei. In Salento ging ich den Hügel hinauf und hatte einen schönen Ausblick auf den Ort und die hügelige Gegend. Ich kaufte noch Kaffee ein und ging am Hauptplatz flanieren, da begrüßte mich wider der Rumäne. Sie fahren auf einen Campingplatz nur 1,5 km vom Ort entfernt. Gut sage ich, dann fahr ich mit. Auf dem Campingplatz traf ich auch Amber, Lukas und seine Mutter wieder, sowie Tim und seine Freundin aus Starnberg, sowie noch ein weiteres Pärchen aus Hamburg mit einem Landkruiser. Es gab also ein riesen Hallo. Es steht noch ein 18 Tonnen MAN Monster aus Starnberg hier, aber die kamen nicht aus Ihrem Auto raus. Somit trank ich mit den anderen Campern ein Bierchen und tauschten uns aus.

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Cali. In der Früh war ein rießen Aufsehen, als der MAN 6×6 ausparkte. Der Landroverfahrer meinte, er müsste zur seite fahren, weil er dem „Baron“ den Weg frei machen müsste. Gestern Abend waren sich alle einig und haben nur über den großen Lastwagen und dessen Besitzer gelästert. Um so mehr war die Verwunderung, als ich mit den Leuten ein Gespräch angefangen habe. Da haben mich die Andern fast als Vaterlandsveräter angeschaut. Vormittags bin ich dann zum Valle de Corona gefahren und habe mit einem Pferd einen Rundritt unternommen. Die Stunde reiten mit Führer, der in Gummistiefeln hinter uns her lief kostete 7,-€. Die Landschaft war von sanften grünen Hügeln geprägt, auf denen viele Wachspalmen gestanden sind. Das sind Palmen, mit einem sehr langem dünnem Stamm. Anschließend bin ich wieder zurück nach Salento um Mittag zu essen und noch Brot zu kaufen. Für die rund 180 km nach Cali brauchte ich 3,5 Std. Wobei ich in ganz Kolumbien fast ausschließlich auf Matustraßen unterwegs bin. Diese kosten so ca. alle 15 – 35 km ca. 3,- -4,- €. Ich habe das Gefühl, das ich schon etwa 150,- € für Straßenbenutzung in Kolumbien bezahlt habe. Um 17 Uhr kam ich in die 2,5 Mio. EW Stadt Cali und fand einen Campingplatz ca. 10 km südlich. Hier kochte ich mir zu Abend und schaute noch einen Film im Auto.

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Cali. In der Früh war ein rießen Aufsehen, als der MAN 6×6 ausparkte. Der Landroverfahrer meinte, er müsste zur seite fahren, weil er dem „Baron“ den Weg frei machen müsste. Gestern Abend waren sich alle einig und haben nur über den großen Lastwagen und dessen Besitzer gelästert. Um so mehr war die Verwunderung, als ich mit den Leuten ein Gespräch angefangen habe. Da haben mich die Andern fast als Vaterlandsveräter angeschaut. Vormittags bin ich dann zum Valle de Corona gefahren und habe mit einem Pferd einen Rundritt unternommen. Die Stunde reiten mit Führer, der in Gummistiefeln hinter uns her lief kostete 7,-€. Die Landschaft war von sanften grünen Hügeln geprägt, auf denen viele Wachspalmen gestanden sind. Das sind Palmen, mit einem sehr langem dünnem Stamm. Anschließend bin ich wieder zurück nach Salento um Mittag zu essen und noch Brot zu kaufen. Für die rund 180 km nach Cali brauchte ich 3,5 Std. Wobei ich in ganz Kolumbien fast ausschließlich auf Matustraßen unterwegs bin. Diese kosten so ca. alle 15 – 35 km ca. 3,- -4,- €. Ich habe das Gefühl, das ich schon etwa 150,- € für Straßenbenutzung in Kolumbien bezahlt habe. Um 17 Uhr kam ich in die 2,5 Mio. EW Stadt Cali und fand einen Campingplatz ca. 10 km südlich. Hier kochte ich mir zu Abend und schaute noch einen Film im Auto.

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Cali. Heute bin ich genau ein Jahr unterwegs. Ich bin am 15.05.17 von Deutschland nach Vancouver Canada geflogen. Ich war jedoch 1x 4 Wochen und 1×6 Wochen daheim. An einem Werktag war schon viel mehr los in Cali und ich suchte eine Wäscherei um mal wieder alles waschen zu lassen. Dann fuhr ich wieder ins Zentrum um Essen zu gehen und ein wenig rum zu laufen. Nachdem ich die Wäsche wieder abgeholt habe, bin ich wieder zurück in die Innenstadt um in einen Salsa Club zu gehen. Ich musste lange suchen, das ich einen fand, da die meisten Clubs nur von Donnerstag bis Samstag offen haben. Dementsprechend wenig war auch in diesem Club los. Es war jedoch schön den wenigen Paaren beim Tanzen zu zuschauen.

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Silvia. Von Cali nach Silvia waren es nur rund 125 km. Wofür ich etwa 3 Std. brauchte. Silvia liegt auf über 2500 m Höhe und ist wieder recht kühl. Der kleine Ort ist bekannt für seinen Markttag an jedem Dienstag, zu dem die umliegende ländliche Bevölkerung kommt und seine Waren anbietet. Auch sind hier viele Frauen und teilweise auch Männer traditionell gekleidet mit einem Rock, einem Poncho und einem Hut in Form einer braunen Melone. Ich fuhr zu einem bei I-Overlander eingetragenen Campingplatz wobei ich auf dem Weg dort hin fast im Schlamm stecken geblieben bin. Leider war bei dem Campingplatz niemand da, so das ich die nächste Empfehlung vor einer Bäckerei (Peter Pan) ansteuerte. Es machte mir nicht den Eindruck, das es eine gute Idee ist gleich an der Hauptstraße zu übernachten, so das ich mir in einem Wohnquartier einen ruhigen Platz suchte.

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Popayan. Die Fahrt von ca. 120 km ging am Vormittag schnell vorbei und ich kam in die 220.000 EW Stadt Popayan die auf rund 1800 m Höhe liegt. Als ich am Stadtplatz die schönen Kolonialbauten bestaunte liefen mir die zwei schweizer Motorradfahrer Fredi und seine Frau entgegen und wir gingen zusammen Essen und ratschten bis um 16 Uhr. Ich genoss das etwas wärmere Wetter und ging noch einen Kaffee trinken. Als Nachtplatz fand ich ein Restaurant ca. 5 km außerhalb der Stadt vor dem man gut übernachten kann und mit Wlan versorgt wurde. Ich telfonierte noch mit Michaela und mit Martin und machte Abends noch ein bisschen Fotobuch.

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Guatepe und Medellin

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Bogota. Kaum bin ich eingeschlafen heute Nacht, klopfte es an den Bus. Die Polizei war draussen. Sie meinten, das ich hier nicht übernachten könnte. Ich erkläre Ihnen das ich 10.000 Pesos für die Übernachtung bezahlt habe. Sie waren nicht überzeugt. Da zeigte ich Ihnen den I-Overlander App wo der Platz als Nachtplatz ausgewiesen war. Nun diskutierten Sie was zu tun sei. Sie machten Fotos vom Auto und von meinem Reisepass und ließen mich doch übernachten. In der Früh um 6 Uhr war der Parkplatz wieder voll. Da Feiertag ist, waren jede Menge Leute in Jogginghosen die den Berg rauf laufen wollten. Um 7 Uhr fuhr ich in den Stadtteil Candelaria, der den Altstadtkern von Bogota darstellt und der viele Touristen und Hostels beherbergt. Ich wollte in das Gold Museum, was leider am Feiertag geschlossen war. Dafür war am Tag der Arbeit jede Menge Kundgebungen und Protestmärsche von Gerwerkschaften die am Platz Bolivar zusammenliefen. Den ganzen Tag lief ich durch die Stadt und schaute mir viele schönen historsche Bauten an. Abends musste ich mein Auto noch mal umparken, weil mein Parkplatz keine Übernachtung dort ermöglichte. Abends ging ich noch mal aus und was essen. Wobei beim zurück gehen mir einige düstere Gestalten entgegen kamen.

Der Parkplatz hat einen Wächter und sollte sicher sein. Hoffe ich mal.

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San Francisco 50 km nordwestlich von Bogota. Die Nacht über hat es geregnet. In der Früh ging ich zum Gold-Museum. Das größte weltweit seiner Art mit über 34.000 Exponaten. Die indigenen Völker Kolumbiens, Süd- und Mittelamerica haben schon seit einigen Tausend Jahren die Goldverarbeitung beherrscht. Es ist somit auch eine Reise zurück in die Zeit der Urbevölkerung und deren Geschichte. Als die Spanier ankamen sahen Sie den Reichtum der Indianer und haben viele von Ihnen kurzerhand abgemurkst. Nach dem Goldmuseum ging ich noch in das Museum „Casa de la Indipendencia“ Unabhängikeitshaus und anschließend noch ins Museum Botero. Dort waren neben Botero selbst Chagall, Miro, Picasso sowie viele Andere ausgestellt. Um ca. 15:30 Uhr brach ich auf Richtung Medillin. Bogota war jedoch dem Verkehrsinfakt erlegen und somit brauchte ich für die ersten 15 km 2 Std. Bei I-Overlander suchte ich mir einen netten Campingplatz in San Francisco was nur noch auf 1800 m Höhe liegt und somit langsam wärmer wird. Es war ein sehr schöner aufgeräumter Campingplatz mit Pool, wobei mir das Wasser doch etwas zu kalt erschien.

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Cocorna. Auf dem Weg Richtung Medellin ging ich einkaufen und was essen. Da kamen plötzlich Lukas und Amber mit Lukas Mutter zu mir. Sie haben mein Auto gesehen und angehalten. Wir tranken einen Kaffee zusammen und ratschten ein bisschen. Sie sagten sie wollen zu dem Adventure Park der in einer Hasienda von Puablo Escoba (einer der größten Kriminellen der Geschichte) untergebracht ist. Als ich auch an dem Park vorbei fuhr, schaute ich kurz hin und fragte, ob man dort auch campen könne. Da dies aber nicht ging fuhr ich weiter. Ich kam heute in 7 Std. Fahrt ca. 300 km weit. Bei strömendem Regen fand ich einen Fernfahrerparkplatz auf dem auch ich übernachtete.

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Guatepe. Es waren nur ca. 50 km aber die hatten es in sich. Das Navi brachte mich anstatt auf einer Straße auf einen Feldweg. Die letzten 23 km ging es von 180 Höhenmeter wieder auf 1800 Höhenmeter und es wechselte der Untergrund von Kies auf Schlamm, bis zu groben Steinen. So das ich über 2,5 Std. brauchte. Die Gegend um Guatepe ist geprägt durch den künstlich gefluteten See, der die ganze Gegend mit Strom versorgt. Es steht auch ein großer Monolit in der Landschaft. Der Ort Guatepe hat eine eigene Identität. So ist in dem 4200 EW Dorf die Frabenpracht der Häuser mit Ihren einzigartig gestalteten Sockeln zu bestaunen. Jedes Haus hat durch Fussballspielende Kinder sowie durch das Picken der Hühner an den Häusersockeln die Bewohner ermutigt die Häusersockeln so individuell zu gestalten, das kein Junge mehr einen Ball dagegen schießst und kein Huhn mehr dagegen pickt. Nebenbei ziehen die Häuserfronten auch Touristen an. Als ich in den Ort fuhr, liefen zwei Leute über die Straße von denen ich das dringende Gefühl hatte die zu kennen. Es waren Helen und Matt. Ich kannte Sie von dem Segelturn von Panama nach Kolumbien. Wir verabredeten uns Abends auf ein Bier, wobei es doch mehrere wurden.

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Medellin. Auf der Fahrt von Guatepe nach Medellin habe ich zwei Anhalter mitgenommen. Einen Franzosen und einen Kolumbianer. Sie gaben mir dafür ein selbstgemachtes Getränk. Einen mit Pilzen fermentierten Himbeersaft. Schmeckte a bissl seltsam, aber sie meinten Sie verkaufen es als Gesundheitstrank. Medellin ist wieder eine Großstadt mit 3 Mio. Einwohner. In dem realaxtem Stadtteil Poblado parkte ich mein Auto auf einem bewachtem Parkplatz. Dort ließ ich auch gleich mein Auto waschen. Wobei 4 Leute gleichzeitig dran gearbeitet haben. Nun ist der Schlamm wieder weg. Leider schließt der Parkplatz um 24 Uhr, so das ich den Samstag Abend nicht ganz lang ausgehen kann. Medellin gilt als kulturelles Zentrum, mit den stolzesten Einwohnern. Das Nachtleben hier ist der Hammer. Es waren so viele Leute auf der Straße, die sich alle vergnügt haben. Eine Kneipe reihte sich an die andere mit Discos dazwischen Live Musik. Ich habe das Gefühl hier wird gefeiert, bis es hell wird.

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Medellin. Da mein schöner zentraler Nachtparkplatz Montags schon um 17 Uhr zu macht, und ich dann das Auto nicht mehr verlassen kann, bin ich umgezogen. Zum Arthostel. Ich habe den Sonntag genutzt um ausgiebig mit Michaela zu skypen. Auf der anderen Straßenseite fragte mich ein Deutscher, ob ich tatsächlich aus Dachau komme, denn er kommt aus Kleinberghofen, was im Landkreis Dachau liegt. Ich machte mit den Engländern Matt und Helen aus, das wir uns um 18:30 Uhr treffen um zum Fussballspiel zu fahren. Vorher ging ich noch spazieren und was essen. Da bekam ich eine Whatsapp von Omar mit einem Foto von unseren beiden Fahrzeugen nebeneinander. Das ist ja stark, mit denen habe ich mein Auto verschifft. Ich kam zurück zum Parkplatz und ratschte ein bisschen, wo Sie entlang gefahren sind. Dann fuhr ich mit Matt und Helen per Metro zum Fussballspiel. Es waren 18.000 Besucher im Stadion, somit war es ungefähr halb voll. Der hiesige Verein Atletico hatte viele Fans mit Musikinstrumenten die die vollen 1,5 Std. spielten und Ihre Fahnen wehten. Als wir zurück kamen tranken wir mit Omar noch ein Bier im Bus.

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Medellin. In dem Hostel gibt es eine Dusche mit warmen Wasser, was ich sehr genoss. Mit Matt und Helen fuhr ich zum Park Arvi, wobei wir leider an der 2ten Seilbahn nicht weiter kamen, weil diese ohne Begründung heute nicht offen war. Es wurde uns gesagt, das die morgen wieder gehen würde. Wir gingen noch einkaufen, dann verabschiedeten sich die beiden, weil sie mit dem Bus weiter Richtung Süden fuhren. Ich ging ein bisschen um den Parque Poblado spazieren und was Essen. In dem Restaurante war die Empfehlung Schweinebraten mit Kartoffeln. Leider habe ich Zahnweh, so das ich bedenken wegen der Kruste hatte und aß lieber Fisch. Abends ratschte ich mit Omar und Chatty ob wir morgen die Grafity Tour machen wollen.

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Medellin. Vormittags bin ich mit der Metro und 2 verschiedenen Luftseilbahnen zum Parque Arvi gefahren. Besonders interessant fand ich die Seilbahnen. Dies ist eine seltene öffentliche Transportmöglichkeit und habe ich hier in Kolumbien so nicht erwartet. Die erste Bahn ging über 3 Stationen Hügel hinauf über die Dächer von den ärmeren Bevölkerungsschichten. Die 2te Seilbahn stieg über 1000 Höhenmeter und noch einiges an Strecke über ca. 20 Minuten über die Stadtgrenze hinaus über einen Wald hinweg, so das nur noch Vogelgezwitscher zu hören war. Nachmittag habe ich den kostenlosen Zippy Grafity Stadtrundgang gemacht. Laura, die hier aufgewachsen ist, hat uns durch Ihren Stadtteil Comune 13 geführt. Medellin war Ende der 90 er, Anfang 2000 die gefährlichste Stadt der Welt. Es gab viele Morde. Der weltweit bekannteste Kriminelle Puablo Escobar hat hier regiert. Dieser ließ im Laufe seiner Zeit über 38.000 Menschen ermorden. Er bezahlte Jugendliche dafür das diese Polizisten umbringen. Es wurden 420 Polizisten ermordet, so das diesen Stadtteil keine Polizei mehr betrat. Richtig schlimm wurde es für die Bewohner erst erzählte Laura, als Puablo Escobar 1993 von der Polizei erschossen wurde. Dann kamen paramilitäre Gruppen und Guerilla Truppen die sich gegenseitig bekämpften, was die meisten Todesopfer in der zivilen Bevölkerung kostete. 2003 Setzte die Regierung das Militär mit 2 Kampfhubschraubern ein um den Stadtteil mit seinen 160.000 EW unter Kontrolle zu bringen. 10 Einsätze lang konnte kein Erfolg verzeichnet werden. Dann suchte das Militär Kolaboranten in der Bevölkerung und der 11 Einsatz brachte Erfolg. Seit dieser Zeit wurden jedoch noch über 3000 Menschen vermisst, wobei die Leute vermuten das Einwohner von den Guerilla Truppen verschleppt, ermordet und zertrennt wurden und in den umliegenden Hügeln unter dem Müll begraben wurden. Leider hat die Regierung kein Geld und Interesse dieses aufzuklären. Deutschland hat hier ein Entwicklungshilfeprojekt gestartet und für 3 Mio € Rolltreppen bauen lassen, um die oberen Häuser leichter erreichbar zu machen. Heute sind die Bewohner stolz darauf ein relativ sicherer Stadtteil zu sein und sie pflegen Ihre Kultur und Kunst mit Wandgemälden und Musik. Abends ging ich mit Omar noch ein paar Bierchen trinken und setzen noch einen Weizensauerteig an, weil er gerne bäckt.

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Medellin. Um 8:50 Uhr war Treffpunkt für die Stadterkundung zu Fuß. Juliana war die Führerin und sie sprach perfekt Englisch. Diese Führungen werden ausschließlich in Englisch angeboten, weil dann die Passanten nicht verstehen können was mitgeteilt wird. Denn es gibt noch viele Tabuthemen wie Drogen und Politik über die man nicht offen sprechen sollte. Die Führung dauerte 4 Stunden und wir sahen viele Sehenswürdigkeiten im Zentrum. Juliana erzählte wirklich viel über die Geschichte und die aktuelle Entwicklung von der gefährlichsten Stadt der Welt zu einer der innovativsten. Sie sagte das die Bevölkerung von Kolumbien durch die Kolonialisierung und durch Drogen und Kriminalität durch so viel Negatives gegangen ist, dass sie gerade aus Trotz dazu jede Gelegenheit wahr nehmen um das Leben zu genießen und um ausgiebig zu feiern. Auch Drogen seien in der Bevölkerung kein Thema und wenn doch ein Jugendlicher Drogen nimmt, dann wird dies heimlich gemacht und er schämt sich auch dafür. Nachmittags ging ich noch ein bisschen einkaufen und habe mit Michaela geappt. Abends war ich so faul, das ich mich um 17 Uhr hingelegt habe und bis 20 Uhr geschlafen hab. Da Regenzeit ist hat es wiederum die ganze Nacht geregnet.

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Santa Rosa De Cabal, Nähe Manizales. Für die rund 170 km nach Manizales veranschlagte das Navi 2,5 Std. Wofür ich aber ungefähr 7 Std. gebraucht habe. Es wurde viel an der Straße gebaut, so das der Verkehr oft für 30 min. total zum erliegen kam. Die Straße führte hinauf auf über 2500 m Höhe und längere Zeit schön auf dem Bergrücken entlang, so das wunderschöne Aussichten sich ergaben. Zum übernachten habe ich mir die Finca Guayabal ausgesucht. Hier kann ich campen und es ist gleichzeitig eine Kaffeeplantage, wo ich für morgen eine Führung machen will. Beim Abendessen habe ich noch einen Deutschen getroffen. Mit Konrad habe ich ein bisschen geratscht und bin früh zu Bett.

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Kolumbien San Gil bis Bogota

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San Gil. In einem Touroffice buchte ich eine Raftingtour. Am frühem Nachmittag ging es los. Es waren 5 Gummiboote. Der Schwierigkeitsgrad wurde mit 2 angegeben. Es war noch eine andere Tour mit Schwierigkeitsgrad 5 im Angebot, was aber nur wirklich fortgeschrittene Rafter anzog. Unser Boot bestand aus 2 Däninnen, einer Kolumianerin, dem Steuermann und mir. Es ging recht ruhig los, wobei die Däninnen sich beschwerten, warum sie nicht die andere Tour genommen haben. Dann gingen die Stromschnellen los, und die Mädels kreischten nur noch. Bei den zweiten Stromschnellen kamen wir so scharf an eine Welle, das es das Boot umwarf. Alle schrien durcheinander. Der Steuermann erklamm das umgedrehte Boot zuerst. Ich und 2 Mädels schafften es auf das Boot. Wir kamen durch die nächsten Stromschnellen, falschherum auf dem Boot klammernd. Dann mussten wir alle wieder runter, da der Steuermann versuchte das Boot wieder um zu drehen. Ich schaffte es als Erster wieder ins Boot und zog 2 Mädels hoch. Nun wurden von den Däninnen die Sprüche leiser. Es machte echt Spass. Tropfnass und voller Adrenalin kamen wir nach gut einer Stunde Fahr an. Die ganze Tour kostete ca. 13,- €, was sie voll wert war. Ich ging zurück ins Auto und zog trockene Klamotten an. Ich ging auf einem Balkonrestaurant was Essen und ging noch einen Kaffee trinken. Abends fuhr ich wieder zum Campingplatz von gestern.

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Arcabuco. Da ich meinen Gastank wegen der Verschiffung ausgebaut und abgelassen habe, versuchte ich heute Vormittag in drei verschiedenen Gasbefüllungsstationen meinen Gastank befüllt zu bekommen. Wie es sich herausstellte brauche ich vorher irgendeinen Adapter. Am frühen Nachmittag kam ich nach Barbosa wo ich ein bisschen spazieren ging und mir den Ort anschaute. Gleich nach dem Ort kam jedoch eine Baustelle in der ich über 2 km fast 4 Stunden gebraucht habe. Somit schaffte ich es nicht mehr wie geplant nach Sachica sondern blieb nach Einbruch der Dämmerung an einem LKW Übernachtungsplatz in Arcabuco. Der Ort liegt bereits auf 2500 m Höhe und am Abend hatte es nur noch 14 Grad und die Leute auf der Straße liefen mit Winterjacken herum. Gestern Nacht hatte es heftig geregnet, was sich auch heute tagsüber fortgesetz hat. Ich denke, das ich nun langsam aber sicher in die Regenzeit hinein komme.

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Villa de Levya. Die Nacht am LKW Sammelplatz war unruhig, da ständig LKW ausparkten und andere wiederum einparkten. In der Früh kam ein Security und verlangte 6000 Pesos (rund 2 Euro) für die Übernachtung. Ich fuhr von der 45A der ich so lange nun gefolgt bin ab auf eine kleinere Straße um nach Villa de Levya zu kommen. Dabei nahm ich eine Bauersfrau mit, die mich angehalten hat. Als wir ankamen wollte Sie mich bezahlen. Sie dachte vermutlich, da ich in einem Bus unterwegs war, das ich ein Bus sei. Es war Ihr gar nicht so recht, das ich nichts annahm. In dem 9600 EW Ort Villa de Levya versuchte ich einen Adapter für die Befüllung meiner Gasflasche zu bekommen. Der Mitarbeiter eines Eisenwarengeschäftes schickte mich zu einem anderem, den ich über 2 Stunden suchen musste. Als ich ankam hatte das Geschäft schon geschlossen, da ja Samstag Mittag war. Zu meiner Freude hatte es jedoch Samstags Markt und ich kaufte Honig, Marmelade, Erdbeeren und Bromberen. Der bezaubernde koloniale Ort begeistert mich. Villa de Levya wurde 1672 gegründet und bewahrte sich seinen Charme. Es gibt jede Menge guter Restaurants und kleine Läden. Nachmittags besuchte ich ein Gitarrenkonzert. Ich parkte mitten in dem Ort und blieb auch dort übernacht.

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Zipaquira. Vormittags fuhr ich zu einer Ausgrabungsstätte wo man einen 120 Mio. Jahre alten Babysaurier versteinert gefunden hat. Das war ein Meeressaurier . Dann wollte ich zu einem Kloster fahren, bemerkte aber das dieses 24 km in eine Richtung liegt, von der ich wieder zurück fahren müsste und somit fuhr ich nicht dort hin. Der Weg führte mich entlang an schönen Weiden und saftig grünen Landschaften. Es ging hinauf auf über 300 m und es wurde recht kalt. Ich fuhr weiter nach Zipaquira. Hier hat es eine unterirdische Salz Kathedrale. Es war in künstlerischer Form derKreuzweg nachgebaut und es hatte mehrere Kirchenschiffe. Sehr beeindruckend. Ich ließ mein Auto gleich auf dem Parkplatz und ging in den Ort um zu Essen.

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Bogota. In der Früh habe ich einen anderen Camper gesehen. Es war eine französiche Familie die mit Ihren zwei Kindern unterwegs ist. Sie sind bereits ein Jahr auf Achse und wollen nun Ihr Auto verkaufen da eines der Kinder im September in die Schule muss. Anschließend bin ich nach Chia gefahren, wo mir Martin den Tipp gegeben hat, das es hier angeblich das bekannteste Restaurant Kolumiens geben soll. Das Restaurant Andreas Carne del Res war wirklich aussergewöhnlich. Die Einrichtung erinnert an einen Trödelmarkt. Das Essen war sehr gut und die Bedienungen freundlich. Es kostete mich ca. 20,-€. Dann fuhr ich weiter nach Bogota. Die Hauptstadt liegt auf über 2600 m Höhe und es nieselte leicht. Die 7,5 Mio. Metropole war auf den Einfallstraßen nicht schön. Es war alles sehr schmutzig und die Häuser verschmiert und Fensterscheiben eingeschlagen. Ich dachte, wenn dies nicht besser wird, bin ich so schnell wieder weg, wie ich gekommen bin. Im Stadtzentrum fuhr ich an den Regierungsgebäuden vorbei. Eine Straße führte in eine andere und ich blieb stehen um einen vorbeifahrenden Oldtimer zu fotografieren. Dies getan fuhr ich los. Da kam mir ein Motorradpolizist hinterher und hielt mich auf. Was nun schon wieder. Er machte mich darauf aufmerksam das dort eine Ampel war und ich prompt bei rot drüber gefahren bin. Nun ich entschuldigte mich und oh Wunder der freundliche Polizist lies mich weiter fahren. So was lobe ich mir. Dann fuhr ich zum Hausberg Monserrate, wo ich mit einer schweizer Luftseilbahn rauf fuhr. Der Berg nebenan hat eine Jesusstatue so wie in Rio de Janeiro. Wieder unten überredete ich den Parkplatzwächter mich über Nacht hier parken zu lassen. Ich zahlte 10.000 Pesos, was ungefähr 3,50 € sind.

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