Verschiffung nach Kolumbien

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Puerto Lindo. Ich habe gestern doch noch Felix und Amber getroffen und noch ein Paar aus USA und England. Somit blieben wir doch auf dem Shoppingparkplatz vor Pizzas Domino übernacht. Es war recht heiß in der Stadt und ich habe schlecht geschlafen. Um 7 Uhr waren noch 3 weitere Autos und 4 Motorräder vor Ort, die alle in Container wollten. Es wurde mir zugesichert, das mein Auto als Erstes dran kommt, weil ich ja um 14 Uhr in Puerto Lindo sein muss. Nun wir fuhren in Kolonne zu den Containerabstellplätzen und mein Auto war das Vorletze welches verladen wurde. Ich musste mich zwischen dem Auto und dem Container durchzwängen um die Batterie abzuklemmen. Dann wurden wir zu einem Büro gebracht wo ich 500,- USD nach meinen bereits 50,- USD Anzahlung bar bezahlte und meinen Pass gestempelt und ein weiteres Papier bekam. Der Senior des Unternehmens winkte mir noch ein Taxi herbei und los ging es in das 65 km entlegene Puerto Lindo. Der Fahrer fuhr recht schnell, aber sicher. Und siehe da ich war um 13 Uhr da und war Erster. Um 14 Uhr kamen noch 2 Paare und um 14:30 Uhr kam ein Bus mit den restlichen 8 Passagieren. Um 14:45 Uhr kam der australische Kapitän und nahm unsere Pässe mit um diese an der Hafengrenzbehörde ausstempeln zu lassen. Nun bin ich mal gespannt, ob es in eine 5 tägige Partyfahrt mündet oder lieber nicht. Die ganze Schiffsgesellschaft hat noch im Casa X zu Abend gegessen und ist so gegen 20:30 Uhr aufs Segelboot. Es sind 4 Paare aus Niederlande, England, und Deutschland. Dannach gab es noch 3 Zweibettkajüten zu verteilen. Ich bekam ein Kabine mit einer Americanerin und eine Holländerin. Um Mitternacht segelten wir los nach San Blas. Es schaukelte sehr und die Luft war stickig in den Kabinen.

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San Blas Inselgruppe. Wir bekamen sehr gutes Frühstück und segelten anschließend den Vormittag um die Inseln herum. Nach dem Mittagessen, es gab Schweinsbraten, an Bord fuhren wir zu einer traumhaft schönen Insel mit dem kleinem Beiboot. Wir schnorchelten und sonnten uns. Es gibt auch Einheimische auf der Insel, die sehr einfach leben. Es war ein traumhaft schöner Tag an Bord. Abends gingen wir noch mal zurück zur Insel um dort zu grillen. Ich pflückte eine Kokosnuss von einem Baum, da sagte mir Arnold, der Koch vom Schiff, das dies nicht gestattet sei. Somit brachte ich diese dem Inselbesitzer, der öffnete Sie und gab sie mir zum Trinken zurück. Cäsar, der argentinische Cocapitän grillte Hünchen, Fisch und Rindfleisch. Als wir mit dem Beiboot auf die Insel zurück kamen, waren ein Engländer und ein Holländer bereits so betrunken, das Sie links und rechts aus dem Beiboot fielen. Auch unser Kapitän war voll wie eine Haube. Die Einheimischen haben noch ein Feuer für uns vorbereitet mit getrockneten Palmenblättern. Die haben gebrannt wie Zunder. Da die Wellen der See vor der Inselgruppe sich an einem Riff brechen, hatten wir eine sehr ruhige Nacht.

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Inselgruppe San Blas. Wir verbrachten noch den ganzen Vormittag bei den Inseln. Leider fing es an zu regnen, somit wollte nur einer mit die andere Insel zu erkunden. Mittag fuhren wir bei Flaute leider mit Motor weiter Richtung Kolumbien und ankerten vor einer unbewohnten Insel. Sie ist fast vollständig von einem Riff umgeben, so das wir alle ausschwärmten um zu schnorcheln. Arnold kochte derweilen Nudeln zu Mittag. Der Kapitän aus Australien mit Spitznamen „Dingo“ brachte ein Brett auf dem Segelbalken an, wovon man aus großer Höhe ins Meer springen kann. Wir haben auch ein Kanu dabei, mit dem ich einmal um die Insel ruderte. Einheimische kamen mit einem kleinem Boot vorbei und verkauften unserem Kapitän Hummer und Fisch. Arnold kochte den Hummer gleich und wir hatten super Abendessen. Der Holländer George, der gestern schon nur getrunken hatte, hatte am Essenstisch eine Art epileptischen Anfall. Wir legten Ihn auf den Boden so das er wieder Farbe in sein Gesicht bekam, und seine Freundin sperrte Ihn dann in Ihre Kabine ein, das er nicht mehr weiter trinken konnte. Der Rest spielte Trinkspiele, so das einer eine Frage stellte, und alle die es bereits schon mal gemacht haben trinken musste.

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Offene See. Heute in der Früh sind wir wieder ein paar Inseln weiter gefahren. Da kamen wir für 2 Std. in welliges Wasser, so das einige der Passagiere, inclusive mir ein bisschen Seekrank wurden. Unser Kapitän fuhr erst mal mit dem Beiboot zu der Insel um mit den Einheimischen „Frieden zu schließen“. Wir brachten unsere Lebensmittel auf die Insel und die Einheimischen haben uns den Fisch zubereitet. Es sind einfache palmenbewachsene Inseln, mit glasklarem Wasser und wunderschönen Sandstränden. Nach einem schönem sonnigem Nachmittag kamen wir zurück auf das Segelboot um zu essen und so gegen 21 Uhr ging es los auf die offene See. Die Wellen werden höher. Mal schauen, wer seekrank wird.

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Offene See. Die Nacht war wackelig, heiß und stickig in der Kabine. In der früh wollte fast keiner Frühstück. Ich jedoch hatte Appetit. Das Wetter blieb schön den ganzen Tag über und der Wind bließ beständig, aber nicht zu stark, so das wir als Unterstützung zu den beiden gesetzten Segeln immer noch den Motor mitlaufen ließen. Mir geht immer noch der schöne Archipel San Blas mit seinen 340 meist bewohnten Inseln und seinen Ureinwohnern die Kuhna durch den Kopf. Der ganze Seetag heute war eher ruhig, da unsere Partylöwen nun doch lieber in Ihren Kabinen blieben und auch Wasser tranken. Arnold machte Mittag für die Seekranken Nudelsuppe und für den Rest Nudelsalat. Abends gab es Brotzeit und einen wunderschönen Sonnenuntergang auf offener See. So habe ich mir das ganze vorgestellt! Nachts wollen die Crew uns nur in den Kabinen haben, da die 3 abwechselnd fahren und schlafen. Der Capitän hielt uns noch eine Ansprache, das wir nachts nicht auf das Oberdeck dürfen, da wenn jemand überbord gehen würde, das ganze schwierig wird den fehlenden wieder zu finden. Die Überfahrt auf offener See ist mit gut 40 Stunden geplant und sollte uns morgen in der früh nach Cartagena Kolumbien bringen.

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Cartagena, Kolumbien. Wir ankerten vor einer Insel ca. 2 Stunden entfernt von Cartagena. Wir alle genossen die verbleibende zeit auf dem Boot und alle waren auf dem Oberdeck als wir nach Cartagena einfuhren. Mit dem Dingi (Beiboot) wurden wir auf das Festland gebracht. Ich ging in das Hostal von Lukas und Amber das wir zusammen unsere Autos abholen können. Leider waren die Pässe noch nicht fertig, somit muss ich bis morgen in der Früh um 8 Uhr warten. Cartagena ist wunderschön. Es ist für mich auch ein „Meilenstein“ nach Südamerika gekommen zu sein. Nach ca. 41.000 km Fahrt und 11 Monaten. Die Umschiffung des „Darien Gap“ hatte mir im Vorfeld große Sorgen bereitet und lief bis jetzt doch alles sehr glatt und relativ einfach. Abends traf ich die Segelmannschaft und wir machten eine Kneipentour. Es war komisch in einem Hostel in 10 Bett Zimmer zu schlafen. Das erinnert mich an meine Reisezeit von früher

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Cartagena. Ich bin früh gestartet und in die Altstadt gestartet um bei Blue Sail meinen Pass abzuholen. Leider war das Büro noch geschlossen. Als es dann endlich auf machte, waren die Pässe noch nicht da und ich musste noch eine halbe Stunde warten. Da Lukas und Amber für mich schon eine Stunde bei der Hafenbehörde gewartet haben, bin ich gleich mit dem Taxi dort hin gefahren. Dann ging die „Rally“ los. Wir mussten und eine Kennkarte für den Eintritt besorgen. Dann kamen wir in ein Büro, wo uns mit geteilt wurde, wie das ganze abzulaufen hat. Es ist ziemlich kompliziert. Wir tigerten los in den Hafen zu Evergreen Shipping, wo wir die ersten Papiere abholten. Wir bekamen noch Rechungen, die wir am anderen Ende des Hafens an einer speziellen Bank zu bezahlen hatten. Somit liefen wir ca. 30 min. dort hin. Dann mussten wir wieder in den Hafen um an einer anderen Stelle Papiere zu holen. Diese mussten wir dann außerhalb des Hafens kopieren und diese dann wieder zurück bringen. Dann hieß es es fehlt ein Stempel und wir müssen wieder an den Anfang zurück. Wir trafen den Japaner und den Chinesen mit den anderen Motorradfahrern, die auch am laufen waren. Leider hatte ich meine KFZ Papiere im Auto liegen lassen, was nicht gut ist, weil ich immer danach gefragt werde. Am Schluss hieß es noch ich brauche eine Krankenversicherung für die Zeit die ich morgen im Hafen verbringe. Somit musste ich in die Stadt und für 26 USD eine Versicherung ab zu schließen. Als dann Amber die Bankeinzahlbelege vor wies, konnten wir die weiteren Zahlungen für die Einfuhr bezahlen. Leider konnten wir das Auto heute noch nicht abholen, weil uns die Zeit nicht reicht. Somit versuchen wir das wir es morgen schaffen. Es wurde uns noch gesagt, das wir im Hafen mit geschlossenen Schuhen und langen Hosen kommen müssen. All das habe ich im Auto. Somit schaute ich in der Altstadt nach Schuhen, entschloss mich aber welche von Lukas aus zu leihen. Mal schauen wie Grösse 46 passt. Auch eine lange Hose leihe ich mir bei Lukas. Nachmittags fuhr ich mit dem Taxi in die Altstadt und ging spazieren und Essen.

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Cartagena. Um 8:10 Uhr sind wir zu Fuß, ich mit langer Hose und 46 Schuhe von Lukas, 30 min. zum Hafen gegangen. Dort angekommen, wurde mir und noch 2 von einem anderem Container mitgeteilt, das unsere Krankenversicherung nicht eingetroffen sei. Ich zeigte Ihm die Quittung aber das reichte nicht. Somit sprinteten wir zu Fuß 15 min. zur Versicherung. Schweißgebadet kamen wir dort an, dann meinte die Sachbearbeiterin. Ja, das Mailprogramm sei halt nicht gegangen. Die anderen beiden konnten schnell mit einem Ausdruck wieder los, aber in meinem Fall hatte die Dame noch nicht mal meine Daten eingepflegt, obwohl Sie mir gestern 3 mal versprochen hatte, dies sofort zu tun. Nun nach 40 min. war auch ich soweit und sprintete zurück zum Hafen, wo alle 3 Container und deren 7 weiteren Teilnehmer bereits auf mich warteten. Es schaute gut aus, als wir zu den Containern geführt wurden. Wir durften unsere eigenen Fahrzeuge nicht selber fahren, deshalb musste jeder auf einen Fahrer warten. Dann kam der Inspekteur. Wir bekamen die Papiere und mussten wieder an einer anderen Stelle des Hafens diese abgeben. Dies erledigt mussten wir wieder zurück zum Hafenmeister, der sagte es wird jetzt Mittag und da würde keiner mehr arbeiten wir müssten in 1,5 Std. zurück kommen. Nach der Zeit stellte sich heraus, das wir noch eine Stunde warten mussten. Aaron, ein Chinese mit seinem Motorrad hatte Probleme, der der KFZ Brief nicht auf seinen Namen lief und es schaute kurzzeitig so aus, das er das Motorrad nicht raus bekommen würde. Wir anderen mussten dann bei den Autos warten, wo es hieß wir könnten raus fahren. Nach einer weiteren Stunde passierte es tatsächlich und wir konnten raus fahren. An der Schranke wurden wir wieder zurück geschickt, weil wir einen anderen längeren Weg mit Waage, Systemeingaben, Ausfuhrkarte etc. nehmen mussten, was noch mal 45 min. gedauert hat. Um 16:30 Uhr kamen wir aus dem Hafen. Ich fuhr schnurstracks zur Versicherung und hatte in 20 min. mein Auto für 4 Wochen und 16,50 € haftpflichtversichert. Nach einer weiteren Stunde hat es auch der Aaron geschafft und wir haben uns alle in dem Hostel ein Bier genehmigt und sind in der Altstadt essen gegangen. Wir stellten unsere Autos gegenüber dem Hostel auf und blieben die Nacht.

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Panama 2. Teil

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Panama City. Die Nacht bei den Wärtern des Nationalparks war ruhig und ohne Vorkommnisse. Wir standen früh auf um zu der Schleuse Miraflores am Panama Canal zu kommen, weil wir hörten, das meist morgens die großen Schiffe geschleust werden. Der Eintritt kostete 15,- USD und wir konnten sehen wie 2 Schiffe durchgeschleust wurden. Es sind riesige Schleusen. Der Kanal feierte 2014 sein 100 jähriges Bestehen. 2006 wurde er erweitert und mit zusätzlichen größeren Schleusen versehen. Ein großes Schiff bezahlt schon mal 150.000 € für die Durchfahrt, welche nach Gewicht verrechnet wird. Ein Schwimmer steht im Guinnesbuch, da er der „günstigste“ Reisende auf dem Panama Kanal war. Sein Gewicht wurde verrechnet und das durchschwimmen kostete nur 36 Cent. Wir besuchten noch das Museum und schauten uns einen Film an. Dann fuhren wir nach Panama Stadt, wo wir zum Biomuseum gingen, welches von Frank Gerry erbaut wurde. In der Stadtmitte fanden wir noch das Hardrockcafe und Michaela war „grücklich“. Ich wollte noch einen Panama Hut kaufen stellte aber fest, das dieser in Kolumbine produziert wird. Somit entschied ich mich zu warten und den Hut dort zu kaufen. Leider vergaß ich beim Huthändler meine Kamera und wir waren sehr froh, das uns das frühzeitig aufgefallen ist und wir die Kamera wieder bekommen haben. Abends fuhren wir wieder zurück zu unserem sicherem und erprobten Nachtplatz bei den Nationalparkwärtern. Wir müssen morgen sehr früh raus und zum Flughafen, da Michaela leider wieder heim fliegt.

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Panama City. Wir standen schon um 6:10 Uhr auf denn Michaela musste früh zum Flughafen. Wir kamen gerade noch so durch den dichten Verkehr und schafften es rechtzeitig. Leider musste Michaela schon nach Hause fliegen. Ich fing sogleich an mit Wlan Verbindung meine Weiterreise und die „sagenumwogene“ Umschiffung des Darien Gap zu organisieren. Ich kontaktierte den Agenten Boris, den mir die Schweizer schon empfohlen hatten. Boris antwortete und teilte mir mit, das er noch ein Auto hätte das einen Container mit mir teilen würde. Es ist ein Mercedes Sprinter von Lukas einem Deutschem, mit dem ich gleich per Whatsapp Call Kontakt aufnahm. Nach 30 Min. lief meine Verbindung ab und ich fand eine neue Möglichkeit in einem Restaurant. Weiter nahm ich Verbindung auf mit Blue Sail, wobei ich diesen Kontakt von einem Travelerpaar aus Mexico hatte. Blue Sail bietet Segelturns von Panama nach Kolumbien an. Nun musste nur noch die Abreisedaten des Autos mit denen des Segelschiffes überein kommen. Dazu fuhr ich nach Colon. (ca. 80 km ) An das Karibikende des Panamacanals um Boris zu treffen. Das Büro lag in der „Free Zone“. Die Zone konnte nur mit Ausweis betreten werden, da diese Zone ein steuerfreies Gebiet war. Ich zahlte 7 USD und konnte damit auch hinein. Boris erklärte mir, das ich eine Inspektion mit dem Auto machen müsste, die nur in Panama City zu bekommen sei. Also müsste ich dorthin wieder zurück fahren. Ich zahlte 150,- USD an für meine Hälfte des Containers in der Hoffnung, das auch Lukas dies tun wird. Boris erklärte mir das ganze Procedere und erlaubte mir das Wlan im Büro zu nützen um meinen Segelturn zu organisieren. Ich entschied mich für die Abfahrt am 11.04. Das Auto wird am 10.04. in den Container verpackt und ich müsste 5 Tage später einigermassen rechtzeitig in Cartagena Kolumbien ankommen. Leider schloss das Büro und ich konnte den Deal mit dem Segelschiff nicht mehr klar machen. Die Agentur will eine Paypal Zahlung mit der ich keinerlei Erfahrung habe. Da muss ich mich morgen noch mal dahinter klemmen. Boris schärfte mir ein, das ich schon um 6 Uhr früh an der Inspektion sein soll, da es dort lange Schlangen gibt. Somit fuhr ich abends wieder Richtung Panama City zurück und blieb wieder bei meinem altbewährtem Nachtplatz. Ich will morgen schon um 5 Uhr raus um den Verkehr zu vermeiden und früh dran zu sein. Mal sehen ob es auch so kommt.

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In da Pampa. Um 5 Uhr bin ich nach Panama City zur Inspektion. Diese liegt in einer schmuddrigen Gegend. Um 6:10 Uhr bekam ich die Nr. 18 von nur 25 welche sie ausgeben. Um 8 Uhr sollte der Inspektor kommen, wobei ja 17 Autos vor mir lagen. Ich traf die Starnberger noch mal und einen Iveco Daily mit einem netten rumänischem Paar. Der Inspektor kontrollierte nur die VIN Nr. in der Windschutzscheibe. Dann mussten wir bis 14 Uhr warten, bis uns das Dokument ausgefüllt wurde. Ich nutzte die Zeit und ging Wäsche waschen und zum Fischmarkt um zu essen. Nachmittags fuhr ich dann Richtung Colon, wo ich einen Campingplatz mit Koordinaten in das Navi eingab. Der Weg endete in einem Feldweg. An dem luxeriösem Haus an dem ich zum stehen kam, winkte mir eine freundliche Frau zu und fragte: Was macht jetzt ein Dachauer hier? Es war Selinda und Paul aus München und Wolfratshausen, die 12 Jahre auf einem Segelboot gelebt haben und sich vor einem Jahr hier niedergelassen haben. Und wenn Du denkst es geht nicht mehr, kommt von irgendwo ein Bayer her… Selinda hat mir angeboten vor dem Haus zu übernachten und ich dankte es Ihnen mit ein paar Bierchen. Wir ratschten noch den ganzen Abend.

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Playa Langosta. Inder Früh wurde ich von Selinda noch mit frisch geernteten Früchten versorgt und dann fuhr Ich zu den neuen Schleusen am Panama Kanal nach Agua Clara. Das Besucherzentrum wird fast ausschließlich mit Bussen von Kreuzfahrern frequentiert. Paul sagte mir, das die größeren Schiffe 800.000,- bis 1 Mio USD für die Durchschleußung berappen müssen. Ich schaute dem Treiben ein bisschen zu und war beeindruckt von der Größe der Schiffe und der Anlagen. An einer Tankstelle füllte ich meinen Wassertank auf, als ich bemerkte das mir ein Polizist zuschaute. Ich sagte Ihm, das sei eine Neuentwicklung aus Deutschland. Das Auto ist ökologisch und fährt mit Wasser. Er war sehr beeindruckt und fragte mich wie viel Wasser es wohl auf 100 Km braucht. Ich sagte Ihm gut 10 Liter. Da meinte er, nur 10 Lt. Wasser auf 100 km, das sei wirklich ökologisch. J Ich konnte nicht anders, es war zu komisch. Nachmittags tingelte ich die Karibikküste entlang bis nach Playa Langoste, der durch I-Overlander als sicherer Nachtplatz beschrieben wurde. Nach 18 Uhr schließt der Strand und ich parkte mich genau vor das Restaurante, welches einen Wachmann hat, der hoffentlich auch mich bewacht. Um 22 Uhr wurde Musik lauter. Nun es ist Samstag Nacht und die Panamericaner gehen gerne aus. Um 1 Uhr hörte ich Schreie und aufgeregten Lärm. Erst dachte ich dies sei womöglich ein Hahnenkampf, dann dachte ich an einen Überfall. Ich ließ mein Dach herunter und wollte weg fahren als schon einige Leute voller Aufregung ums Eck kamen. Leider kam ich nicht weit, denn die Schranke war aus Sicherheitsgründen ja herunten. Ich stellte mich in eine dunkle Ecke und schaute, was sich alles entwickelt. Ich denke es war eine Schlägerei unter den Gästen. Frauen schrien und wollten schlichten, wobei die Männer teils mit Prügel aufeinander los gingen. Nach gut einer Stunde lösten sich die Streithähne auf und ich stellte mich wieder zurück zur Raststätte und versuchte noch zu schlafenP1000876

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Turtle Caye Marina. Nach der sehr schlechten Nacht bin ich erst nach Puerto Lindo um mich kundig zu machen, wo der Treffpunkt für den Segelturn ist. Ich fragte einen 10 Jährigen, ob es hier eine Tankstelle gäbe, die auf meinem Navi eingezeichnet ist. Da sagte er frech: Wenn Du mir 5,- USD gibst sag ich Dir wo die Tankstelle ist. Ich dachte ich müsste aussteigen und dem Kerle eine kleben. Dann fuhr ich ohne Diesel weiter nach Turtle Caye Marina. Am Gate wollte mich der Wachmann nicht hinein lassen. Er sagte, sie wollen keine Camper in der Marina. Ich sagte ich sei weit gefahren um hier her zu kommen und nach einigem verhandeln lies er mich durch. Es ging noch 5 km Schotterpiste, dann war ich an der relaxten und sehr schönen Marina, wo ich auch übernachtet habe.

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Costa Rica nach Panama mit Michaela

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Manuel Antonio National Park. In Jaco gingen wir morgens an den Strand und erfrischten uns im Meer. Wir fuhren nach Manuel Antonio. Dort hatten wir Pech, denn der Nationalpark hat montags geschlossen. Wir buchten uns somit eine geführte Tour für morgen früh um 8 Uhr. Michaela las mir vor, das Costa Rica größer ist als die Schweiz, aber kleiner als Bayern. Wir fanden einen Nachtplatz hinter einem Hotel für 10 USD. Dafür dürfen wir die Toiletten und WLAN benutzen aber nicht den Swimmingpool.

Abends kamen die Mosquitos, so das wir uns schnell ins Auto verzogen, in dem es recht „warm“ war.

Sarchi. Um 8.00 Uhr startete unsere Tour in den Park de National Manuel Antonio. Montags war der Park geschlossen und es war sehr still und einsam. Wir waren sehr überrascht, dass so viele Besucher am Dienstag da waren. Wir standen in langen Reihen an um den Eintritt in den Park zu passieren. Unsere Guide hatte ein Fernrohr dabei. Ohne ihn hätten wir vermutlich sehr weinige Tiere erspäht. So sahen wir Faultiere mit und ohne Baby, Spinnen, Libellen, Vögel, Frösche, Eidechsen, Rehe und Affen. Im Park war ein wunderschöner Strand. Nach unserer Tour blieben wir zwei Stunden an dem herrlichen Strand. Nach unserem Mittagsessen fuhren wir über die Berge nach Sarchi, der Stadt mit den Ochsenwagen. Für die 170 km brauchten wir gut 3 Stunden. Sarchi liegt auf 1000 m Höhe und somit war die Nacht, welche wir in einer Seitenstraße in einem Wohnquartier verbrachten angenehm kühl.

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La Fortuna. Vormittags haben wir uns Sarchi angeschaut und sind an einem Souvenirladen eingekehrt. Dann fuhren wir zum Vulkan am Arenal See. Das warme schöne Wetter bot eine bilderbuch Landschaft. Am Wasserfall La Fortuna gingen wir die 500 Stufen hinunter und nahmen ein Bad im klarem und kühlem Bergwasser. Abends kamen wir zu einem kleinem Campingplatz an dem eine freundliche Frau uns einen Platz gab.

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Cahuita. Vormittags fuhren wir nach Heredia, wo wir mit Raquel und Ihrer Familie einen Besuch ausgemacht haben. Wir wurden sehr freundlich empfangen und wurden zum Mittagessen eingeladen. Raquel war als Austausschülerin in Dachau und spricht gut deutsch. Auch Ihr Vater Ernan spricht gut deutsch, da er ein Stipendium in Deutschland gemacht hatte und lange bei Siemens gearbeitet hat. Nachmittags fuhren wir weiter nach Puerto Limon und dann noch nach Cahuita. Dies liegt an der Karibik und weil Osterwochenende ist, ist hier der Teufel los. Die Strände sind voll und wir hatten viel Glück, das wir auf dem Campingplatz Maria noch angenommen wurden.

Heute überschritten wir die 40.000 km Grenze welche ich bis jetzt bereits zurück gelegt habe.

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Viejo de Talamanca. Wir blieben bis Mittag am Campingplatz und fuhren dann weiter nach Puerto Viejo. Dort gelangten wir in eine kleine Strandstraße in der voller Stau war. Es setzte Regen ein und somit flüchteten massig Leute vom Strand und jeder fuhr los. Es dauerte eine Stunde bis wir zum Campingplatz kamen. Der Regen dauerte den ganzen Nachmittag an. Wir kochten uns einen schönen Karfreitagsfisch und genossen trotzdem den Abend.

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Bocas del Torre. Nach einer regnerischen Nacht am weißen und schwarzen Karibikstrand Purto Vijeo verließen wir vormittags das Surfer- und Strandparadies. Die Menschen sind dort wieder größer und die Hautfarbe dunkler. Beim Puma Rescue-Center fotografierten wir den grünen Frosch mit roten Augen. Der Frosch steht für das gesamte mittelamerikanische Gebiet. Über steinige schmale Straßen querten wir entlang den Quiquita Bananenplantagen Costa Rica bis zur Grenze nach Panama. Ein großer blauer Schmetterling begleitet uns ein Stück unseres Weges. Wir wählten den kleinern Grenzübergang Sixola. Die Grenzbeamten sahen zufällig unseren Polizeibericht. Sie waren ganz außer sich, dass wir überfallen wurden. Wir trafen zwei Deutsche Backpacker aus Ulm und Koblenz. Andreas und Theresa, zwei Studenten, Sie fuhren bei uns bis zur Hafenstadt Almirante mit. Der Übertritt über die Grenze kostete 25 USD Versicherung, 3 USD Fumigation und 10 USD Steuern. Es dauerte zwei Stunden und wir verloren eine Stunde durch die Zeitverschiebung. In Costa Rica haben wir gesamt 1600 km zurückgelegt und somit am meisten erkundet in den mittelamerikanischen Ländern. Wir wählten einen kleinen Feldweg für die Strecke nach Almirante. Wir überquerten drei Eisenbrücken. In der letzten Brücke fehlten einige Querverstrebungen, uns war dabei nicht wohl. Peter und der Bus schafften jedoch die Überfahrt mit Brafour, Gott sei Dank! Um 16.30 Uhr stellten wir den Bus in einen gesicherten Parkplatz und packten unsere Badesachen für die Überfahrt nach Bocas del Torre. Das kleine Fährboot brachte uns bei Regen nach ca. 35 Minuten Fahrt zu den Inseln, die Christoph Columbus entdeckte. Karibische Musik empfing uns, wie auch in den Tagen davor. Nachdem wir einige Hotels checkten, entschieden wir uns für das Hotel Schwan Cay, 4 Sterne mit Pool. An der Rezeption buchten wir für morgen einen Tagesausflug an die schönsten Plätze der Lagune. Wir duschten uns, was herrlich war und gingen sehr fein bei einem kleinen französischen Lokal Hummer essen. Wir tranken unseren Champagner bei einem kleinen Feuerwerk und saßen bei Vollmond auf der Terrasse über dem Wasser des Boca del Torres Atoll. Die Ostersamstagnacht wurde für eine Party ab 24.00 Uhr mit einer Bühne im Park hergerichtet. Lateinamerikanische Musik klang über die Stadtmitte. Miss Panama 2018 hatte ihren großen Auftritt. Wir tranken noch einen Cuba Libre.

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Weg durch Costa Rica

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Grenzübertritt nach Panama

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Die schlimmste bis jetzt gefahrene Brücke.

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Unsere Anhalter

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Miss Panama, nur welche wohl?

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Bocas del Tore. Nach unserem Frühstück wurden wir von einem Shuttlebus um 9.30 Uhr abgeholt. Wir starteten unsere Tagestour mit dem kleinen Boot Wind Star. Unser Kapitän, Miguel brachte uns erst nach „Hollywood“. Vom Boot aus konnten wir im glasklaren türkisfarbenen Meer zahlreiche große Seesterne erblicken. (Walk of Fame) Weiter fuhren wir nach Cayo Coral und konnten Brotzeit besorgen. Am Cayo Zapatilla erwartete uns ein Paradies. Weißer Sandstrand mit unendlich vielen Palmen luden uns zum Baden und Sonnen ein. Wir schnorchelten und sahen die bunte Vielfalt der Meerestiere und Fische. Strahlend blauer Himmel und Sonne verwöhnte uns den ganzen Tag. Um 14.00 Uhr steuerte unser Boot zum Lunchplatz. Wir tranken unser erstes Bier aus Panama, dass sehr gut schmeckte. Nachdenklich machte uns, dass in Panama alles mit US Dollar bezahlt wird. Die eigene Währung wird nicht benutzt. Bei der Rückfahrt schnorchelten wir noch mal im Hollywood. Weiße Seesterne, Krebse und hunderte gelber Seesterne machten sich im Atoll breit. Ein wunderschöner Urlaubstag endete nach Ankunft und eine Bad im Pool, bei einem japanischen Essen und einem Pina Colada.

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Playa Las Lajas. Das Taxiboot brachte uns zurück nach Almirante. Unser Auto erwartete uns unversehrt. Über die Berge starteten wir in Richtung Pazifik Küste. Wir kamen nicht weit, da einige Bergbauern eine Straßenblockade mit Sitzstreik und Baumstämmen errichteten und somit die einzige Strasse Richtung Panama City blockierten. Wir warteten ca. 3,5 Stunden bis Regierungsvertreter den Streik besänftigten konnten. Beim Versuch einen Krankenwagen durch die Blockade zu schleusen, versuchte ein PKW zu folgen, der prompt auf die Ambulance auffuhr. Es entstand ein Verkehrskaos vor den Streikenden. Die Presse erschien und zahlreiche Busse hielten direkt vor den Baumstämmen. Touristen und Einheimische wechselten die Seiten zu Fuß und Gepäck wurde von den Dächern abgeschnallt. Die Busse füllten sich wieder, auf der jeweiligen gegenüberliegenden Seite, und fuhren wieder ab. Unser Weg führte weiter über Boquete, einem Bergdorf. Die Fahrt ging über eine wunderschöne Berglandschaft mit grasenden Kühen. Bei Sonnenuntergang erreichten wir Playa Las Lajas und der Pazifik lag mit seinen rauen Wellen vor uns. Im Lokal mit Meerblick trafen wir zwei Schweizer, Jaqueline und Freddy. Sie sind bereits seit 1,5 Jahren unterwegs und wir ratschten bis spät in die Nacht mit 1 USD Bieren.

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Panama City. Ein Hahn weckte uns sehr früh, wie auch in den vergangen Tagen. Hühner oder Hunde sind die zuverlässigsten Wecker. Bereits beim Frühstück war es über 30 Grad. Wir plauderten noch mit unseren Schweizer Nachbarn und brachen zu unserer langen Fahrt nach Panama City auf. Seit Tagen begleitet uns dabei unser liebgewordenes Hörbuch „Der Medicus“. Zum Mittagessen hielten wir in Santiago, eine Industriestadt bei 36 Grad Hitze. Die Panamericana 1 ist eine vierspurige Autobahn. Oft erinnert die Landschaft an die Vereinigten Staaten. Spätestens nach 30 Kilometer kann man sicher sein, dass eine Radarstreife am Straßenrand blitzt. Trotzdem die PA 1 eine Autobahn ist, laufen dort auch Schulkinder nach Hause, Gauchos kommen mit Pferden entgegen oder auch Radfahrer nutzen die Straße. Wir fuhren die letzten zwei Tage 580 km. Wir übernachten an einem National Park in der Nähe des Panama Kanals, dort wo das Servicepersonal uns einen Platz zugewiesen hat. Unser Dankeschön waren drei Dosen Bier.

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